Erdungsinstallation an der Strahlungsquelle ELBE (Richtlinien)

  1. Es ist eine getrennte Netzeinspeisung (über getrennte Netztrafos) für folgende Hauptgruppen realisiert:
  2. Es sind Erdverbindungen zwischen allen Räumen und Teilen der Beschleunigeranlage zu errichten (siehe Bild).

  3. Die Struktur der Erdverbindungen ist netzförmig, wobei alle leitfähigen Teile der Anlage zum Potentialausgleich herangezogen werden.
  4. Eine sternförmige Ausführung der Erdleitung kann auf Grund der räumlichen Verteilung und der verschiedenen Verbraucher nicht realisiert werden. Mit Störströmen auf der Erdleitung ist demzufolge zu rechnen.
  5. Auf Grund auftretender nieder- und hochfrequenter Störströme ist auf eine impedanzarme Ausführung der Erdverbindungen zu achten.
  6. Die Erdverbindungen werden aus Kupferblech 2mm dick in 120mm breiten Bahnen verlegt. Daraus ergibt sich ein Leiterquerschnitt von 240mm² mit einem ohmschen Widerstand von 0,08 mOhm/m. Die flächenhafte Ausdehnung der Leiter reduziert den induktiven Widerstand beträchtlich.
  7. Die Verlegung der Kupferbleche erfolgt auf dem Boden bzw. an der Wand. Abzweige oder Abbiegungen sind großflächig zu verlöten.
  8. Verbindungen zu Geräten und Anlagenteilen sind ebenfalls mit diesen Blechen oder mit geflochtener Kupferlitze auszuführen, wobei auf gut leitende Schraub- oder Lötverbindungen zu achten ist. Potentialausgleichsleitungen sollten an vielen Stellen im Raum eine gut leitende Verbindung zu Rohrleitungen usw. herstellen.
  9. Das Erdungsnetz wird im Raum 106 mit dem Sternpunkt der Einspeisetrafos der Beschleunigeranlage verbunden.
  10. Bei Experimentaufbauten ist zu beachten, das Störströme über die Erdverbindung nach Möglichkeit vermieden werden. Der Netzanschluss darf nicht am Hausnetz, sondern über eine Versorgungsleitung vom R106 (Netzeinspeisung Steuerung) erfolgen.
  11. Störungen in das Stromnetz (Schaltnetzteile, HF-Leistungsverstärker) und aus dem Netz sind durch zusätzliche Netzfilter zu verringern
  12. Maximaler Einsatz von Optoelektronik ist vorzusehen:
  13. Erdströme vermeiden:
  14. Maßnahmen bei empfindlicher Messtechnik:

 
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