Bruchmechanische Charakterisierung des Zähigkeitsverhaltens von RDB-Stählen



 
Ansprechpartner: Dr. Hans-Werner Viehrig
  Mario Houska


 

Die Sicherheit eines Reaktordruckbehälters (RDB) ist in hohem Grad von der Zähigkeit der verwendeten Konstruktionswerkstoffe abhängig. Die Zähigkeit eines Werkstoffes kennzeichnet die Fähigkeit, Spannungen durch Formänderungen abbauen zu können. Aus bruchmechanischer Sicht ist sie als Widerstand gegen Initiierung und Wachstum von Rissen zu interpretieren. Die Einhaltung bestimmter minimaler Zähigkeitskennwerte wird oftmals in sicherheitstechnischen Regelwerken vorgeschrieben. Da sich unter dem Einfluss der Betriebsbelastungen das Zähigkeitsverhalten verändern kann (Alterung), ist dies im Verlauf des Lebensalters einer Anlage zu überwachen. Das erfordert geeignete Methoden. Sie müssen mit den realen Beanspruchungsbedingungen übereinstimmen, moderat im Prüfaufwand sein und dürfen nur wenig Material benötigen.

Forschungsziele:

Bruchmechanische Charakterisierung des Zähigkeitsverhaltens mit kleinen Proben (Charpy-V-Geometrie) und in Anlehnung an standardisierte Verfahren der Sicherheitsbewertung

 

Anwendung der Rekonstitutionstechnik zur Wiederverwendung bereits geprüfter Proben

Zur Bewertung des Zustandes oder der Restlebensdauer von Altanlagen und zur Schadensanalyse sind aktuelle Materialproben notwendig. Da oft keine Standardproben zur Verfügung stehen, werden aus kleineren Materialproben oder aus bereits geprüften Materialproben Verbundproben hergestellt.