Gruppe "Strahlenschutztechnik"


Leiter

Heidemarie Friedrich
Telefon: 2886; Email: H.Friedrich@hzdr.de

Mitarbeiter

  • Falkenberg, Dirk
    Telefon: 2887 / 3135
  • Hiller, Bernd
    Telefon: 2887
  • Henke, Steffen
    Telefon: 2887
  • Rumpel, Annette
    Telefon: 2550/2429; Email A.Rumpel@hzdr.de

Aufgabenbereiche

Der Gruppe "Radioaktive Arbeitstechniken" obliegen wichtige Querschnittsaufgaben, die für erfolgreiche Arbeiten in den wissenschaftlichen Abteilungen und zum Betrieb des zum Institut gehörenden Meßplatzes ROBL am Synchrotron der ESRF in Grenoble/Frankreich eine wesentliche Voraussetzung sind. Die Gruppe verfügt über die Arbeitsbereiche "Mechanische Werkstatt" und "Strahlenschutz". Die Vereinigung dieser beiden Arbeitsbereiche zu einer Struktureinheit und die dadurch besonders enge Kooperation zwischen den Arbeitsbereichen hat die Gruppe "Radioaktive Arbeitstechniken" zu einem fachorientierten, leistungsfähigen Partner der wissenschaftliche Abteilungen des Instituts für Radiochemie werden lassen.

Mechanische Werkstatt

Die modern eingerichtete "Mechanische Werkstatt" ist der personell größte Arbeitsbereich der Gruppe. Er ist insbesondere auf den Bau wissenschaftlicher Geräte für den Einsatz bei Experimenten mit radioaktiven Stoffen spezialisiert. Hierbei sind nicht nur zweckvolle neue Lösungen ständig gefragt, die gemeinsam mit den Wissenschaftlern des Instituts erarbeitet werden, sondern auch Anpassungen von Gerätesystemen an bestehende Experimente. Hohe Anforderungen werden vor allem an die Qualität gestellt, denn Funktionssicherheit ist eine der grundlegenden Voraussetzungen, um die im Hause gefertigten Geräte und Vorrichtungen bei radioaktiven Experimenten einsetzen zu können. Dabei ist es gleich, ob es sich um die komplizierte, im Vakuum arbeitende Vorrichtung zum Öffnen von Glasampullen handelt, die unlängst zum Patent angemeldet worden ist, um eine simple Kabeldurchführung in eine Laborbox oder um den "Überkopfschüttler", der inzwischen für die tägliche Laboarbeitarbeit unentbehrlich geworden ist.

Mechanische Werkstatt
Mechanische Werkstatt

Der Überkopfschüttler, den die Gruppe "Radioaktive Arbeitstechniken" in sehr kurzer Zeit entwickelte, dient zur experimentellen Erfassung von langsamen stofflichen Wechselwirkungsprozessen. Beispielsweise reagieren in Böden wassergelöste Huminstoffe und Salze mit den festen mineralischen Bodenbestandteilen. Derartige Prozesse tragen zu Veränderungen von Bodenstruktur und Bodenzusammensetzung bei. Ihre direkte Verfolgung im Feld ist technisch meist schwierig. Sie werden daher sehr viel effektiver im Labor untersucht. Im Überkopfschüttler werden die Proben des zu untersuchenden mineralischen Materials mit den gelösten Stoffen in zylindrischen Reaktionsgefäßen über Zeiträume von mehreren Monaten ständig vermischt, indem die Reaktionsgefäße ähnlich einer Person in einer Überschlagschaukel "über Kopf" gedreht werden. Dabei wird die Drehgeschwindigkeit des Überkopfschüttlers unter Berücksichtigung der Sedimentationsgeschwindigkeit des mineralischen Materials so eingestellt, daß optimale Durchmischungen erreicht werden. Mehrere Langzeitexperimente mit dem neuen Überkopfschüttler, die nach dessen inaktiver Erprobung jetzt auch mit Lösungen radiotoxischer Schwermetallsalze in Gloveboxen ausgeführt werden können, konnten Dank der Langzeitzuverlässigkeit der "hauseigenen" Arbeitstechnik bereits erfolgreich abgeschlossen werden. Diese Experimente sind für Prognosen zur Ausbreitung von Schadstoffen in der Umwelt von hohem wissenschaftlichen Wert.

Überkopfschüttler
Überkopfschüttler

Strahlenschutz

Die Gruppe "Radioaktive Arbeitstechniken" stellt sich mit einer ausgebildeten Strahlenschutztechnikerin schließlich den unmittelbaren Strahlenschutzaufgaben im Institut. Sie ist für den praktischen Strahlenschutz vor Ort und die Einhaltung der Bestimmungen der Strahlenschutzverordnung (StrlSchV) bei allen Arbeiten im Institut zuständig. Dazu gehören die personendosimetrische Personenüberwachung der in den Kontrollbereichen tätigen Mitarbeiter, die dosimetrische und Kontaminationsüberwachung der Einrichtungen und Experimente in den Kontrollbereichen, die sach- und ordnungsgemäße Abgabe von radioaktiven Laborabfällen an die zuständige Sammelstelle, die Freimessung von Arbeitsmitteln aller Art, die zu Reparaturzwecken und aus anderen Gründen aus den Kontrollbereichen herausgebracht werden sollen, die Wartung der institutseigenen Strahlenmeßtechnik und die ständige Bereithaltung der Strahlenschutzkleidung für die Mitarbeiter.

Strahlenschutz-Meßplatz
Strahlenschutz-Meßplatz