Strahlenschutz

Die Zusammenarbeitsvereinbarung Nr. 1 (ZAV Nr. 1) zwischen HZDR und VKTA regelt die Organisation und Koordination aller Maßnahmen zur Gewährleistung des Strahlenschutzes am Forschungsstandort Rossendorf. Neben den dezentral von den Strahlenschutzbeauftragten (SSB) in ihren Entscheidungsbereichen zu erfüllenden Pflichten bzw. Schutzvorschriften gemäß der Strahlenschutzanweisung Nr. 1 (SSA 1) werden aus Zweckmäßigkeitsgründen ausgewählte Aufgaben zentral durchgeführt und vom Strahlenschutzbevollmächtigten (SSBV) des HZDR und VKTA im Auftrag der Strahlenschutzverantwortlichen beider Einrichtungen koordiniert und kontrolliert.

Detaillierte Informationen zur Organisation des Strahlenschutzes am FSR finden Sie hier.

Die Abteilung Sicherheit, Strahlenschutz (FKTS) ist für folgende zentrale Strahlenschutzaufgaben zuständig:

  • Kontroll- und Inspektionstätigkeit in den Strahlenschutzbereichen des HZDR im Auftrag des SSBV
  • Vertretung des Strahlenschutzbevollmächtigten und des Freigabebeauftragten

Die Mitarbeiter/innen von FKTS unterstützen die Strahlenschutzbeauftragten des HZDR bei deren dezentralen Aufgaben im Rahmen der betrieblichen Strahlenschutzüberwachung auf folgenden Gebieten:

  • Arbeitsplatzüberwachung
    • Kontrollmessungen von radioaktiven Kontaminationen, entweder durch Direktmessungen oder durch die Entnahme und Auswertung von Wischproben
    • Kontrollmessungen des Strahlungspegels (Ortsdosisleistung), von Beta-, Gamma- und Neutronenstrahlung
    • Bestimmung der Raumluftaktivitätskonzentration durch Abscheidung von Aerosolen auf Filtermedien oder durch Messung von Gasproben in speziellen Messkammern
  • Freigabe von Materialien und Räumen, die aus dem Geltungsbereich der Strahlenschutzverordnung (StrlSchV) entlassen werden sollen. Dazu gehören die
    • historische Erkundung sowie die Bestimmung und Festlegung des Nuklidvektors
    • Durchführung freigabevorbereitender und freigabeentscheidender Messungen
    • Erledigung der notwendigen Formalitäten im Rahmen des Freigabeantragsverfahrens.
      Die Erklärung der Freigabe erfolgt nach Prüfung der Antragsdaten durch den Freigabebeauftragten des Forschungsstandortes Rossendorf (FSR).
  • Beratung in allen Belangen des Strahlenschutzes
  • Erstellung von Genehmigungs- und Antragsunterlagen für den Umgang mit radioaktiven Stoffen und den Betrieb von Anlagen zur Erzeugung ionisierender Strahlen
  • Ausarbeitung und Aktualisierung von internen Strahlenschutzanweisungen und anderen Strahlenschutzregelwerken
  • Durchführung von Strahlenschutzunterweisungen, die vom Gesetzgeber für die Beschäftigten in Strahlenschutzbereichen mindestens einmal jährlich gefordert werden.
  • Koordination der Reinigung der Strahlenschutzkleidung am FSR

ODL-Messung im Kontrollbereich 1, Geb. 8a       Kontaminationskontrolle mit LB124 (Werkzeug) im Zyklotrongebäude

Umgebungsüberwachung

Die aus der Ableitung radioaktiver Stoffe mit der Abluft der Forschungsanlagen des HZDR resultierende Strahlenexposition als Beitrag zur künstlichen Radioaktivität liegt in der Umgebung des Forschungsstandortes Rossendorf bei ca. 0,001 mSv/a. Damit ist die zusätzliche jährliche Strahlendosis aus dem Betrieb der Anlagen des FSR für die Bevölkerung im Umfeld des FSR weit unter dem gesetzlich zulässigen Grenzwert von 0,3 mSv/a.

Personenüberwachung

Personen, die aufgrund ihrer Tätigkeit ionisierender Strahlung ausgesetzt sind, nennt man beruflich strahlenexponiert. Im HZDR werden diese Personen ständig hinsichtlich ihrer Strahlenexposition überwacht. Die dabei ermittelten Werte liegen bei allen Personen unterhalb der zulässigen Grenzwerte.