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Die Geschichte des Forschungsstandortes Dresden-Rossendorf

Das heutige Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf wurde als Forschungszentrum Rossendorf im Jahr 1992 gegründet. Der Standort blickt jedoch auf eine mehr als 50-jährige Geschichte zurück.


1992 - 2012: 20 Jahre Forschung in Rossendorf (PDF, 590 kB, oder als E-Paper zum Durchblättern) 


1955

ZfK Bild 1Freigabe der zivilen Kernforschung in Deutschland durch den alliierten Kontrollrat

Abkommen zwischen der UdSSR und der DDR zur Lieferung eines 2-MW-Reaktors und eines 25 MeV-Zyklotrons am 18.04.1955

Beschluss des Ministerrats der DDR zur friedlichen Nutzung der Kernenergie und zum Aufbau des Zentralinstituts für Kernphysik (ZfK) Rossendorf am 10.11.1955

Bestätigung des Bebauungsplanes für das ZfK am 30.12.1955


1956

ZfK Bau IonenstrahlzentrumAm 01.01.1956 wird das Zentralinstitut für Kernphysik (ZfK) – später: Zentralinstitut für Kernforschung – als größte Kernforschungseinrichtung der DDR gegründet. Der vorläufige Sitz befindet sich in Dresden.

Ausbildung der Betriebsmannschaften für den Reaktor in Moskau und für das Zyklotron in Leningrad bis 12.02.1956

Beginn der Bauarbeiten am Standort Rossendorf im Frühjahr 1956


1957 - 1962

Export radioaktiver Präparate in den Sechziger JahrenEinweihung des Rossendorfer Forschungsreaktors (RFR) als erstem Kernreaktor der DDR mit 2 MW thermischer Leistung am 16.12.1957

Fertigstellung des Zyklotrons am 01.08.1958

Beginn der Isotopenproduktion mit der Auslieferung des ersten radioaktiven Präparats Äthylbromid am 06.11.1958. Die starke Steigerung des Bedarfs an radioaktiven Isotopen machte später Leistungserhöhungen des RFR erforderlich.

Inbetriebnahme des Rossendorfer Ringzonenreaktors als Nullleistungsreaktor zur reaktorphysikalischen Grundlagenforschung 1962


1965 - 1969

ZfK Bild 3Leistungserhöhung des Rossendorfer Ringzonenreaktors auf 5 MW mit aufgerauten Brennstäben am 06.05.1965

Weitere Leistungserhöhung auf 10 MW mit neuartigen Brennstäben am 31.10.1967

Bau der "Rossendorfer Anordnung für kritische Experimente" als zweitem Nullleistungsreaktor 1969


1972 - 1991

ZfK Bild 2Fertigstellung des Tandemgenerators 1972

1989 - 1991 Umfassende Rekonstruktion des Forschungsreaktors aufgrund geänderter Auflagen, jedoch keine Wiederinbetriebnahme

schließlich Außerbetriebnahme sämtlicher Reaktoren 1991 und Auflösung des ZfK Rossendorf am 31.12.1991


Neuer Anfang: FZR » FZD » HZDR

01.01.1992

Luftbild des HZDRGründung des Forschungszentrums Rossendorf e. V. (FZR) sowie des Vereins für Kernverfahrenstechnik und Analytik (VKTA) Rossendorf e. V. am Standort. Der VKTA hat die Aufgabe, alle kerntechnischen Anlagen rückzubauen.

Das FZR wird in seiner Geschichte insgesamt drei Mal vom Wissenschaftsrat, dem Beratungsgremium der Bundesregierung und der Länder, evaluiert – mit Erfolg. Die Empfehlungen des Wissenschaftsrates führen u.a. zum Aufbau der neuen Infrastrukturen Strahlungsquelle ELBE, Zentrum für Positronen-Emissions-Tomographie (PET), TOPFLOW-Anlage, Rossendorf Beamline ROBL an der ESRF in Frankreich und Hochfeld-Magnetlabor Dresden. Das bestehende Ionenstrahlzentrum wird erheblich ausgebaut und modernisiert.


Februar 1993

Der Positronen-Emissions-Tomograph Positome lllp liefert im FZR das erste Bild.

Im Ionenstrahlzentrum geht ein 3-Megavolt-Tandetronbeschleuniger in Betrieb.


1995

Kopfaufnahme von der Seite, PET-ZentrumAufnahme des Patientenbetriebs im PET-Zentrum (PET = Positronen-Emissions-Tomographie) Rossendorf mit Zyklotron (neuer Kreisbeschleuniger ab 1996) zur Erforschung und Anwendung von radioaktiven Substanzen in der medizinischen Diagnostik und Therapie


1996 - 1997

ROBLBau der Rossendorf Beamline an der Europäischen Synchrotronstrahlungsquelle (ESRF) in Grenoble, Frankreich

Einweihung des PET-Zentrums (1997)


1998 - 2000

Abschluss des Rückbaus der "Anordnung für kritische Experimente" und des Ringzonenreaktors (2000);
Stilllegung und Abbruch des Urantechnikums

Einweihung der Rossendorf Beamline ROBL (1998)


2001

Strahlungsquelle ELBE - aufgenommen von Juergen LoeselEinweihung der Strahlungsquelle ELBE (Elektronen-Linearbeschleuniger für Strahlen hoher Brillanz und niedriger Emittanz)


2002

Versuchautoklav der TOPFLOW-AnlageFertigstellung der thermohydraulischen Großversuchsanlage TOPFLOW zur Untersuchung von Zweiphasen-Strömungen


2003

Hochfeld-Magnetlabor: Haus 50 außenBeginn der Bauarbeiten für das Hochfeldlabor, in welchem ab 2007 höchste gepulste Magnetfelder erzeugt werden


2005

Die TOPFLOW-Anlage erhält einen Drucktank, er ermöglicht Experimente bis zu einem Betriebsdruck von fünf Megapascal.

Sämtliche bestrahlten Brennelemente der am ehemaligen Zentralinstitut für Kernforschung betriebenen Forschungsreaktoren werden in 18 Castoren ins Zwischenlager Ahaus transportiert.

Die TU Dresden, das Universitätsklinikum Dresden und das Forschungszentrum gründen das gemeinsam getragene Zentrum für Innovationskompetenz OncoRay; es widmet sich der Strahlenforschung in der Onkologie.


2006

Hochfeld-Magnetlabor Dresden: KondensatorbankFebruar: Einweihung der weltweit größten Kondensatorbank im Hochfeld-Magnetlabor Dresden

Erneute Förderung des Ionenstrahlzentrums als Nutzerlabor durch die EU

November: Umbenennung des FZR in FZD – Forschungszentrum Dresden-Rossendorf


2007

Arbeiten an einem der beiden Spiegel des Freie-Elektronen-Lasers FELBE am HZDR. Mai: Start des Nutzerbetriebs im Hochfeld-Magnetlabor Dresden

Außerdem geht der zweite Freie-Elektronen-Laser an der Strahlungsquelle ELBE in Betrieb, ebenso die supraleitende Hochfrequenz-Photoquelle und das Neutronenlabor an ELBE.


2008

Logo Helmholtz-GemeinschaftMai: Inbetriebnahme eines 150 TW-Hochintensitätslasers

Juli: Der Wissenschaftsrat spricht die Empfehlung aus, das FZD in die Helmholtz-Gemeinschaft Deutscher Forschungszentren aufzunehmen. Vorausgegangen war die Evaluierung des FZD im November 2007. (Vorherige Evaluierungen: 1993, 2000/01)

Der weltweit schnellste Röntgencomputertomograph ROFEX wird an der TOPFLOW-Anlage erstmals eingesetzt.


2009

Stefan Bock am LaserJanuar: Am Hochintensitätslaser "Draco" werden die ersten Protonen beschleunigt.

Februar: Mit 87,2 Tesla wird das bisher stärkste gepulste Magnetfeld im Hochfeld-Magnetlabor erzeugt – das ist gleichzeitig europäischer Rekord.

März: Das neue Eingangs- und Logistikgebäude des Forschungszentrums wird eingeweiht.

Juni: Bundesforschungsministerin Prof. Annette Schavan und Sachsens Ministerpräsident Stanislaw Tillich besiegeln per Vertrag den Übergang des FZD zum 1.1.2011 in die Helmholtz-Gemeinschaft.

Oktober: Auf einer Konferenz wird in Dresden die neue Strangguss-Anlage (LIMMCAST) zur Simulation von Stahlgussprozessen erstmals vorgestellt.

Dezember: Im Institut für Ionenstrahlphysik und Materialforschung wird ein neuer 6-Megavolt-Ionenbeschleuniger eingeweiht.


2010

PET MRTJanuar: Das ehemalige Institut für Interdisziplinäre Isotopenforschung in Leipzig wird in das FZD integriert.

Mai: Die Erweiterungsarbeiten an der Strahlungsquelle ELBE zu einem Zentrum für Hochleistungs-Strahlenquellen beginnen.

September: Das deutschlandweit erste für Patienten zugelassene PET/MRT-Gerät wird in Rossendorf aufgestellt.

Das Dresdner Forschungszentrum OncoRay und das Partnerinstitut HIRO in Heidelberg schließen sich am 21.09.2010 in Dresden zum National Center for Radiation Research in Oncology zusammen.

Dezember: Das Zentrum erhält gemeinsam mit der TU Bergakademie Freiberg von der deutschen Bundesregierung den Zuschlag zum Aufbau eines nationalen Instituts für Ressourcentechnologie in Freiberg.


2011

Zur Gründungsveranstaltung des Helmholtz-Instituts Freiberg für Ressourcentechnologie am 29. August 2011 auf dem Gelände des Lehr- und Forschungsbergwerks „Reiche Zeche“ überreichte Bundesforschungsministerin Prof. Annette Schavan einen symbolischen Schlüssel an Prof. Jens Gutzmer, Direktor des neuen Instituts. Rechts der sächsische Ministerpräsident Stanislaw Tillich.1. Januar: Das FZD wird Mitglied der Helmholtz-Gemeinschaft Deutscher Forschungszentren und heißt nun Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf (HZDR).

Juni: Weltrekord – Im Hochfeld-Magnetlabor Dresden wird erstmalig ein Magnetfeld von 91,4 Tesla zerstörungsfrei erzeugt.

Juli: Startschuss für die Erweiterung des Hochfeld-Magnetlabors auf die doppelte Größe.

August: Bundesforschungsministerin Schavan gründet gemeinsam mit Sachsens Ministerpräsident Tillich das Helmholtz-Institut Freiberg für Ressourcentechnologie (HIF) – eine Kooperation der TU Bergakademie Freiberg und des HZDR.

Oktober: Das Schülerlabor DeltaX wird im Beisein des Helmholtz-Präsidenten Prof. Jürgen Mlynek offiziell im HZDR eröffnet.

November: Neue oder erheblich verbesserte Forschungsinfrastrukturen werden in der Forschungsstelle Leipzig (ein neues Zyklotron) und an der Rossendorf Beamline ROBL in Grenoble (Erneuerung der Röntgenoptik und Modernisierung des materialwissenschaftlichen und radiochemischen Messplatzes) eingeweiht.


2012

GästehausJanuar: Das Institut für Ressourcenökologie und das Institut für Fluiddynamik werden neu gegründet. Die Institute für Radiochemie und Sicherheitsforschung schließen.

Das neue Gästehaus für Gäste an den drei Nutzergeräten Strahlungsquelle ELBE, Ionenstrahlzentrum (IBC) und Hochfeld-Magnetlabor Dresden (HLD) öffnet seine Türen.

Mai: Richtfest – Das Dresdner Zentrum für Strahlenforschung in der Onkologie OncoRay baut auf dem Gelände des Universitätsklinikums Dresden eine Anlage zur Protonenstrahl-Therapie.

August: Das HZDR veranstaltet erstmalig ein internationales Sommerstudenten-Programm.

Oktober: Das Zentrum erhält den Titel "vorbildlicher Ausbildungsbetrieb" für 20 Jahre Engagement in der Berufsausbildung.

Dezember: Der Superrechner Hypnos, einer der leistungsstärksten Rechner Sachsens, geht im modernisierten HZDR-Rechenzentrum in Betrieb.


2013

Sachsens Ministerpräsident Stanislaw Tillich (2.v.re.) weiht gemeinsam mit dem Wissenschaftlichen Direktor des HZDR, Prof. Roland Sauerbrey (re.), dem Leiter der ELBE, Dr. Peter Michel und dem Kaufmännischen Direktor des HZDR, Prof. Peter Joehnk die Terahertz-Anlage in der ELBE ein.

Januar: Am HZDR wird zum 1. Januar 2013 ein neues Institut für Radioonkologie gegründet. Institutsdirektor ist der Dresdner Krebsforscher Prof. Michael Baumann, der auch die Klinik für Strahlentherapie und Radioonkologie am Universitätsklinikum Dresden leitet sowie für das Dresdner OncoRay-Zentrum spricht.

Februar: Ministerpräsident Stanislaw Tillich weiht das größte Forschungsgerät in Sachsen ein: die ELBE – Zentrum für Hochleistungs-Strahlenquellen.

Mai: Die HZDR Innovation GmbH gewinnt beim bundesweiten Technologie-Transferwettbewerb wissen.schafft.arbeit den Sonderpreis des Sächsischen Staatsministeriums für Wissenschaft und Kunst.

September: Bundesforschungsministerin Prof. Johanna Wanka weiht das Domizil des „Nationalen Zentrums für Strahlenforschung in der Onkologie – OncoRay“ auf dem Campus der Dresdner Hochschulmedizin ein.

Dezember: Die sächsische Wissenschaftsministerin Prof. Sabine von Schorlemer weiht den Erweiterungsbau für das Hochfeld-Magnetlabor (HLD) ein – das Labor wurde seit 2011 auf das Doppelte vergrößert.


2014

Prof. Baumann (links) präsentiert einen OncoRay-Schriftzug, der mit Protonen-Strahlen auf einen Film gebracht wurde.Februar: Am 13. Februar 2014 unterzeichneten der HZDR-Vorstand und der Generaldirektor des Europäischen Synchrotrons (ESRF) einen Vertrag über eine erneute fünfjährige Forschungszusammenarbeit. Die HZDR-Außenstelle in Grenoble bleibt damit bis 2019 bestehen. Die Rossendorf Beamline (ROBL) steht somit weiterhin für Messungen von internationalen Nutzern und zur Eigenforschung zur Verfügung.

Juni: Die weltweit größte internationale Beschleunigerkonferenz IPAC 2014 fand vom 15. bis 20. Juni in Dresden statt. Die Konferenz wurde vor Ort vom HZDR organisiert.

August: Bundesforschungsministerin Prof. Johanna Wanka und der Sächsische Ministerpräsident Stanislaw Tillich eröffneten am 22. August die UniversitätsProtonenTherapieDresden. Die neue Protonen-Behandlungseinheit am Universitätsklinikum Carl Gustav Carus Dresden hat das Ziel Krebspatienten schonender zu bahndeln. Die Uniklinik bildet zudem mit der Medizinischen Fakultät der TU Dresden und dem HZDR ein Konsortium. Dresden wird damit, gefördert vom Bundesministerium für Bildung und Forschung, zum Partnerstandort des in Heidelberg bereits ansässigen Nationalen Centrums für Tumorerkrankungen (NCT) aufgebaut.

November: Am 27. November 2014 wurde in Brüssel entschieden, das European Magnetic Field Laboratory (EMFL) als eigenständige Organisationen zu gründen. Darauf verständigten sich die EMFL-Gründungsorganisationen: das HZDR, das französische CNRS (Centre National de la Recherche Scientifique) sowie die RU und das FOM aus den Niederlanden (Radboud Universität Nijmegen und Foundation for Fundamental Research on Matter).

Dezember: Das HZDR koordiniert den Aufbau des größten Rohstoffnetzwerkes in Europa – diese Enstscheidung traf das Europäische Institut für Innovation und Technologie (EIT) am 9. Dezember 2014. Das EIT Raw Materials verbindet mehr als 100 europäische Einrichtungen aus dem Ressourcenbereich und wird über sieben Jahre mit bis zu 410 Millionen Euro durch die EU gefördert.