Löcher im Kristall oder die Sicherheit von Kernkraftwerken

Gemeinsame Presseeinladung von FZD und VKTA: 31. Juli, 10 - 12 Uhr

Strahlungsquelle ELBE

Bild zum Download / Nukleare Sicherheitsforschung im FZD: Positronenlabor am Elektronenbeschleuniger ELBE (auf dem Bild zu sehen ist Andreas Hartmann in der Experimentierhalle, in der seit kurzem Positronen erzeugt werden)

Sachsens Umweltminister Frank Kupfer übergibt Strahlenschutz-Genehmigung für neues Positronen-Labor des FZD.

 

Am 31. Juli besucht der sächsische Umweltminister Frank Kupfer erstmals den Forschungsstandort Dresden-Rossendorf. Zwei besondere Highlights erwarten ihn dort: das neue Positronen-Labor im Forschungszentrum Dresden-Rossendorf (FZD) und die Freimessstation des Vereins für Kernverfahrenstechnik und Analytik Rossendorf (VKTA).

Das FZD hat das Ziel, strategisch und langfristig ausgerichtete Spitzenforschung in politisch und gesellschaftlich relevanten Forschungsbereichen wie Energie, Gesundheit, Schlüsseltechnologien und Struktur der Materie zu leisten. Der VKTA sorgt am Standort für Sicherheit und Strahlenschutz und ist im Auftrag des Freistaats Sachsen dafür zuständig, die alten kerntechnischen Anlagen am Forschungsstandort zurückzubauen und fachgerecht zu entsorgen.

Umweltminister Kupfer wird bei seinem Besuch ausgewählte Forschungs- und Rückbauarbeiten in Rossendorf kennenlernen. Von besonderem Interesse dürfte das neue Positronen-Labor des FZD am Elektronenbeschleuniger ELBE sein, das erstmals für Besucher offen steht. Das Positron ist das Antiteilchen zum Elektron. Es eignet sich hervorragend als Nano-Sonde für Löcher im Kristallgitter eines Werkstoffs. Solche Fehlstellen entstehen durch Bestrahlung und beeinflussen die Eigenschaften des Werkstoffs. So verändern atomare Fehler etwa bei Halbleitermaterialen die elektrische Leitfähigkeit. Positronen bieten hier die einzige Möglichkeit, Fehler auf der Nanometer-Skala zu untersuchen, ohne dass der Werkstoff dabei zerstört werden muss. Im Forschungszentrum Dresden-Rossendorf liegt der Fokus für die Untersuchungen auf der nuklearen Sicherheitsforschung.

Wir laden Medienvertreter herzlich ein zum Pressetermin auf dem Forschungs- und Technologiestandort Dresden-Rossendorf am Freitag, 31. Juli, 10 - ca. 12 Uhr.

Start 10 Uhr: Raum 203, Gebäude 14 (erreichbar über das neue Eingangsgebäude des FZD), Bautzner Landstraße 400, 01328 Dresden. Eingangsstatements durch Frank Kupfer, Staatsminister für Umwelt und Landwirtschaft, Prof. Dr. Dr. h. c. Roland Sauerbrey, Wissenschaftlicher Direktor des FZD, und Udo Helwig, Vorstand VKTA.

Strahlungsquelle ELBE

Bild zum Download / Beschleunigungsmodul an der Strahlungsquelle ELBE des FZD

Ca. 10.30 Uhr im Gebäude 40: Positronen-Labor am Elektronenbeschleuniger ELBE des FZD mit Prof. Reinhard Krause-Rehberg von der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, der die Positronen-Experimente mit initiiert und aufgebaut hat, und Dr. Andreas Wagner vom Institut für Strahlenphysik des FZD. Anschließend Besichtigung des Hochleistungslasers und Bericht über den ELBE-Ausbau zum Nationalen Zentrum für Hochleistungs-Strahlungsquellen.

Ca. 11.30 Uhr im Gebäude 96: Freimesstation des VKTA, Minister Frank Kupfer misst Proben frei (guter Fototermin). Ende gegen 12 Uhr.

Bitte melden Sie Ihre Teilnahme per Email oder telefonisch an, damit wir besser planen können. Der Zutritt zum Positronen-Labor am Elektronenbeschleuniger ELBE ist Schwangeren leider nicht gestattet, da es sich um einen "Kontrollbereich" handelt.

Pressekontakt:
Dr. Christine Bohnet / Anja Bartho
Presse- und Öffentlichkeitsarbeitim FZD
Bautzner Landstr. 400, 01328 Dresden
Tel.: 0351 260 - 2452
Fax: 0351 260 - 2700