Kunst am Forschungsstandort Rossendorf

Presseeinladung aus dem FZD vom 23.02.2010

Zu einer doppelten Kunstbegegnung lädt das Forschungszentrum Dresden- Rossendorf (FZD) am 26. Februar, 15.00 Uhr, alle Medienvertreter herzlich ein. Die Metallplastik „Faltung“ des Dresdner Künstlers Hermann Glöckner hat einen neuen Platz gefunden und im Mitarbeiterrestaurant wird ein weiteres Kunstwerk, das „Möglichkeitsfeld“ des Künstlers Stefan Schröder, feierlich übergeben. Anschließend sind grafische Arbeiten beider Künstler in der aktuellen Kunstausstellung des FZD zu sehen. Der Glöckner-Kenner Prof. Dr. h. c. Werner Schmidt wird anwesend sein.

Neuaufstellung einer Plastik des Ausnahmekünstlers:
HERMANN GLÖCKNER (1889-1987)

„Die Neuaufstellung der ,Faltung’ im FZD ist nichts weniger als spektakulär“, so die Dresdner Kunsthistorikerin Susanne Altmann. Jahrelang eingelagert, wird eine der wenigen Außenraumarbeiten des namhaften Konstruktivisten Glöckner wieder ans Licht geholt. Die Metallplastik entstand nach einem Entwurf von 1935. 1981 wurde diese Edelstahlversion von Mitarbeitern des Zentralinstituts für Kernphysik (ZfK), der Vorgängereinrichtung des FZD, angefertigt. Die „Faltung“ erinnert an eine Zeit, in der das ZfK einen Zufluchtsort für die DDR-Avantgarde bildete, die Zeit des Rossendorfer Kulturklubs. In dieser Nische fanden Ausstellungen und Veranstaltungen statt, die anderswo nicht akzeptiert wurden, so etwa von Achim Freyer oder Glöckner selbst.

Susanne Altmann: „Während die ‚Faltung’ damals von ihm selbst eingerichtet wurde, positioniert sie sich heute in Bezug zum Neubau und zur Außenraumgestaltung. Sowohl vom Innen- wie auch Außenraum gut zu sehen, ergänzt sie das bereits vorhandene Ensemble aus Architektur und Wasserbecken vortrefflich.“ Auch Silke Wagler, Leiterin des Kunstfonds, unter dessen Verwaltung die bedeutende Kunstsammlung am FZD - einschließlich der „Faltung“ und einer Serie von Schablonendrucken Glöckners - steht, begrüßt die Neuaufstellung sehr: „Es gibt insgesamt nur wenige realisierte Plastiken des Künstlers und deswegen ist jede einzelne von großer Bedeutung. Die Wiederaufstellung der Rossendorfer ,Faltung’ ist ein wichtiger Beitrag zur Würdigung dieses Ausnahmekünstlers.“

Kunst im Mitarbeiterrestaurant:
STEFAN SCHRÖDER (geb. 1966 in Dresden, lebt in Oslo und Dresden)

2009 erhielt Stefan Schröder den Auftrag, für das neue Mitarbeiterrestaurant des FZD eine künstlerische Gestaltung zu entwickeln. Ausdrücklich gewünscht war eine Arbeit, die wissenschaftliche Themen des FZD aufnimmt. Mit dem „Möglichkeitsfeld“ bezieht sich Schröder auf die Forschungen im Hochfeld-Magnetlabor des FZD, einem der führenden Labore dieser Art in Europa. Es entstanden zwei zentrale, semitransparente Trennwände mit farbigen Kompositionen aus Klebefolien.

Aktuelle Ausstellung beider Künstler:
GLÖCKNER + SCHRÖDER

Die aktuelle Ausstellung zeigt Schablonendrucke von Hermann Glöckner und Blätter aus dem Zyklus „Common Alphabet“ von Stefan Schröder. 1974 wurde Glöckners Mappe mit zehn Handdrucken durch das ZfK erworben. Die farbigen Schablonendrucke repräsentieren eindrucksvoll die analytisch-konstruktive Arbeitsweise Glöckners. Seine Konstellationen von wiederkehrenden simplen Formen weisen Parallelen zur Kunst von Stefan Schröder auf, der bei „Common Alphabet“ auf der Grundlage von industriell gefertigten Verpackungen ebenfalls Schichtungen und Gefüge herstellt. Über Generationen wirkt hier der Geist konkreter Kunst nach – inspiriert von Technologie und Wissenschaft.

Ablauf: Nach dem Pressegespräch in Anwesenheit des Glöckner-Kenners Prof. Dr. h. c. Werner Schmidt (15.00 Uhr) finden um 15.30 Uhr die öffentliche Präsentation von Glöckners „Faltung“ und die feierliche Eröffnung des „Möglichkeitsfelds“ im Beisein des Künstlers Schröder statt.

Ausstellungsdauer: 1.-31.März, geöffn. Mo-Frei 9-16 Uhr, www.fzd.de/anfahrt
Kooperationspartner: Staatliche Kunstsammlungen Dresden, Kunstfonds

Pressekontakt:
Susanne Altmann
Kunsthistorikerin


Dr. Christine Bohnet
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit im FZD
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