Vorbereitungen für internationales Forschungszentrum FAIR

Nachricht aus dem Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf vom 12.04.2011

CBM-Symposium 2011 - GruppenbildRund 150 Wissenschaftler nahmen vergangene Woche am 17. internationalen CBM-Symposium am Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf teil. Die Abkürzung CBM steht dabei für Compressed Baryonic Matter und beschreibt unter anderem Forschungen, die sich mit den Eigenschaften von Materie unter extremen Bedingungen – wie sie im Inneren von Neutronensternen und im frühen Universum herrschen – beschäftigen. Thema des Symposiums, das durch Workshops von Expertengruppen begleitet wurde, waren die so genannten Charm-Teilchen und deren Erforschung, sowie Abstimmungen für das 2017 startende Großprojekt FAIR. Charms sind Elementarteilchen, die als Sonden dienen können, um den Ursprung der Masse von wichtigen Bausteinen der Materie aufzuklären. Die Wissenschaftler des HZDR bringen in das FAIR-Projekt ihre Erfahrungen im Bau von empfindlichen Detektoren, der Analyse von großen Datenmengen und der theoretischen Interpretation ein.

Am GSI Helmholtzzentrum für Schwerionenforschung in Darmstadt wird derzeit FAIR (Facility for Antiproton and Ion Research), eine der größten Beschleunigeranlagen der Welt, errichtet. Durch die dort möglichen Experimente erhoffen sich Physiker neue Einblicke in die Struktur der Materie und die Evolution des Universums. Die vollständige Realisierung von FAIR ist für 2017 geplant.