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Dr. György Kovacs vom Institut für Ionenstrahlphysik und MaterialforschungWissens- und Technologietransfer 2010

Starke Vernetzung, innovative Produkte und gefragte Dienstleistungen

Ob in der Energietechnik, der Chemiebranche, der Öl- und Gasindustrie, der Medizin oder der Lebensmittelindustrie: wenn man wissen möchte, ob Prozesse effizient und sicher ablaufen oder die hergestellten Produkte einer hohen Qualität genügen, muss man die Stoffströme genau betrachten, die in den Anlagen auftreten und den Prozessen zugrunde liegen. Keine leichte Aufgabe, wenn man bedenkt, dass dicke und undurchsichtige Rohrwände die Strömungen abschirmen, oder sich vor Augen hält, welche extremen Bedingungen, wie hohe Drücke und Temperaturen, in industriellen Prozessen herrschen.

Hier kommt das Know-how der Strömungs- und Messtechnikexperten am Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf genau richtig: angefangen bei einem Sensor, der zum Vermessen elektrisch leitfähiger Flüssigkeiten geeignet ist, wurde im Laufe mehrerer Jahre ein ganzes Repertoire an patentierten Messsensoren und Sensorkonzepten entwickelt. Zur Verwertung der Sensoren schloss das HZDR im vergangenen Jahr eine weitere Lizenzvereinbarung mit der Gesellschaft für Technologie- und Wissenstransfer (GWT) der TU Dresden, die bereits Lizenzeinnahmen generierte. Gleichzeitig wird die Sensor-Technologieplattform im Programm ForMaT des Bundesministeriums für Bildung und Forschung gefördert, wodurch größere Einsatzfelder für die Sensoren erschlossen werden sollen.

Technologiefeld-spezifische Verwertungsstrukturen

Um den Transfer von Ergebnissen aus der Grundlagenforschung in Wirtschaft und Gesellschaft zu verbessern, hat sich das Zentrum im letzten Jahr weiter vernetzt und seine Kontakte und Kooperationen mit auf Technologietransfer spezialisierten Dienstleistern, wie der GWT, mit Unternehmen und Verbänden aus der Wirtschaft sowie mit anderen Forschungseinrichtungen ausgebaut. Als neues Zentrum der Helmholtz-Gemeinschaft stand insbesondere die Vernetzung mit anderen Helmholtz-Einrichtungen im Vordergrund. Außerdem wurde eine Zusammenarbeit mit dem Unternehmen Ascenion, das auf die Verwertung von Ergebnissen aus den Lebenswissenschaften ausgerichtet ist, initiiert. „Ein breites Netzwerk sowie der Aufbau von Technologiefeld-spezifischen Verwertungsstrukturen bilden wichtige Säulen unseres Technologietransfers“, so Dr. Björn Wolf, der den Bereich leitet. Das HZDR beteiligte sich überdies an einer Studienreise des Karlsruher Institut für Technologie (KIT ) mit dem Ziel, Best-Practice-Beispiele in Asien zu besuchen, und führte einen Workshop zum Thema Beteiligungen an Ausgründungen durch.

Auf lokaler Ebene hat das HZDR seine enge Kooperation mit der an der TU Dresden angesiedelten, mehrfach ausgezeichneten Ausgründungsinitiative „Dresden exists“ fortgesetzt und stellt dafür Eigenmittel bereit. Gegenwärtig werden im Zentrum mehrere Forscherteams bei der Vorbereitung von Ausgründungsvorhaben durch „Dresden exists“ maßgeblich unterstützt. Beispielsweise wollen die Mitarbeiter von SAXRAY die materialwissenschaftliche Röntgenanalytik vereinfachen; mit ihrem Konzept gewannen sie 2010 den bundesweiten Gründungswettbewerb „start2grow“. Neben marktfähigen Produkten steht auch die Rolle des Helmholtz-Zentrums Dresden-Rossendorf als gefragter Dienstleister im Fokus des Technologietransfers. Insbesondere das Applikationslabor Ionentechnologie mit seiner Expertise bei der Modifikation und Analyse von Materialoberflächen mittels Ionenstrahlen konnte 2010 verstärkt industrielle Aufträge akquirieren.


Enge Kooperation und kurze Wege

Der Arzneimittelhersteller ROTOP Pharmaka AG, mit dem das Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf seit vielen Jahren eng zusammenarbeitet, hat 2010 seinen Sitz auf das Gelände des Forschungszentrums verlegt und dort ein neues Büro- und Produktionsgebäude bezogen. Beide Einrichtungen forschen gemeinsam an innovativen Präparaten für die Diagnose von Krebs. Außerdem vertreibt die Firma ROTOP das am HZDR hergestellte radioaktive Arzneimittel „GlucoRos“.