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The technology platform of the research alliance DRESDEN-concept.

Eye catcher

Zukunftsprojekte: Forschen für die Welt von morgen

Als Mitglied der Helmholtz-Gemeinschaft betreibt das HZDR große Forschungsanlagen, die auch Messgästen aus dem In- und Ausland zur Verfügung stehen. Ein Teil der wissenschaftlichen Großgeräte ermöglicht dabei neue Einsichten in das Verhalten von Materie unter extremen Bedingungen, also unter außergewöhnlich hohen Temperaturen, Drücken und elektromagnetischen Feldern sowie intensiver Strahlung. Dieses Kernthema verbindet die materialwissenschaftliche Forschung im Haus mit den Schwerpunkten in der Krebsforschung und Energieforschung und erlaubt folglich forschungsübergreifende Erkenntnisse, die zur Lösung von wissenschaftlich und gesellschaftlich wichtigen Fragen beitragen.

Um das Helmholtz-Zentrum in Dresden für die Zukunft noch besser zu rüsten, laufen derzeit vier große Bauprojekte, die für Forscher aus der ganzen Welt teils einmalige Experimentiermöglichkeiten schaffen sollen.


PenelopeELBE – Zentrum für Hochleistungs-Strahlenquellen

Durch den Ausbau der Strahlungsquelle ELBE entstand in den Jahren 2009 bis 2014 ein Zentrum für Hochleistungs-Strahlenquellen. Derzeit werden ein Lasersystem im Petawatt-Leistungsbereich, eine schmal- und eine breitbandige Terahertz-Quelle sowie Experimente zur Kopplung von Hochleistungs-Laser und ELBE-Elektronenstrahl aufgebaut. Während die Hochleistungs-Laser für die Krebsforschung eingesetzt werden, ergänzen die weiteren Anlagen die Arbeiten auf dem Gebiet der Materialforschung.

Ansprechpartner: Prof. Thomas Cowan, Prof. Ulrich Schramm, Dr. Peter Michel


DRESDYN: Zentrale Experimentierhalle mit dem Containment für den präzessionsgetriebenen DynamoDRESDYN

Ziel des Projektes DRESDYN ist es, eine europäische Plattform für Dynamoexperimente und thermohydraulische Studien mit flüssigem Natrium zu schaffen. So soll in den nächsten Jahren der erste Präzessions-Dynamo weltweit entstehen, mit dem etwa die Entstehung des Erdmagnetfeldes viel realistischer simuliert werden kann als mit den bisherigen propellergetriebenen Dynamo-Experimenten wie z.B. in Riga. Außerdem werden die Experimente detaillierte Einblicke in Metallschmelzen erlauben, um neue Flüssigmetallbatterien zur Energiespeicherung zu entwickeln oder für die Sicherheit von flüssigmetallgekühlten Kernreaktoren der nächsten Generation zu forschen.

Ansprechpartner: Dr. Gunter Gerbeth


Mitarbeiterin am Institut für Radiopharmazeutische KrebsforschungZentrum für Radiopharmazeutische Tumorforschung

Das Institut für Radiopharmazeutische Krebsforschung arbeitet seit vielen Jahren erfolgreich an der Entwicklung und Erprobung von radioaktiven Arzneimitteln, vorrangig für die Krebsdiagnostik. Um auch neuen Fragestellungen, insbesondere zur Krebstherapie, verstärkt nachgehen zu können, wird die Institutsinfrastruktur nun modernisiert und räumlich erweitert. In dem neuen Gebäudekomplex finden neben Labor- und Reinräumen auch ein neues Zyklotron und ein Bereich für die moderne Versuchstierhaltung sowie Kleintier-Bildgebung Platz. Der Forschungskomplex soll 2017 fertig gestellt werden.

Ansprechpartner: Prof. Jörg Steinbach


Beschleunigertunnel des Europäischen Röntgenlasers XFELHIBEF – Helmholtz International Beamline for Extreme Fields

Unter Koordination des HZDR entsteht am Röntgenlaser European XFEL in Hamburg eine neuartige Experimentierstation: die Helmholtz International Beamline for Extreme Fields (HIBEF). Die Station für Experimente bei hohen Energiedichten („High-Energy Density Science Instrument“, HED) wird durch HIBEF mit wesentlicher Instrumentierung ausgestattet. Durch die Koppelung von Laserlicht mit Röntgenstrahlung und hohen Magnetfeldern ermöglicht dieses Labor Untersuchungen unter extremen Bedingungen und erlaubt so tiefere Einblicke in die Struktur von Materialien und in sehr kurze natürliche Prozesse. Die dabei gewonnenen Erkenntnisse lassen sich beispielsweise zur Verbesserung von Modellen der Planetenentstehung nutzen und bieten eine Grundlage für Innovationen in der Material- und Beschleunigerforschung. HIBEF zählt zu den „Helmholtz International Beamlines“ (HIB), welche insgesamt mit knapp 30 Millionen Euro gefördert werden. Die Experimente an HIBEF sollen ab 2018 starten.

Ansprechpartner: Prof. Thomas Cowan, Dr. Carsten Bähtz