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EMFL News 2/2016

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Wissenschaft braucht Platz: Dresdner Rekordlabor wird feierlich eingeweiht

Pressemitteilung vom 13.12.2013

Am 13. Dezember 2013 weihte die sächsische Wissenschaftsministerin Prof. Sabine von Schorlemer den Erweiterungsbau für das Hochfeld-Magnetlabor (HLD) im Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf (HZDR) ein. Das Labor ist ein international attraktives Nutzerzentrum und erzeugt die höchsten gepulsten Magnetfelder in Europa.

Die Investitionssumme von 20 Millionen Euro wurde zu großen Teilen vom Freistaat Sachsen getragen. Der Anbau schließt direkt an das bestehende und erst 2007 für Nutzer eröffnete HLD-Gebäude an. Er beherbergt eine zweite Kondensatorbank und sechs weitere Pulszellen – das Labor wuchs somit auf die doppelte Größe. „Wir sind stolz, dass die Nachfrage internationaler Wissenschaftler nach Messzeit in unserem Dresdner Labor seit Jahren ständig ansteigt“, sagt Staatsministerin Prof. Sabine von Schorlemer. „Das zeigt, wie hoch die Qualität der angebotenen Experimentiermöglichkeiten und des Know-how der Forscher und Techniker am Helmholtz-Zentrum ist. Die Anziehungskraft des Magnetlabors ist ein wichtiger Baustein für die Exzellenz der gesamten sächsischen Wissenschaftslandschaft.“

 Derzeit können jährlich etwa 200 externe Nutzer ihre Forschungen am HLD durchführen, mit Eröffnung des Erweiterungsbaus werden es in Zukunft rund doppelt so viele sein. Internationale Wissenschaftler nutzen die hohen Magnetfelder mit den zahlreichen Experimentiermöglichkeiten im Hochfeld-Magnetlabor Dresden für Untersuchungen zu Struktur und Funktion von Materialien. HLD-Direktor Prof. Joachim Wosnitza erklärt: „Unter dem Einfluss solch hoher Magnetfelder und tiefer Temperaturen, wie wir sie hier haben, können wir verborgene Eigenschaften von Materialien ans Licht bringen. Nur so können wir grundlegende physikalische Zusammenhänge verstehen und die Materialien gezielt verändern.“ Schließlich ist es ein wesentliches Ziel vieler Messgäste, zukunftsträchtige Materialien wie Hochtemperatur-Supraleiter, neuartige Magnete oder Halbleiter weiterzuentwickeln.

 Die vom HLD selbst entwickelten und produzierten Pulsstrom-Module und Magnetspulen könnten in Zukunft auch für den Kampf gegen Krebs zum Einsatz kommen. HZDR-Forscher untersuchen derzeit gemeinsam mit internationalen Kollegen, inwieweit die Strahlführung mittels gepulster Magnete die Kosten und die Größe von Protonentherapie-Anlagen stark verringern kann.

Im europäischen Verbund noch konkurrenzfähiger

Die Vergabe von Messzeit findet schon seit Jahren im europäischen Verbund statt. So hat sich das Dresdner Hochfeld-Magnetlabor mit seinen Pendants in Nijmegen (NL), Grenoble und Toulouse (beide FR) zum Europäischen Magnetfeldlabor EMFL (European Magnetic Field Laboratory) zusammengeschlossen. Spätestens im nächsten Jahr ist die Gründung als Verein unter belgischem Recht geplant. „So werden wir politisch und nach außen verstärkt als Einheit wahrgenommen und stärken unsere Konkurrenzfähigkeit“, sagt HLD-Direktor Wosnitza. Bedeutende Hochfeldlaboratorien gibt es außerhalb Europas vor allem in den USA und Japan, aber auch in China werden zurzeit Labore in Betrieb genommen.


Weitere Informationen

Prof. Joachim Wosnitza
Direktor Hochfeld-Magnetlabor Dresden im HZDR
Tel. +49 351 260-3524

Pressekontakt

Dr. Christine Bohnet
Pressesprecherin im HZDR
Tel. +49 351 260-2450 oder 160 969 288 56