Energieforscher der TU Dresden besuchen das HZDR

Vier Uni-Institute bei Info-Tag am Rossendorfer Campus vertreten

Nachricht vom 12. Mai 2015

Energieforschung gewinnt an Universitäten und außeruniversitären Forschungseinrichtungen seit Jahren an Bedeutung. In Dresden beschäftigen sich sowohl Wissenschaftler der TU Dresden (TUD)  als auch des Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf (HZDR) mit Fragen der Energieerzeugung und -umwandlung bis hin zur Verfahrenstechnik. Am 6. Mai besuchten Vertreter aus vier universitären Instituten das HZDR, um die Vernetzung zwischen den beiden Einrichtungen im Bereich der Energieforschung zu stärken. Beteiligt waren die TUD-Institute für Energietechnik, AutomatisierungstechnikVerfahrenstechnik und Umwelttechnik sowie für Lebensmittel- und Bioverfahrenstechnik.

Die HZDR-Forschung im Bereich Energie beschäftigt sich mit Flüssigmetall-Batterien, Rückgewinnung von Rohstoffen, der Analyse von Mehrphasen-Strömungen oder dem energieeffizienten Stahlguss. „Damit ergeben sich viele Überschneidungen mit der universitären Forschung – zum Beispiel bei den Themen erneuerbare Energien, Speichertechnologien, Energieeffizienz oder nukleare Sicherheit und Entsorgung“, sagt Prof. Uwe Hampel, Abteilungsleiter am Institut für Fluiddynamik des HDZR. Beide Einrichtungen kooperieren deshalb schon seit vielen Jahren, beispielsweise von 2002 an über drei Förderperioden im Sonderforschungsbereich 609 „Elektromagnetische Strömungsbeeinflussung in Metallurgie, Kristallzüchtung und Elektrochemie“. Die enge Zusammenarbeit setzt sich auch im Verbund DRESDEN-concept fort und zeigt sich nicht zuletzt bei Hampel selbst: Neben seiner Tätigkeit am HZDR ist er zugleich auch AREVA-Stiftungsprofessor für Bildgebende Messverfahren am Institut für Energietechnik der TU Dresden.

Darüber hinaus beteiligt sich die TU Dresden auch an der Helmholtz-Allianz LIMTECH und der Helmholtz-Energie-Allianz, die beide vom HZDR koordiniert werden. Uwe Hampel: „Die Forscher der Technischen Universität können so ihr Fachwissen in bundesweite Verbünde einbringen und zugleich unsere Forschungsanlagen für eigene Experimente nutzen.“ Nach ausführlicher Vorstellung der Helmholtz-Energieforschung besichtigten die TUD-Wissenschaftler deshalb auch das HZDR-Ionenstrahlzentrum, die LIMMCAST-Anlage, mit der das Stranggussverfahren von Stahl untersucht wird, sowie die thermohydraulische Versuchsanlage TOPFLOW.

Gerade TOPFLOW vereint laut Hampel gleich mehrere Bereiche der universitären und außeruniversitären Forschung: „Wir versuchen dort, komplexe Strömungen besser zu verstehen. So erreichen wir energieeffiziente Stoffströme in der Verfahrenstechnik und chemischen Industrie oder gewährleisten den sicheren Betrieb von Kernkraftwerken.“ Am HZDR wurde dafür spezielle Messtechnik entwickelt und bis zur Marktreife gebracht; zum Beispiel ultraschnelle Röntgen-Tomographen oder Gittersensoren und Nadelsonden.