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r4 - Forschung zur Bereitstellung wirtschaftsstrategischer Rohstoffe

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"AFK" Neue Strategien für die Aufbereitung komplexer Erze

Forschungsprojekt im BMBF-Förderprogramm r4

Deutschland verfügt über Komplexerz-Lagerstätten, die einen wichtigen Beitrag zur globalen Versorgung vor allem mit Zinn und Indium leisten könnten. Doch trotz ihrer Entdeckung vor bereits 40 Jahren und der beträchtlichen Metallgehalte sind diese Lagerstätten bisher fast ungenutzt geblieben. Der Grund: Diese Erze sind schwer aufzubereiten, da die unterschiedlichen Wertminerale im Gesteinsverbund fein verteilt vorliegen. Deswegen lassen sie sich nur unter hohem technischem Aufwand herauslösen und voneinander trennen.

Ziel des Verbundprojekts „Aufbereitung feinkörniger polymetallischer heimischer In/W/Sn-Komplexerze (AFK)“ ist es, technische Lösungen zu finden, mit denen mehrere Minerale und die darin enthaltenen Elemente gleichzeitig auf wirtschaftliche, energieeffiziente und umweltverträgliche Weise verarbeitet werden können. Dabei sollen nicht nur einzelne Methoden entwickelt, sondern die gesamte Verfahrenskette von der Zerkleinerung der Erze bis hin zur Herstellung eines marktfähigen Mineralkonzentrats aufeinander abgestimmt werden. Auf diese Weise soll ein Gesamtkonzept entstehen, das auf Komplexerze mit unterschiedlichster Zusammensetzung maßgeschneidert und angewendet werden kann.

Dafür untersucht das Projektteam mit Hilfe moderner analytischer Methoden zuerst Gefüge, Mikrostruktur und chemische Eigenschaften von Komplexerzen aus Sachsen. Sie enthalten Elemente wie Indium (In), Wolfram (W), Zinn (Sn) oder Zink. Die aus den Untersuchungen gewonnenen Informationen dienen dazu, die einzelnen Prozessschritte und Methoden in einer umfassenden Systemanalyse zu betrachten und gemeinsam in einem Computermodell zu optimieren. Das Modell soll Vorhersagen darüber treffen, wie und mit welchem Aufwand die Minerale in Kombination mit unterschiedlichen Verfahren am effektivsten aufbereitet werden können. Getestet werden die Ergebnisse an einer mehrere Tonnen schweren Großprobe aus der Lagerstätte Tellerhäuser im Erzgebirge.

Das auf drei Jahre angelegte Projekt "AFK" wird seit Mai 2015 vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) mit fast zwei Millionen Euro unterstützt. Es ist Teil des Förderschwerpunktes „r4- Innovative Technologien für Ressourceneffizienz- Forschung zur Bereitstellung wirtschaftsstrategischer Rohstoffe“ im Rahmenprogramm „Forschung für Nachhaltige Entwicklung (FONA)“


Projekttitel: Aufbereitung feinkörniger polymetallischer heimischer In/W/Sn-Komplexerze (AFK)

Projektpartner:

Laufzeit: 01.08.2015 - 01.07.2018

Fördersumme: 1.400.000 Euro

Förderkennzeichen: 033R128

Fördermaßnahme: r4- Innovative Technologien für Ressourceneffizienz- Forschung zur Bereitstellung wirtschaftsstrategischer Rohstoffe

Gefördert von:

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