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Glossar


B

Bragg-Gleichung

Die Bragg-Gleichung, auch Bragg-Bedingung genannt, wurde 1912 von William Lawrence Bragg und seinem Vater William Henry Bragg entwickelt, die dafür beide 1915 den Nobelpreis erhielten. Sie stellt die Voraussetzung für konstruktive Interferenz von Wellen bei Streuung an einem dreidimensionalen Gitter dar. Sie hat praktische Bedeutung bei der Interpretation von Bildern, die durch Streuung von Röntgenstrahlung an kristallinen Festkörpern entstehen. Mit ihrer Hilfe lässt sich die Struktur des Materials auf atomarer Ebene ermitteln. Das Analogon zur Bragg-Bedingung im reziproken Raum ist die Laue-Bedingung. (Wikipedia) - Pulver-Röntgendiffraktometrie (RDA)


F

Fluoreszenz

Fluoreszenz ist das spontane Ausstrahlen von Licht kurz nach der Anregung eines Materials, also beim Übergang eines elektronisch angeregten Systems in einen Zustand niedrigerer Energie. Im Gegensatz zur Phosphoreszenz ist die Fluoreszenz dadurch gekennzeichnet, dass sie nach dem Ende der Bestrahlung rasch (meist innerhalb einer millionstel Sekunde) endet. Bei der Phosphoreszenz hingegen kommt es zu einem Nachleuchten, das von Sekundenbruchteilen bis hin zu Stunden dauern kann.

Sowohl Fluoreszenz als auch Phosphoreszenz sind Formen der Lumineszenz (kaltes Leuchten). - Laserinduzierte Fluoreszenz


I

Innerer Standard

Wenn Verluste von Probenbestandteilen oder andere systematische Fehler während der Probenvorbereitung oder der Analyse zu erwarten sind, wird die Anwendung eines inneren Standards (= interner Standard) notwendig.

Die Substanz, die als innerer Standard Verwendung findet, ist eine probenfremde Komponente, die dem Analyten meist chemisch ähnlich, aber nicht mit ihm identisch ist. Sie wird in bekannter Konzentration zu jeder Probe und jedem Standard hinzugefügt. Sie dient also als relative Bezugsgröße. Wenn der innere Standard seine Konzentration verändert hat, wird angenommen, dass sich die Konzentration des Analyten in gleicher Weise verändert hat. Daher ist die Wahl der Substanz für den inneren Standard von ganz entscheidender Bedeutung.

Die Mischungen, die als Kalibrierstandards gemessen werden, bestehen folglich aus den Komponenten, die bestimmt werden sollen (Analyten) und der inneren Standardkomponente. - Pulver-Röntgendiffraktometrie (RDA)


R

Rietveld-Methode

Die Rietveld-Methode ist ein vom niederländischen Physiker Hugo Rietveld (*1932) 1966 ursprünglich zur Kristallstrukturanalyse polykristalliner Proben mittels Neutronenstrahlung entwickeltes Rechenverfahren. Sie wird seit 1977 auch für Untersuchungen mit Röntgenstrahlung verwendet. Seit Mitte der 1970er Jahre wird die Rietveld-Methode auch zur quantitativen Phasenanalyse, also zur quantitativen Bestimmung der kristallinen Komponenten einer pulverförmigen Probe, eingesetzt. (Wikipedia) - Pulver-Röntgendiffraktometrie (RDA)


S

Solventextraktion

Bei der Solventextraktion werden  Metallionen in ein mit Wasser nicht mischbares, organisches Lösungsmittel überführt. Das organische Lösungsmittel enthält gelöste Substanzen, die eine starke Verbindung mit den Metallionen eingehen können. Anschließend muss das Metall durch eine andere wässrige Phase, zum Beispiel eine Säure, wieder aus der organischen Phase entfernt werden (Strippen). Durch das Einstellen entsprechender Volumenverhältnisse zwischen organischer und wässriger Phase können die Wertstoffe angereichert werden. (Lexikon der Metalle, Aurubis) - Metallurgie



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