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Dr. Robert Möckel
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Internationale Partnerschaften für nachhaltige Klimaschutz- und Umwelttechnologien und -dienstleistungen (CLIENT)

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"REE Nam Xe" Nachhaltige Aufbereitung von Seltenen Erden

Forschungsprojekt im BMBF-Förderprogramm CLIENT

Die Lagerstätte „Nam Xe“ im Nordwesten Vietnams gilt als zweitgrößtes Seltenerd-Vorkommen des Landes. Um die wertvollen Minerale auf wirtschaftliche und umweltschonende Weise fördern und zu marktfähigen Konzentraten verarbeiten zu können, benötigt das Schwellenland jedoch moderne technologische Lösungen. Die Aufbereitung ist unter anderem deshalb so aufwendig, weil die Seltenen Erden in den natürlichen Gesteinen meist nur fein verteilt und selten hochkonzentriert vorliegen. Um sie aus dem Gestein zu extrahieren, fallen unzählige Tonnen von Abraum an. Deshalb hat sich Vietnam Unterstützung aus Deutschland geholt.

Optische Sensoren und Computermodelle

Zuerst werden Gesteinsproben aus Vietnam in Freiberg mit Hilfe moderner Analysemethoden auf Zusammensetzung und Mikrostruktur untersucht. Optische Sensoren sollen das Material danach gezielt vorsortieren. Sie könnten zum Beispiel die Farbe des Materials erkennen und das taube, also nicht verwertbare Gestein mit einem gezielten Luftstrahl vom laufenden Sortierband schießen. Ziel ist es, dass die Sensoren bereits vor Ort im Bergwerk zum Einsatz kommen. Denn wenn weniger taubes Gestein in die Anlagen transportiert und dort weiterverarbeitet wird, dann spart dies Energie, Prozesschemikalien und letztlich auch Produktionskosten. Zudem enthalten solche Lagerstätten häufig Minerale mit radioaktiven Elementen wie beispielsweise Thorium, die durch die Vorsortierung teilweise schon aus dem abgebauten Gestein entfernt werden könnten. Auf diese Weise sollen weitere umweltschädigende Auswirkungen des Seltenerd-Abbaus minimiert werden - ein Aspekt, den die vietnamesischen Partner untersuchen und in das Gesamtergebnis mit einfließen lassen wollen.

Nach der Vorsortierung sollen die Erze dann zerkleinert und die einzelnen Minerale mit Hilfe sogenannter Flotationsverfahren voneinander getrennt werden. Damit schon vorher klar ist, welcher Prozessschritt sich zur weiteren Aufbereitung des Materials eignet, berechnen Mathematiker anhand von Zusammensetzung des Ausgangsmaterials und der Zwischenprodukte, welche Folgeverfahren am effizientesten sind.

Das Aufbereitungsprojekt, das auf drei Jahre – also bis Dezember 2018 – angelegt ist, wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) mit knapp 275 Tausend Euro gefördert. Es ist Teil der Fördermaßnahme CLIENT im Rahmenprogramm „Forschung für Nachhaltige Entwicklung (FONA)“. In CLIENT fördert das Bundesministerium für Bildung und Forschung die Zusammenarbeit mit Schwellenländern und unterstützt nachhaltige Klimaschutz- und Umwelttechnologien sowie die wirtschaftliche Entwicklung.


Projekttitel: Mineralogische Charakterisierung und nachhaltige Aufbereitungsstrategie für die Nam Xe Seltene Erden Lagerstätte in Vietnam

Projektpartner:

Laufzeit: 01.01.2016 - 31.12.2018

Fördersumme: 273.600 Euro

Förderkennzeichen: 033R120A-033R120B

Fördermaßnahme: CLIENT - Internationale Partnerschaften für nachhaltige Klimaschutz- und Umwelttechnologien und -dienstleistungen

Gefördert von:

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