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Online-Jahresbericht 2015

Schlaglichter

  • Januar: Europas Hochfeld-Magnetlabore gehen noch stärkere Bindung ein

Die führenden europäischen Hochfeld-Magnetlabore aus Deutschland, Frankreich und den Niederlanden gründen gemeinsam in Brüssel das European Magnetic Field Laboratory (EMFL). Sie bilden dadurch auch juristisch eine Einheit. Die vier EMFL-Gründungsorganisationen – das HZDR, das französische Centre National de la Recherche Scientifique, die Radboud Universität Nijmegen und die Foundation for Fundamental Research on Matter aus den Niederlanden – bieten mit ihren Laboren in Dresden, Grenoble, Toulouse und Nijmegen Nutzern höchste Magnetfelder sowie einzigartige Experimentiermöglichkeiten. Zum ersten President of the Council wurde der Wissenschaftliche Direktor des HZDR, Prof. Roland Sauerbrey, ernannt.


  • Februar: PET-Gerät siedelt in die Innenstadt um

PET-MRT-Ganzkörpergerät Quelle: HZDR / F. BierstedtMit dem Umzug des PET-/MRT-Geräts für Ganzkörperuntersuchungen geht eine Ära der Patientenversorgung am Zentrum für Positronen-Emissions-Tomographie (PET) des HZDR zu Ende. Die Anlage, die die PET mit der Magnetresonanz-Tomographie (MRT) kombiniert, wird in die Räumlichkeiten der Universitätsklinik Dresden umgesetzt. Mit den dortigen Forschern betreiben Wissenschaftler des HZDR die Anlage innerhalb des OncoRay-Projektes gemeinsam weiter. Dadurch soll die Versorgung von Krebspatienten in Dresden zentraler gebündelt und optimiert werden. Am bisherigen Standort Rossendorf wurden in den vergangenen 20 Jahren unter Einsatz von drei PET-Gerätegenerationen mehr als 14.000 Patienten untersucht.


  • März: Verbindungen mit China ausgebaut

Das HZDR unterzeichnet mit dem Shanghai Institute of Microsystem and Information Technology (SIMIT) ein Memorandum of Understanding. Auf dieser Basis wollen die beiden Einrichtungen eine Kooperation in den Bereichen Forschung, Ausbildung und Service aufbauen. Angestrebt wird eine langfristige strategische Zusammenarbeit des Ionenstrahlzentrums mit der chinesischen Einrichtung auf dem Gebiet der Materialmodifikation und -analytik für die Informationstechnologie. Zum Beispiel sind Projekte zu ionenbasierten Technologien für die Herstellung ultradünner Halbleiterschichten mit hoher Ladungsträgerbeweglichkeit geplant.


  • April: Vom Biolabor auf die größte internationale Industriemesse

Auf der Hannover Messe präsentieren Dr. Tobias Günther und Dr. Jürgen Hofinger Mitte April ein umweltverträgliches Beschichtungsverfahren für die Veredelung von Kunststoffoberflächen. Bisher nutzt die Industrie Chromschwefelsäure. Die Methode, die die beiden Forscher des Helmholtz-Instituts Freiberg für Ressourcentechnologie mit drei weiteren HZDR-Kollegen entwickelt haben, verzichtet auf die umwelt- und gesundheitsschädliche Chemikalie. Über die HZDR-Ausgründung Biconex wollen die Wissenschaftler nun die innovative Beschichtungstechnologie im industriellen Umfeld etablieren. Während der Gründungsphase wurde das Unternehmen durch die Förderprogramme Exist und Helmholtz Enterprise unterstützt.


  • Mai: Plakataktion veranschaulicht zeitliche Dimensionen der Endlagerung

Mit einem Kunstprojekt auf dem Dresdner Postplatz illustrieren HZDR-Forscher des Instituts für Ressourcenökologie das Thema der Endlagerung radioaktiver Abfälle. Die Lagerstätten müssen die Stoffe 1.000.000 Jahre von der Biosphäre abschirmen. Um diesen Zeitraum in einen Rahmen zu setzen, der für Menschen vorstellbar ist, entwickelten die Wissenschaftler mit dem Künstler Florian Dombois ein „Zeitseil“. Bei einem Flock of Happenings auf dem Dresdner Postplatz projizierten sie auf den 200 Meter langen Strang 1.000.000 Jahre zunächst anhand historischer Momente in die Vergangenheit, anschließend über fiktive Zeitpunkte und Zerfallsraten radioaktiver Stoffe in die Zukunft. Das Seil reicht so bis zu den Anfängen der Menschheit zurück.


  • Juni: Dresden richtet erste Deutsche Terahertz-Konferenz aus

Terahertz-Strahlung liegt im elektromagnetischen Spektrum zwischen Mikrowellen und Infrarotstrahlung. Sie eignet sich gut, um Materialeigenschaften zu untersuchen. Das Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf bietet mit der Terahertz-Quelle im ELBE-Zentrum für Hochleistungs-Strahlenquellen vielfältige Experimentiermöglichkeiten für Forscher aus aller Welt. Quelle: HZDR / F. BierstedtRund 100 Teilnehmer aus Forschung und Industrie hat die erste Deutsche Terahertz-Konferenz nach Dresden gelockt. Bei der Veranstaltung, die das HZDR gemeinsam mit dem Deutschen Terahertz-Zentrum organisiert hat, beschäftigten sie sich drei Tage lang mit Terahertz-Strahlung, die dank dem Aufbau vieler erstklassiger Strahlungsquellen in den vergangenen Jahren zunehmend populärer wird. So lässt sich diese Wärmestrahlung mit Wellenlängen zwischen einem Millimeter und zehn Mikrometern perfekt einsetzen, um neuartige Materialien zu untersuchen und Objekte zu durchleuchten. Auf diese Weise lassen sich elementare Prozesse in Materialien studieren.


  • Juli: Helmholtz-Gemeinschaft investiert 46 Mio. Euro in neue Labor-Plattform

Der Helmholtz-Senat beschließt die Einrichtung einer groß angelegten Infrastruktur für die Synthese und Entwicklung neuer Materialsysteme zur Energieumwandlung und -speicherung. Das Gesamtvolumen beträgt rund 46 Millionen Euro für 2016 bis 2020. Die Helmholtz Energy Materials Foundry (HEMF) wird vom Helmholtz-Zentrum Berlin koordiniert. Fünf weitere Zentren der Forschungsgemeinschaft beteiligen sich an der Konzeption und dem Aufbau: das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt, das Forschungszentrum Jülich, das Helmholtz-Zentrum Geesthacht, das HZDR und das Karlsruher Institut für Technologie.


  • August: Lehrjahr startet mit zehn neuen Azubis

Bei der traditionellen Lehrjahreseröffnung werden am 18. August 13 Absolventen des vergangenen Ausbildungsjahrgangs verabschiedet und zugleich zehn neue Azubis am HZDR begrüßt: Zwei Physik- sowie eine Chemielaborantin, ein Elektroniker für Automatisierungstechnik, ein Elektroniker für Geräte und Systeme, zwei Technische Produktdesigner, zwei Industriemechaniker und ein Strahlentechniker (Bachelor of Science). Den Preis für die beste Auszubildende erhielt die Biologielaborantin Lisa Bauer. Der langjährige Ausbilder für die Elektroniker für Geräte und Systeme, Steffen Winkelmann, geht in den „Ausbilder-Ruhestand“.


  • September: Aus der Praxis in die Praxis – die HZDR-Technikerakademie

Magnetspule in Nahaufnahme: Das Hochfeld-Magnetlabor Dresden erzeugt die europaweit höchsten Magnetfelder für materialwissenschaftliche Forschung. Die Magnetspulen müssen hohen Belastungen standhalten und werden im Institut entwickelt, konstruiert und gebaut. Quelle: HZDR / O. KilligMit der Technikerakademie startet das HZDR ein neues Fortbildungsprogramm, das sich speziell an die rund 200 technischen Mitarbeiter des Zentrums richtet. Dadurch sollen bestehende Weiterbildungskurse gebündelt und gezielt um neue Elemente ergänzt werden. Das Programm umfasst insgesamt sieben Themenkomplexe, die sich in einzelne Lehrgänge unterteilen: Fachkunde, Strahlenschutz, Arbeitssicherheit, Informationstechnik, Kommunikation und Sozialkompetenz, HZDR intern sowie das Expertenforum für Ausbilder. Die Akademie wird jährlich im Frühjahr und Herbst für jeweils zwei Wochen veranstaltet.


  • Oktober: Neuer Helmholtz-Präsident kommt nach Dresden-Rossendorf

Während seines Antrittsbesuchs informiert sich der neue Präsident der Helmholtz-Gemeinschaft, Prof. Otmar Wiestler, über die Forschung am HZDR. In den ersten 100 Tagen in seinem neuen Amt hat der frühere wissenschaftliche Stiftungsvorstand des Deutschen Krebsforschungszentrums (DKFZ) die einzelnen Zentren besichtigt. Wie Wiestler bei einer Ansprache an die HZDR-Mitarbeiter betont, sieht er ein großes Potential der Gemeinschaft darin, auf ihren Kompetenzfeldern den gesamten Innovationszyklus abzudecken. Weil selbst die großen Einrichtungen dies nicht allein erfüllen könnten, plädiert er für engere Kooperationen zwischen den Zentren sowie mit den Hochschulen, den anderen außeruniversitären Forschungseinrichtungen und Unternehmen.


  • November: Abschluss-Symposium der Helmholtz-Energie-Allianz in Dresden

Bei einem Abschlusssymposium präsentieren 60 Teilnehmer aus Wissenschaft und Industrie die Ergebnisse der Helmholtz-Energie-Allianz „Energieeffiziente chemische Mehrphasen-Prozesse“. Der Verbund, der sich aus sieben Partnern zusammensetzt und vom HZDR koordiniert wird, hat sich in den vergangenen dreieinhalb Jahren mit der Frage beschäftigt, wie die Effizienz von Prozessen chemischer Verfahrenstechnik gesteigert werden kann. Der Fokus lag besonders auf Reaktionsapparaten mit dem Ziel, die darin ablaufenden chemischen Synthesen zu optimieren. Hier besteht ein großes Energieeinsparpotenzial.


  • Dezember: Führende europäische Laserlabore bündeln ihre Kräfte

Laser am HZDRUm Wissenschaftlern über die Landesgrenzen hinweg einen einfachen Zugang zu Lasern zu gewährleisten, schließen sich die 30 wichtigsten Einrichtungen dieser Forschungsrichtung aus 16 Ländern in dem EU-Projekt Laserlab-Europe zusammen. Koordinator ist die Universität Lund in Schweden. Das HZDR vertritt der Direktor am Institut für Strahlenphysik, Prof. Ulrich Schramm. Die gemeinsame Forschung soll die bestehenden Infrastrukturen weiterentwickeln. Dadurch könnte Europa eine weltweit führende Rolle auf den Gebieten der Bio- und Nanophotonik sowie der Materialanalyse einnehmen.