Nachhaltigkeit von Forschungssoftware
Dr. Matthias Katerbow
Deutsche Forschungsgemeinschaft

In jeder Phase des wissenschaftlichen Arbeitens wird in vielen Disziplinen Forschungssoftware genutzt, zum Beispiel zur Generierung, Verarbeitung, Analyse und Visualisierung von Forschungsdaten. In diesem Sinne sind mit „Forschungssoftware“ die eigens zum wissenschaftlichen Erkenntnisgewinn erstellten Software-Anwendungen und Software-Bibliotheken gemeint.

Ein Teil der Forschungssoftware, die aus wissenschaftlichen Projekten hervorgeht, hat enormes Potenzial für eine breite Nutzung, die weit über die ursprüngliche Nutzung in einem einzelnen Forschungsprojekt hinausgeht. In diesem Fall entsteht ein über den eigenen Standort hinausgehender, (meist) disziplinspezifischer, aber nicht mehr projektspezifischer Bedarf für die nutzerorientierte Weiterentwicklung, Pflege, Nutzbarhaltung, Emulation, Verbreitung und Archivierung dieser Forschungssoftware.

In diesem Sinne stellt der Vortrag dar, dass zur Ermöglichung der Nachhaltigkeit von Forschungssoftware, die einem größeren Anwenderkreis zur Verfügung gestellt werden soll, der Aufbau und die Erprobung von Infrastrukturen notwendig sind.

Die Nachhaltigkeit von Forschungssoftware steht aber auch in einem größeren Zusammenhang, gerade wenn es um Nachnutzung und Reproduzierbarkeit geht. Im Vortrag wird daher die Relevanz zur Förderung von Forschungssoftware aus den grundlegenden Wissenschaftsprinzipien abgeleitet.

Abschließend werden Möglichkeiten der DFG zur Förderung der Nachhaltigkeit von Forschungssoftware vorgestellt.