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FireSim - Simulation von Einsatzszenarien für Einsatzkräfte
Motivation
Einsatzkräfte müssen auftretende Szenarien trainieren, um probat handeln zu können.
Dazu stehen u. A. folgende Möglichkeiten zur Verfügung
- (Trocken-)Training / theoretische Ausbildung
- Brandcontainer/Brandhaus
- Einsatzübungen Einzelszenarien (im realen Umfeld)
- Katastrophenschutzübungen (groß)
Alle praktischen Übungsszenarien sind mehr oder weniger aufwendig und mit realen Gefahren für
die Einsatzkräfte verbunden.
Mit Virtual Reality Systemen können Einsatzbedingungen inzwischen sehr gut nachempfunden
werden. Sie sind im Betrieb kostengünstig. Nahezu beliebige Übungsszenarien können ohne
großn Aufwand und Gefahr für die Einsatzkräfte nachgestellt werden.
Kurzbeschreibung
Immersives ("Eintaucheffekt") VRSystem, bestehend aus VRMLViewer (für die Geometriedarstellung),
monoskopische Anzeige, Trackingsystem (5 Freiheitsgrade), Soundsystem und Physikengine (Löschvorgang, ...).
Die audiovisuelle Wahrnehmung wird komplett von der Umgebung entkoppelt.
Höhe und Blickrichtung der Einsatzkraft werden mit Hilfe eines elektromagnetischen Tracking-Systems ermittelt. Über einen Trittsensor
wird die Laufbewegung in horizontaler Blickrichtung simuliert werden.
Die Einsatzkraft kann sich damit frei im Einsatzgebiet bewegen (zur Zeit ohne Kollisionserkennung, d.h. das Durchschreiten einer Wand ist möglich).
Die Steuersoftware generiert Geräusche passend zum aktuellen Einsatzumfeld. Die Geräusche werden auf dem Head-Set der
Einsatzkraft wiedergegeben.
Als zusätzliches Eingabegerät kommt ein modifiziertes C-Strahlrohr zum Einsatz (die Stellung des Ventilhebels von
der Steuersoftware erfaßt). Zusammen mit einem Trackingsystem (z.B. Polhemus Liberty) kann außerdem die Lage des
Strahlrohres gemessen werden, eine physikalische korrekte Simulation (Berüsichtigung Löschmitteldruck, Luftwiderstand, ...
ist damit möglich).
Szenarien/Ereignisse
- Feuer (Flammen und Rauch, Rauchentwicklung/Vernebelung)
- Flammen als flache Textur, Flammgröße proportional zur aktuelle Wärmeabgaberate
- Rauch als flache Textur mit Transparenz, Transparenz und "Bildgröße proportional zur Masseverlustrate
- Vernebelung: Transparenz abhängig von der Höhe der Einsatzkraft (nach unten besser werdend), Vernebelung
kann durch Einsatzleiter eingestellt werden (0..100 %)
- es werden ebenfalls Brandgeräusche erzeugt (Lautstärke abhängig vom Abstand zum Brandherd)
- Brandbekämpfung
- modifiziertes C-Strahlrohr; Drehschalter in der Konsole, Ventilstellung wird erkannt
→ Wasser halt, Vollstrahl, Sprühstrahl
- (wenn vorhanden, hier Teststellung Polhemus Liberty durch VRLogic) kann die
Lage des Strahlrohres mit einem 6 DOF Trackingsystem erfaßt werden (Auswurfwinkel, Auswurfrichtung);
die Modellierung des Auswurfparabel erfolgt unter Berücksichtigung von: Löschmitteldruck, Fördervolumen,
Luftwiderstand
- Simulierbare Löschmittel: Wasser, Schwerschaum, Mittelschaum
- die Simulation von Leichtschaum und CO2 erfordert andere mechanische Beschreibungen (Kompression!) und wird
hier z.Z. nicht berücksichtigt
- Löschverhalten: Energieabsorption bei Loeschmitteleintrag, (visuelle) Rückmeldung; Flammengröße, ...
- Explosion
- z.Z. nur Audio-Darstellung, d.h. Explosionsgeräsche
- Strahlenquelle
- Spezifikation von Strahlenquellen (Aktivität und Lage)
- die Steuersoftware simuliert eine Meßlanze und stellt die Aktivität aller Quellen als Superposition
sowohl als Textinformation (→ HUD - head up display) als auch als Tonfolge wie bei der Verwendung der Meßlanze
dar
- (verletzte, immobile) Personen
- immobile (verletzte) Personen können als Bild im Einsatzgebiet dargestellt werden
- abhängig vom Verletzungsgrad erzeugt die Software Schreie und andere passende Geräsche;
(Lautstärke abhängig vom Abstand zur Person)
- eine Simulation mobiler Personen ist im Moment noch nicht möglich
- Einsatzgeräusche
- Einsatzgeräsche wie Sirenen, Martinshörner, ...
- Funkverkehr
- Einsatzleiter und Einsatzkraft können über eine Audioverbindung direkt miteinander kommunizieren
(Simulation Funkverkehr)
aktuelle Erweiterungen
- Integration HMD eMagin Z800 inklusive Nutzung des Trackers
- Integration Datenhandschuh PowerGlove P5
- 22.12.2009 Simulation Löschverhalten (0. Modellierungsversuch, Löschversuch)
- 20.1.2010 Nutzung Polhemus Patriot als Tracker für Kopfbewegung und Löscheinrichtung (modifizierte C-Strahlrohr)
- 22.2.2010 Simulation Teleprobe FH40G-A
geplante Erweiterungen
- Kopplung mit FDS (Fire Dynamics Simulator) Daten zur physikalisch korrekten Darstellung
des Brandverlaufes
- (automatische) Protokollierung einsatzrelevanter Ereignisse (z.B. Funkverkehr, Aktionen der Einsatzkraft, ...)
- Simulation von Leichtschaum und CO2, möglicherweise Pulver
Softwarevorraussetzungen
Die Simulationssoftware kann auch unabhängig vom hier beschriebenen System betrieben werden und
unterstützt neben der monoskopischen Darstellung auch passive und aktive Stereoskopie.
- Betriebssystem: Linux
- Qt (für Steuerkonsole)
- C++ Compiler
- Hardware: 3D Beschleunigerkarte, OpenGL Unterstützung;
Die Codes können direkt bei mir abgerufen werden und unterstehen der GPL.
screen-shots
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| Brandbekämpfung |
Strahlenschutzeinsatz |
Menschenrettung |
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| Eigenschaften Brandherd |
Eigenschaften Löschgerät |
Taktikdisplay für Einsatzleiter |
Dokumente und Verweise
Poster
Kontakt
Nils Schmeißer
Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf
Informationstechnologie
Tel: 0351/260-2207
e-mail: n.schmeisser(at)hzdr.de
Hinweis an Abzeichensammler: Die Werkfeuerwehr Rossendorf hat kein Abzeichen.
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