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Vergleich einer 2D- und 3D-basierten ROI-Auswertung beim F-18-DOPA-Hirn-PET in einem Normalkollektiv

Oehme, L.; Hofheinz, F.; Wolz, M.; Pötzsch, C.; van den Hoff, J.; Kotzerke, J.
Ziel/Aim:
Die in der Parkinsondiagnostik relevanten Strukturen, Nucleus caudatus und Putamen, sind komplexe dreidimensionale Strukturen. Ziel der Untersuchung war es, die Ergebnisse der bisherige 2D-basierte ROI-Auswertung (CAPP-Software, Siemens/CTI) mit einer ROI-Auswertung im 3D-Datensatz (Softwarepaket ROVER, ABX Radeberg) zu vergleichen.

Methodik/Methods:
Ausgewertet wurden neun F-18 -DOPA-Hirn-PET-Datensätze gesunder Kontrollpersonen (positives BfS-Gutachten und Ethikvotum). 60 min nach 150 mg Carbidopa per os sowie nach 10 min Transmissionsmessung erfolgte die dynamische Akquisition über 90 min mit Injektion von 185 MBq F-18-DOPA i.v. (ECAT EXACT HR+, Siemens/CTI). Die Auswertung erfolgte in einem Pseudo-2D-Verfahren (Summenbild 10-90min p.i., Ausrichtung Putamen horizontal, Addition von 4 Schichten auf Höhe von Nucl. Caudatus und Putamen, Positionierung von ROIs vordefinierter Größe und Anzahl über Nucl. Caudatus, Putamen, Referenzgewebe occipital) und in einem 3D-Datensatz (freie Positionierung o.g. ROIs vordefinierter Größe und Anzahl in allen 3 Raumebenen). Die Dopamin-Einstromraten wurden mittels Patlak-Analyse bestimmt. Beide Auswerteverfahren wurden verblindet von zwei Untersuchern ausgeführt. Verglichen wurden die Abweichungen innerhalb einer Auswertemethode zwischen den Untersuchern (U1, U2) sowie die Abweichungen zwischen den zwei Auswertemethoden (2D, 3D).

Ergebnisse/Results:
Die Auswertung mit der 3D-Methode war schneller und wurde als einfacher empfunden. Weder innerhalb einer Auswertemethode zwischen den 2 Untersuchern noch zwischen den 2 Auswertemethoden eines Untersuchers waren signifikante Unterschiede zu finden. Über das Kollektiv gemittelt betrugen die Einstromraten (1/min, m+/-sd) für U1-2D; U2-2D; U1-3D; U2-3D: Nucl. Caudatus rechts 0,0181+/-0,0010; 0,0174+/-0,0018; 0,0175+/-0,0022; 0,0174+/-0,0017; Nucl. Caudatus links 0,0185+/-0,0013; 0,0180+/-0,0019; 0,0179+/-0,0013; 0,0183+/-0,0020; Putamen rechts 0,0185+/-0,0006; 0,0180+/-0,0018; 0,0185+/-0,0013; 0,0185+/-0,0017; Putamen links 0,0185+/-0,0013; 0,0180+/-0,0018; 0,0182+/-0,0018; 0,0183+/-0,0015. Die relativen Abweichungen (Differenz/Summe) liegen für alle Paarvergleiche jeweils (gemittelt über alle ROIs) innerhalb +/-2 % (sd < 5 %), allerdings gibt es auch Ausreißer mit Unterschieden größer als +/- 10 %.

Schlussfolgerungen/Conclusions:
Die 2D- als auch die 3D-basierte Auswertung mittels Standard-ROIs definierter Anzahl und Größe lieferten in diesem Normalkollektiv vergleichbare Ergebnisse, wobei die 3D-Methode einen geringeren Zeitbedarf erfordert und als einfacher empfunden wird. In einem weiteren Schritt werden beide Auswertemethoden auf Datensätze von Patienten mit M. Parkinson mit unterschiedlicher Krankheitsintensität angewendet, um die Variabilität der Ergebnisse in Abhängigkeit von Auswertemethode und Untersucher abschätzen zu können.
  • Poster
    46. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Nuklearmedizin, 23.-26.04.2008, Leipzig, Germany
  • Abstract in refereed journal
    Nuklearmedizin 47(2008)2, A108

Permalink: https://www.hzdr.de/publications/Publ-11304
Publ.-Id: 11304