Das HZDR bei der Dresdner Langen Nacht der Wissenschaften am 26. Juni 2024

„Wo Neugier Wissen schafft“


Termin: 26. Juni 2026, 17 bis 24 Uhr

Veranstaltungsorte:

  • Hochschule für Technik und Wirtschaft, Friedrich-List-Platz 1, 01069 Dresden
  • Untertagelabor im Dresdner Felsenkeller, Am Eiswurmlager 12, 01189 Dresden
  • COSMO Wissenschaftsforum, Schlossstraße 2, 01067 Dresden

Webseite: https://www.wissenschaftsnacht-dresden.de/


#Faszination Forschung: MATERIE

Foto: Dresdner Lange Nacht der Wissenschaften am 8. Juli 2022: Das HZDR im Hörsaalzentrum der TU Dresden ©Copyright: André Wirsig

Bild: HZDR/André Wirsig

Detektivarbeit mit dem Beschleuniger: Wie lassen sich mit seltenen Atomen Umweltprozesse verfolgen?

Wie funktioniert Datierung über radioaktiven Zerfall? Erfahren Sie, wie man mit chemischer Trennung von Elementen und Messung von seltenen Atomen im Beschleuniger neue Erkenntnisse über Umweltprozesse wie Wasserströmungen und Ablagerungen in Flüssen und Meeren gewinnt.

Anziehende Wissenschaft: Magnetismus zum Anfassen, Staunen und Begreifen

Tauchen Sie ein in die Welt des Magnetismus! Erleben Sie Experimente mit unterschiedlichen magnetischen und supraleitenden Materialien und lassen Sie selber massive Gegenstände schweben.

  • Fliegende Pfannen und echte UFOs – Magnetische Kräfte im Gleichgewicht
  • Magnetischer Kühlschrank – Voll cool: ein magnetischer Kreislauf
  • Hochtemperatur-Supraleiter auf der Halfpipe

Virtuelle Laborführung durch das Hochfeld-Magnetlabor

Kommen Sie mit auf eine virtuelle Führung durch ein Labor, das Materialforschung unter extremen Bedingungen ermöglicht. Unsere neue 3D-Tour lässt Sie glauben, sie stünden in Rossendorf im Labor.  Lassen Sie sich von unseren Wissenschaftler*innen erklären, was dort geschieht.

Moiré-Glücksrad

Anhand des Experiments können Besucher*innen selbst den Moiré-Effekt enstehen und wieder verschwinden lassen. Dazu wird mittels Überlagerung von zwei identischen periodischen Mustern ein neues Raster erzeugt, das ganz neue Eigenschaften zeigt. Eine wundersame optische Verdrehung entsteht. Im Alltag wird jeder schon einmal auf Fotografien diesen Effekt gesehen haben. Und wer weiß, vielleicht gelingt es den Besucher*innen das preiswürdige gesuchte Muster zu finden.

Was brennt in der Sonne? Führungen ins Untertagelabor im Dresdner Felsenkeller

Foto: Beschleuniger im Felsenkeller_1 ©Copyright: HZDR/André Wirsig

Bild: HZDR/Daniel Bemmerer

Führungen 17-23 Uhr | Am Eiswurmlager 12, 01189 Dresden | Stollen VIII und IX

Die Sonne gewinnt ihre Energie durch die extrem langsam, über Milliarden Jahre ablaufende Fusion von Wasserstoff zu Helium. Um diese Prozesse im Labor zu untersuchen, sind Messungen an besonders abgeschirmten Orten notwendig. Der Dresdner Felsenkeller, ehemals Eislager der Felsenkellerbrauerei, ist zurzeit das am besten abgeschirmte Untertagelabor Deutschlands. Das HZDR und die Technische Universität Dresden betreiben in den historischen Stollen VIII und IX – vor kosmischer Strahlung geschützt – einen kleinen Teilchenbeschleuniger, um unter anderem die Prozesse bei der Kernfusion in der Sonne zu untersuchen.

Die Besichtigungen finden von 17 bis 23 Uhr alle 10 Minuten statt.

  • Dauer: ca. 30 Minuten
  • max. 15 Personen

Die Sonderlinie N6 verkehrt am 26. Juni alle 45 Minuten zwischen den Haltestellen Plauen Nöthnitzer Straße und Felsenkeller.


#Faszination Forschung: ENERGIE

Foto: Dresdner Lange Nacht der Wissenschaften am 8. Juli 2022: Das HZDR im Hörsaalzentrum der TU Dresden ©Copyright: HZDR/André Wirsig

Bild: HZDR/André Wirsig

Alles strahlt – Messarbeiten im Badezimmer

Strahlung ist überall – am Beispiel eines Badezimmers können Messungen selbst getätigt werden. Die Ergebnisse der Messungen werden anhand Bananen äquivalenten anschaulich erklärt. Mitmachstation für jedes Alter.

Alles strahlt – Unsichtbares sichtbar machen

Strahlung ist überall – egal, ob als kosmische Teilchen, die auf die Erde treffen, oder in Form von natürlichen Radionukliden, die sich in Böden, Gesteinen oder der Luft befinden. Wir können Strahlung nicht spüren oder sehen, aber sichtbar machen. Die Nebelkammer zeigt die Spuren elektrisch geladener Teilchen und gibt Auskunft über deren Art und Entstehung.

Induktive Messtechniken – Experimente mit flüssigen Metallen und klitzekleinen Magnetfeldern

Verschiedene Mitmach- und Selbstmach-Experimente laden zum Erfahren von elektromagnetischen Wechselwirkungen ein. Die Wissenschaftler*innen der Arbeitsgruppe „Induktive Messtechniken“ des Helmholtz-Zentrums Dresden-Rossendorf erklären das Phänomen Induktion, wie sie es nutzen, um Kenntnis über Strömungen in flüssigen Metallen zu erlangen, und wieso induktive Messtechniken wichtig für die Energiewende sind.

Ein virtueller Blasenspielplatz

Es sind häufig die kleinen Dinge, die uns in der Wissenschaft Rätsel aufgeben oder deren Verständnis uns große Anstrengungen abverlangt. Ein schönes Beispiel dafür sind Blasen, beispielsweise Luftblasen im Wasser, deren komplexe Physik eine große Herausforderung darstellt. Dabei sind Blasen ein beliebtes und häufig eingesetztes Mittel, um technische Prozesse zu verbessern oder erst zu ermöglichen. Tiefe Einblicke in die ablaufenden Prozesse erlauben numerische Simulationen, wobei dafür die größten Hochleistungsrechner zum Einsatz kommen. Am Stand haben Sie die Möglichkeit, mit den Wissenschaftler*innen über die grundlegende Physik von Gasblasen, Simulationsmethoden und neueste Erkenntnisse zu diskutieren. Als besonderes Highlight können Sie live in eine laufende Simulation eingreifen und durch Veränderung von Simulationsparametern verschiedene Blasenaufstiegsgeschwindigkeiten und -formen erzeugen.


Foto: Mit radioaktiven Arzneimitteln den Krebszellen auf der Spur ©Copyright: HZDR

Bild: HZDR/André Wirsig

#Faszination Forschung: GESUNDHEIT

Radiopharmazeutische Krebsforschung – Mit radioaktiven Arzneimitteln den Krebszellen auf der Spur

An unserem Stand erfahren Sie, wie mit Hilfe radioaktiver Arzneimittel Krebs erforscht, diagnostiziert und behandelt wird. Außerdem zeigen wir, wie ein Generator-Modell zur Gewinnung von Radionukliden sowie ein Synthesemodul zur Herstellung radioaktiver Arzneimittel funktioniert. Bei uns können sich Besucher*innen im Pipettieren von Zellkulturmedium mit pH-Indikator probieren und einen Blick durch ein Mikroskop werfen sowie im Lauf gegen die Zeit eine Bleiburg bauen. Stellen Sie sich der Herausforderung!


Der HZDR-Förderverein stellt sich vor: Geschichte und Gegenwart des Forschungsstandorts Rossendorf

Werfen Sie einen Blick in die fast 70-jährige Geschichte des Forschungsstandorts Rossendorf – vom Zentralinstitut für Kernphysik zum modernen Großforschungszentrum. Der HZDR-Förderverein hat sich im Jahr 2023 gegründet, um den Austausch mit der Gesellschaft und verschiedene Aktivitäten des Helmholtz-Zentrums Dresden-Rossendorf zu befördern. Wir möchten mit Ihnen ins Gespräch kommen und testen, wie gut Sie den Forschungsstandort kennen. Wann wurde der Forschungsreaktor eingeweiht? Was wurde in Rossendorf für die gesamte DDR und auch den Westen produziert? Wann war der Rückbau des Forschungsreaktors vollständig abgeschlossen? Machen Sie mit und stellen Sie Ihr Wissen im Quiz auf die Probe.


Experimentieren für Kinder und Jugendliche


Experimente für Groß und Klein mit dem Schülerlabor DeltaX

Spektroskopie, Polarisation und Interferenz – wir begeben uns in die erstaunliche Welt des Lichts und entdecken, was physikalisch dahinter steckt.

Bubble Hero – Spiele deine eigene Blasenmelodie

Die Effizienz industrieller Prozesse, die komplexe Strömungen aus mehreren Phasen – zum Beispiel Flüssigkeit und Gas – beinhalten, wird durch die Art und Weise bestimmt, wie die verschiedenen Phasen miteinander in Kontakt stehen. Beispiele hierfür finden sich etwa in der chemischen Technik, im Bergbau, in der Medizin, in der Lebensmittelproduktion sowie in der Wasser- und Abwasseraufbereitung. Bei Gas-Flüssigkeits-Systemen besteht eine bewährte Methode zur Intensivierung des Kontakts zwischen den Phasen darin, Gasblasen in einem flüssigen Medium zu dispensieren. Die Effizienz hängt dabei direkt von der Größe der Blasen ab, wobei kleinere Blasen normalerweise eine höhere Effizienz ergeben. Die Erzeugung feiner Bläschen ist jedoch eine Herausforderung. Das aktuelle Experiment basiert auf der Bildung von Blasen durch Modulation in der Gasphase. Wir erklären die Bildung von Blasen anhand eines einfachen und intuitiven praktischen Experiments.

Foto: Dresdner Lange Nacht der Wissenschaften am 8. Juli 2022: Das HZDR im Hörsaalzentrum der TU Dresden 19 ©Copyright: André Wirsig

Bild: HZDR/André Wirsig

Sternenspektroskopie: Was das Licht über die Sterne verrät

Aus dem Licht der Sterne lassen sich durch Spektroskopie viele Informationen gewinnen, zum Beispiel über das Alter, die Temperatur, die Zusammensetzung und die Bewegungsrichtung der Sterne. Am Stand der Sternwarte Dresden-Gönnsdorf wird dies mit einfachen Experimenten demonstriert. Zusätzlich kannst du interessante Einblicke in das Weltall gewinnen.


Vorträge in der Hochschule für Technik und Wirtschaft Dresden (HTWD)


  • Die Physik schwarzer Löcher – wissenschaftliche Erkenntnisse über die extremsten Orte des Universums

Dr. Friedemann Queißer

Anhand wichtiger Etappen der Geschichte der Physik geht der Vortrag der Frage nach, wie wir zu unserem heutigen Bild von schwarzen Löchern gelangt sind und welche interessanten physikalischen Eigenschaften diese aufweisen.

18:00 – 18:30 Uhr, S-Gebäude, Raum S 239


  • Lichtverschmutzung. Einflüsse auf Lebewesen und was kann ich tun?

Sicco Bauer

 Seit Jahren nimmt die nächtliche künstliche Beleuchtung und damit die Helligkeit des Nachthimmels zu. Dieses Phänomen wird auch als Lichtverschmutzung bezeichnet. Sie stört dabei nicht nur die Beobachtung des Sternenhimmels, sondern hat auch negativen Einfluss auf die Tier- und Pflanzenwelt sowie auf Menschen. Die Erforschung der Ursachen und Auswirkungen von künstlichem Licht – auch mithilfe von „Citizen Science“, den sogenannten Bürgerwissenschaften – wird immer umfangreicher.

18:30 – 19:00 Uhr, S-Gebäude, Raum S 239


  • Elektrifizierung in der Prozessindustrie

Dr. Sven Eckert

 Die Prozessindustrie, bisher stark von Kohle und Gas abhängig, steht durch Energiewende und Kostendruck unter Zugzwang. Ihre Elektrifizierung mit Strom aus erneuerbaren Quellen bietet großes CO2-Einsparpotenzial. Besonders relevant ist dies für die Zementindustrie, die rund acht Prozent der globalen menschengemachten Emissionen verursacht. Der Vortrag zeigt Wege zur Dekarbonisierung.

19:00 – 19:30 Uhr, S-Gebäude, Raum S 239


  • Die Entstehung der Bausteine des Lebens

Dr. Konrad Schmidt

 Wir Menschen und alles, was uns umgibt, bestehen aus chemischen Elementen, die kurz nach dem Urknall und in den Tiefen der Sterne entstanden sind. Wissenschaftler auf der ganzen Welt erforschen diese faszinierenden Entstehungsprozesse, unter anderem im Untertagelabor Felsenkeller Dresden, das vom HZDR und der TU Dresden gemeinsam betrieben wird.

19:45 – 20:15 Uhr, S-Gebäude, Raum S 239


  • Radiopharmazie – Wie hilft ionisierende Strahlung bei der Diagnostik und Therapie von Krebs?

Karl Anger

Aufgrund der hohen Komplexität und Variabilität von Tumorerkrankungen gewinnen in der Pharmazie zunehmend Therapiestrategien an Bedeutung, die auf den jeweiligen Patienten zugeschnitten sind. Voraussetzung sind genaue Kenntnisse über Entstehung und Biologie der Tumoren. Bildgebende Verfahren wie PET und SPECT sind wichtige Instrumente zur Lokalisation und Grundlage für Radionuklidtherapien. Wir zeigen, wie entsprechende Mechanismen erforscht und Substanzen entwickelt werden.

20:15 – 20:45 Uhr, S-Gebäude, Raum S 239


  • Was Radioaktivität mit Donuts zu tun hat

Dr. Johannes Raff

Der Vortrag gibt anschaulich Einblicke in die Wirkungsweise von radioaktiver Strahlung und ihrer Bedeutung für die Umwelt und den Menschen anhand verschiedener Beispiele aus der Forschung und dem Alltag.

20:45 – 21:15 Uhr, S-Gebäude, Raum S 239


  • Eine anschauliche Reise durch die Magnetohydrodynamik

Dr. Gerrit Horstmann

 Eine anschauliche Einführung in die Magnetohydrodynamik – ein Forschungsgebiet, das untersucht, wie sich strömende Flüssigkeiten und Gase mit magnetischen Feldern gegenseitig beeinflussen. Neben technischen Anwendungen stehen große Fragen der Geo- und Astrophysik im Mittelpunkt: Woher stammen die Magnetfelder von Erde und Sonne? Am HZDR untersuchen wir diesen Dynamo-Prozess experimentell mit der Großforschungsanlage DRESDYN, in der wir einen über 100 Tonnen schweren Kreiseldynamo betreiben.

21:30– 22:00 Uhr, S-Gebäude, Raum S 239


  • Mit extremen Laserblitzen auf der Suche nach den fliegenden Pferden der Quantenphysik

Prof. Sebastian F. Mährlein

DALI hat das Potenzial, eine weltweit einzigartige, auf beschleunigten Elektronen basierende Hochfeld-Strahlungsquelle für intensive Terahertz-Strahlung zu werden. Ihr Zweck: die experimentelle Untersuchung und Steuerung von Materialien auf ultraschnellen Zeitskalen. In diesem Einführungsvortrag wird erklärt, wie wir uns mit diesen ultraschnellen Laserschüssen auf die Suche nach den fliegenden Pferden der Quantenphysik begeben.

22:00 – 22:30 Uhr, S-Gebäude, Raum S 239


  • Materie aus Licht

Dr. Christian Kohlfürst

Wissenschaftliche Erkenntnisse über den Zusammenhang von Masse und Licht

22:30 – 23:00 Uhr, S-Gebäude, Raum S 239