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HZDR: Partner at "Network Dresden - City of Science"

In 2006, the city of Dresden carried the title "City of Science", and founded the network Dresden - City of Science, which has been active ever since. One popular event supported by the network partners in Dresden is the Dresden Long Night of Sciences.


"Charter of Diversity"

HZDR is a member of the "Charter of Diversity", an initiative encouraging diversity in business companies and public institutions. It is supported by the German federal government, the chancellor of Germany being its patron.

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„Tumore ins Herz treffen.“
Verstärkung bei Dresdner Zentrum OncoRay

„Wenn wir die pathophysiologischen Mechanismen im Körper verstehen, können wir den Tumor besser erkennen und behandeln – ihn quasi ins Herz treffen.“ So lautet die Maxime von Prof. Leoni Kunz-Schughart (42). Sie hält ihre Antrittsvorlesung mit dem Titel „Tumor-Pathophysiologie: Alter Hut oder neue Herausforderung?“ am Donnerstag, 18.01.2007, um 16:30 Uhr im Gebäude 31 (OncoRay – Konferenzraum, DG) der Medizinischen Fakultät der TU Dresden.

Prof. Kunz-Schughart verstärkt mit ihrer Forschungsgruppe „Tumorpathophysiologie“ das Team von OncoRay, dem Dresdner Zentrum für Innovationskompetenz für Medizinische Strahlenforschung in der Onkologie. Die Tumorpathophysiologie ist ein Teilgebiet der Biologie im Grenzbereich zur Medizin. Sie beschreibt, welche Besonderheiten Tumore und Metastasen im Vergleich zu gesunden Geweben aufweisen, und wie diese diagnostisch und therapeutisch ausgenutzt werden können.

Dafür beschäftigen sich Leoni Kunz-Schughart und ihr Team aus zwei Postdocs und zwei Medizinisch-Technischen Assistenten mit dem Tumor und seiner gesunden Umgebung. Die Wissenschaftlerinnen erhoffen sich detaillierte Erkenntnisse über Tumorstoffwechsel und Tumormilieu, also wie genau sich Krebszellen ernähren, wie die Nährstoffversorgung im Vergleich zum gesunden Gewebe aussieht und wie dies die Therapie beeinflusst. Leoni Kunz-Schughart: „Wenn wir diese Funktionsmechanismen verstehen, können wir die Behandlung von Krebspatienten optimieren. Beispielsweise sind sauerstoffunterversorgte Zellen resistenter gegen Bestrahlung, die Effizienz der strahlentherapeutischen Behandlung hängt also mit vom Sauerstoffgehalt in der Zelle ab. Wenn wir dies für einen individuellen Patienten wissen, können wir die Strahlentherapie entsprechend anpassen und damit die Ergebnisse verbessern.“

Ziel der OncoRay-Wissenschaftler ist es, die individuelle Beschaffenheit der Tumore so exakt wie möglich zu diagnostizieren, um sie präziser und effektiver durch eine Strahlen- oder Kombinationstherapie behandeln zu können. Für Prof. Michael Baumann, Sprecher von OncoRay, ergänzt die Arbeit der Forschergruppe „Tumorpathophysiologie“ ideal die bereits installierten drei Forschergruppen: „Wir freuen uns, dass Prof. Kunz-Schughart den Ruf nach Dresden angenommen hat. Damit rücken wir unserer Vision, die Heilungschancen für Krebspatienten entscheidend zu verbessern, ein großes Stück näher.“

Kurzvita Prof. Leoni Kunz-Schughart:
Leoni Kunz-Schughart wurde 1964 in Frankfurt am Main geboren. Sie studierte von 1983 bis 1989 Humanbiologie in Marburg. Ihre Promotion schloss sie 1992 an der Universität Mainz ab. Nach mehrjähriger Forschungstätigkeit in Mainz, Regensburg und Los Alamos (NM, USA) habilitierte sie 2002 auf dem Gebiet der heterogenen Zell-Interaktion im humanen Mammakarzinom. Leoni Kunz-Schughart ist verheiratet, hat 2 Kinder und lebt inzwischen in Dresden.

Prof. Leoni Kunz-Schughart (OncoRay)

Prof. Leoni Kunz-Schughart
Foto: Koch/OncoRay

Pressekontakt:
Dr. Christine Bohnet
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Forschungszentrum Dresden-Rossendorf (FZD)
Tel.: 0351 260 - 2450 oder 0160 969 288 56
Fax: 0351 260 - 2700
Dr. Christine Bohnet

Anja Hesse-Grunert
Pressereferentin OncoRay
Tel. : 0170 232 12 00
Fax : 0351 458 73 11
Anja Hesse-Grunert

 

Weiterführende Information:
Etwa 415.000 Menschen erkranken jedes Jahr allein in Deutschland an Krebs. Bei mehr als 50 Prozent der Patienten kommt die Strahlentherapie zum Einsatz. Bei 40% aller Heilungen von Krebserkrankungen ist die Strahlentherapie die alleinige Behandlung oder wesentlicher Bestandteil der Therapie. Die Vision des Dresdner Zentrums OncoRay ist es, die Heilungschancen von Krebspatienten zu verbessern.

Das Zentrum für Innovationskompetenz für die medizinische Strahlenforschung in der Onkologie, kurz „OncoRay“, ist ein Zusammenschluss von drei Dresdner Einrichtungen: Technische Universität Dresden, Forschungszentrum Dresden-Rossendorf und Universitätsklinikum Dresden. Es ist an der Medizinischen Fakultät Carl Gustav Carus der TU Dresden angesiedelt und wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung sowie vom Freistaat Sachsen mit bislang rund 13 Millionen Euro gefördert. Insgesamt arbeiten in verschiedenen Arbeitsgruppen, von denen 4 vollständig neu eingerichtet wurden, etwa 40 Wissenschaftler gemeinsam an folgenden Fragestellungen:

  • Grundlegendes Verständnis von Krebsentstehung und -wachstum
  • Bessere Darstellung von Tumoren und Metastasen mit bildgebenden Verfahren und auf molekularer Ebene
  • Entwicklung von biologischen Medikamenten, die spezifisch die Wirksamkeit von Strahlen auf Tumorzellen erhöhen oder gesunde Gewebe vor Strahlen schützen
  • Technologisch optimale, individuelle Bestrahlung von Tumoren und Metastasen

Kontakt:
Prof. Michael Baumann – Sprecher von OncoRay
OncoRay® - Center for Radiation Research in Oncology
Medizinische Fakultät Carl Gustav Carus der TU Dresden
Fetscherstr. 74, 01307 Dresden
Tel.: 0351 458 - 5288
Fax: 0351 458 - 1277
michael.baumann@oncoray.de