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Nanomagnete im Labor und im Einsatz - Gaede-Preis 2009 für Rossendorfer Physiker

Die Deutsche Vakuum-Gesellschaft zeichnet Dr. Jürgen Fassbender vom Forschungszentrum Dresden-Rossendorf (FZD) für seine Arbeiten zur Ionenstrahl-Modifikation von ultradünnen magnetischen Schichten und Schichtsystemen mit dem Gaede-Preis 2009 aus. Die Verleihung findet während der Frühjahrstagung der Deutschen Physikalischen Gesellschaft (DPG) auf der Festveranstaltung am 24. März an der TU Dresden statt.

Dr. Jürgen Fassbender erhält den Gaede-Preis 2009 der Deutschen Vakuum-Gesellschaft, Forschungszentrum Dresden-Rossendorf, FZD, Institut für Ionenstrahlphysik und Materialforschung

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Der Gaede-Preis würdigt Arbeiten aus den Bereichen der Grundlagenforschung und Anwendung beispielsweise auf den Gebieten Dünne Schichten, Oberflächenphysik oder Nanostruktur-Wissenschaften und -Technik. Auf all diesen Gebieten ist Dr. Jürgen Fassbender, der im Institut für Ionenstrahlpyhsik und Materialforschung des FZD die Abteilung "Nanofunktionale Schichten" leitet, zu Hause. Zwar ist er erst seit März 2004 am FZD tätig - zunächst als Leiter einer Nachwuchsgruppe, ab 2005 dann als Abteilungsleiter -, doch kann er zusammen mit seiner Gruppe von derzeit rund 25 Mitarbeitern bereits auf außerordentliche Forschungserfolge zurück blicken.

Jürgen Fassbender nutzt Ionenstrahlen, also schnelle geladene Teilchen, um die magnetischen Eigenschaften von Festkörpern gezielt zu verändern. Indem man Fremdatome in die Oberfläche eines metallischen oder halbleitenden Werkstoffs einbringt, verändern sich dessen physikalische und chemische Eigenschaften grundlegend. Ein besonders fein gebündelter Ionenstrahl kann zudem genutzt werden, um Materialoberflächen auf der Nanometer-Skala zu strukturieren. Je dünner die Schichten, die bei Jürgen Fassbender und seinem Team teils nur aus einzelnen Atomlagen bestehen, bzw. je kleiner die Nanostrukturen, desto größer sind die auftretenden Effekte. So kann sich der Magnetismus einer ultradünnen Schicht gänzlich von dem einer dickeren Schicht des gleichen Materials unterscheiden.

Die Arbeiten von Jürgen Fassbender spannen den Bogen von der Grundlagenforschung hin zur technologischen Anwendung. So interessiert er sich für die grundlegenden magnetischen Eigenschaften von Materialien, deren Oberfläche er zunächst mit Hilfe des Ionenstrahls verändert. Daran untersucht er beispielsweise die Richtungsabhängigkeit von magnetischen Phänomenen oder den Magnetowiderstand in Schichtsystemen. Relevanz für die Industrie könnte der Einsatz von nanomagnetischen Schichten oder magnetischen Nanostrukturen für die Datenspeicherung und den breiten Bereich der Sensorik erhalten. So ist eine seiner aktuellen Publikationen dem möglichen Einsatz von superkleinen und -flachen Nanomagneten in der magnetischen Datenspeicherung gewidmet.

Die Gaede-Stiftung verleiht alljährlich gemeinsam mit der Deutschen Vakuum-Gesellschaft (DVG) den mit 7.000 Euro dotierten Gaede-Preis für hervorragende Arbeiten jüngerer Wissenschaftler aus einem der Bereiche, die von der DVG betreut werden. Die Verleihung findet am 24. März von 16.30 bis 18.30 Uhr an der TU Dresden statt.

Ausgewählte Veröffentlichungen:
1.) E. Menéndez*, M. O. Liedke*, J. Fassbender*, T. Gemming#, A. Weber~, L. J. Heyderman~, K. V. Rao+, S. C. Deevi$, S. Surinach§, M. D. Baro§, J. Sort§, J. Nogues§, "Direct Magnetic Patterning due to the Generation of Ferromagnetism by Selective Ion Irradiation of Paramagnetic FeAl Alloys", in: Small, 2009 (DOI: 10.1002/smll.200800783, Publikation im Druck). * Forschungszentrum Dresden-Rossendorf (FZD) / # Leibniz-Institut für Festkörper- und Werkstoffforschung (IFW) Dresden / ~ Paul-Scherrer-Institut (PSI), Schweiz / + Royal Institute of Technology Schweden / $ Research Center, Philip Morris USA / § Universitat Autònoma de Barcelona, Spanien.

Siehe auch die Pressemitteilung "Neues Konzept zur Herstellung magnetischer Datenspeicher aus Dresden".

2. Kuepper, K., Buess*, M., Raabe*, J., Quitmann*, C., J. Fassbender: "Dynamic Vortec-Antivortex Interaction in a Single Cross-Tie Wall", in: Physical Review Letters 99, 167202 (2007). * Swiss Light Source, Paul Scherrer Institut, Villigen, Schweiz

Siehe auch die Pressemitteilung "Magnetische Tornadoeffekte".

Weitere Informationen:
Dr. Jürgen Fassbender
Forschungszentrum Dresden-Rossendorf
Institut für Ionenstrahlphysik und Materialforschung
Tel.: 0351 260 - 3096

Pressekontakt im FZD:
Dr. Christine Bohnet
Tel.: 0351 260 - 2450 oder 0160 969 288 56
Fax: 0351 260 - 2700