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Dresdner Krebsspezialist, Professor Michael Baumann, rückt an die Spitze des Deutschen Krebsforschungszentrums

Gemeinsame Pressemitteilung vom 24. September 2016

Der Vertrag ist unterzeichnet: Professor Michael Baumann wird zum 1. November 2016 Wissenschaftlicher Stiftungsvorstand des Deutschen Krebsforschungszentrums (DKFZ) in Heidelberg, der größten biomedizinischen Forschungseinrichtung Deutschlands mit über 3.000 Mitarbeitern. Professor Baumann hat in den vergangenen Jahren als Direktor der Strahlentherapie am Universitätsklinikum Carl Gustav Carus sowie als Direktor am Institut für Radioonkologie des Helmholtz-Zentrums Dresden-Rossendorf und Direktor des OncoRay-Zentrums dem Krebsforschungsstandort Dresden internationale Strahlkraft verliehen und sich entschieden für die Allianz Dresden-Heidelberg engagiert.

Professor Michael Baumann wird zum 1. November 2016 Vorstandsvorsitzender des Deutschen Krebsforschungszentrums. Er folgt damit dem Wunsch des DKFZ-Kuratoriums, das sich zuvor einstimmig für Baumann ausgesprochen hatte. „Ich bedanke mich für das mir entgegengebrachte Vertrauen und freue mich sehr auf diese anspruchsvolle und spannende Aufgabe. Das DKFZ gehört zur absoluten Spitzengruppe der Krebsforschungszentren weltweit. Es bietet mit seinen herausragenden Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern exzellente Voraussetzungen, um die Biologie von Krebserkrankungen besser zu verstehen und um neue Diagnostik und wirksamere Therapiemethoden gegen die Volkskrankheit Krebs zu entwickeln. Über die Stärkung der grundlagenorientierten Forschung hinaus ist es eine unserer zentralen Zukunftsaufgaben, diese neuen Behandlungen noch besser auf die spezifischen Bedürfnisse der individuellen Patienten zuzuschneiden und Forschungsergebnisse den Betroffenen schneller zukommen zu lassen. Hierzu ist das DKFZ gezielte Partnerschaften mit den führenden Uniklinika in Deutschland im Bereich der Krebsforschung eingegangen, auch mit dem Universitätsklinikum Dresden“, sagt Professor Michael Baumann.

Baumann ist Professor für Radioonkologie der TU Dresden, Klinikdirektor der Strahlentherapie am Universitätsklinikum Carl Gustav Carus und gleichzeitig Direktor am Institut für Radioonkologie des Helmholtz-Zentrums Dresden-Rossendorf sowie Direktor des OncoRay-Zentrums. Er war in den vergangenen Jahren die treibende Kraft dafür, dass die Krebsforschungsstandorte Dresden und Heidelberg heute in zahlreichen Kooperationen hervorragend zusammenarbeiten. Jüngstes Beispiel dafür ist das Nationale Centrum für Tumorerkrankungen (NCT) Dresden, das seit 2015 als zweiter Standort neben Heidelberg in Partnerschaft mit dem DKFZ aufgebaut wird. „Dresden hat sich neben Heidelberg zu einem Leuchtturm in der Krebsforschung entwickelt. Die Bestellung von Professor Michael Baumann zum Wissenschaftlichen Stiftungsvorstand des DKFZ ist auch eine Auszeichnung für die Exzellenz der Dresdner Tumorforschung sowie die äußerst gute und erfolgreiche Zusammenarbeit beider Standorte“, erklärt Dr. Eva-Maria Stange, Sächsische Staatsministerin für Wissenschaft und Kunst.

Professor Michael Albrecht, Medizinischer Vorstand des Universitätsklinikums Dresden, ergänzt: „Die Zusammenarbeit mit dem DKFZ wird durch die Vorstandsfunktion von Professor Baumann, der unsere Stärken in Wissenschaft und Krankenversorgung natürlich bestens kennt und über 20 Jahre maßgeblich geprägt hat, einen zusätzlichen Schub erhalten.“

Professor Roland Sauerbrey, Wissenschaftlicher Direktor des Helmholtz-Zentrums Dresden-Rossendorf: „Das Deutsche Krebsforschungszentrum und das Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf arbeiten im Krebsforschungsprogramm der Helmholtz-Gemeinschaft eng zusammen und bündeln ihre Expertisen. Wir freuen uns darauf, mit Michael Baumann auch weiterhin eng und freundschaftlich zusammenzuarbeiten und danken ihm herzlich für sein außerordentliches Engagement für den Krebsforschungsstandort Dresden.“

„Michael Baumanns neue Position am Deutschen Krebsforschungszentrum ist eine besondere Anerkennung, die auch zeigt, dass in Dresden eine international nachgefragte Expertise in der Medizin vorhanden ist“, betont Professor Heinz Reichmann, Dekan der Medizinischen Fakultät. „Der Ausbau des NCT Dresden zu einem weltweit sichtbaren Krebsforschungszentrum bringt uns weiter voran. In diesem Rahmen werden in den nächsten Jahren neben der hervorragend aufgestellten Strahlentherapie weitere herausragende Forschungsschwerpunkte entscheidend gestärkt, zum Beispiel die Erforschung neuer Operationstechniken, modernster Krebsmedikamente und biologischer Bildgebungsmethoden“, sind sich die Vertreter der Dresdner Hochschulmedizin und des Helmholtz-Zentrums Dresden-Rossendorf, Albrecht, Reichmann und Sauerbrey, einig.

Zur Person:

Michael Baumann ist Professor für Radioonkologie und Direktor der Klinik für Strahlentherapie und Radioonkologie des Universitätsklinikums Carl Gustav Carus und seit 1990 in der Behandlung von Patienten mit Krebserkrankungen mittels Strahlentherapie tätig. Er ist Direktor des Nationalen Centrums für Tumorerkrankungen (NCT) Dresden sowie einer der beiden Co-Direktoren am HZDR-Institut für Radioonkologie und Direktor des OncoRay-Zentrums. Er ist zudem der Gründungsdirektor des Universitäts KrebsCentrums Dresden (UCC) und Sprecher des Standorts Dresden im Deutschen Konsortium für Translationale Krebsforschung (DKTK).

Baumann promovierte 1988 in Hamburg zum Doktor der Medizin. Danach war er bis Ende 1989 als Wissenschaftler im Massachusetts General Hospital an der Harvard Medical School in Boston tätig. Nach seiner Ausbildung zum Facharzt für Strahlentherapie habilitierte er 1994 in Hamburg. 1995 wechselte er als Krebsspezialist und gleichzeitig Leiter der radioonkologischen Forschung an die Medizinische Fakultät Carl Gustav Carus in Dresden. Seine wissenschaftlichen Schwerpunkte liegen in der Entwicklung einer biologisch-individualisierten Radioonkologie, in der Hochpräzisions- und Protonentherapie sowie in der Behandlung von Lungen- und Kopf-Hals-Tumoren.

Baumann veröffentlichte mehr als 350 wissenschaftliche Artikel in Fachzeitschriften. Er ist Chefredakteur der international führenden Fachzeitschrift für Radioonkologie, Radiotherapy & Oncology. 2004 wurde Professor Baumann zum Mitglied der Nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina gewählt und erhielt eine Vielzahl akademischer Auszeichnungen, u.a. den Gerhard Hess Preis (DFG 1997), den Michael Fry Award der amerikanischen Strahlenforschungsgesellschaft (2002), die Regaud Goldmedaille der europäischen Radioonkologen (2012) und die Röntgenplakette der Stadt Remscheidt (2016). Professor Baumann war Präsident der europäischen Gesellschaft für Radioonkologie (ESTRO), der Europäischen Krebsgesellschaft (ECCO) und der Deutschen Gesellschaft für Radioonkologie (DEGRO).