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Ausgezeichnete Promotion: Biofilme halten Uran fest

Nachricht vom 07.10.2009

Dr. Kay Grossmann

Dr. Kay Großmann (Foto: Frank Grätz)

Auf der Jahrestagung der Gesellschaft Deutscher Chemiker (GDCh) wurde Dr. Kay Großmann vom Forschungszentrum Dresden-Rossendorf (FZD) mit dem Promotionspreis der Fachgruppe Nuklearchemie der GDCh ausgezeichnet. Er teilt sich den Preis mit Dr. Jan Dvorak (TU München) und Dr. Patrick Riß (Universität Mainz).

In seiner Dissertation („Zur Lokalisation und Bindungsform des Urans in Biofilmen“) untersuchte er den Einfluss von Biofilmen auf die Ausbreitung von Uran, einem der wichtigsten radioaktiven Schwermetalle, in der Umwelt.

Biofilme sind Lebensgemeinschaften von Bakterien, die in einer organischen Matrix eingebettet sind und sich an Phasengrenzflächen ausbilden. Die Matrix wird von den Bakterien selbst ausgeschieden und ist wie ein Haus, das den Bakterien Schutz bietet. Biofilme sind z.B. die rutschigen Beläge auf Steinen in und an den Ufern von Gewässern.

In seiner Arbeit entwickelte Dr. Großmann ein System, das es ermöglicht, Uran in lebenden Biofilmen aufzufinden, abzubilden und chemisch zu analysieren. Verschiedene mikroskopische und spektroskopische Analysemethoden wurden dazu miteinander kombiniert. Dabei fand der Wissenschaftler heraus, dass manche Biofilme Uran aufnehmen können und damit die Umwelt vor der Ausbreitung des giftigen Schwermetalls schützen.

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