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Neues Verbundprojekt zur Transmutations-Forschung gestartet

Nachricht aus dem FZD vom 09.03.2010

In Kernkraftwerken fallen hochradioaktive Stoffe an, von denen einige sehr lange Halbwertszeiten haben. Diese müssen entweder für entsprechend lange Zeit endgelagert oder so umgewandelt werden, dass sie schneller zerfallen. Wenn eine solche Transmutation gelingen würde, könnten sich die langen Endlagerzeiten deutlich verkürzen. Eine Gruppe um Dr. Arnd Junghans vom FZD arbeitet schon seit einiger Zeit an einem EU-Projekt mit, dass die Möglichkeit der Umwandlung langlebiger radioaktiver Nuklide untersucht. Am FZD werden dafür vor allem Messungen mit schnellen Neutronen durchgeführt.

Kürzlich wurde ein neues bundesweites Verbundvorhaben begonnen, bei dem für die Transmutation relevante kernphysikalische Untersuchungen im Mittelpunkt stehen. Das am Institut für Strahlenphysik des FZD initiierte Projekt wird von Arnd Junghans koordiniert und durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert. Zum Start des Projektes am 24. / 25. Februar 2010 am FZD nahmen 17 Vertreter aus den beteiligten Universitäten und Forschungseinrichtungen (TU München, Physikalisch-Technische Bundesanstalt (PTB) Braunschweig, Johann-Gutenberg-Universität Mainz, Universität zu Köln, TU Dresden und FZD) sowie zwei Vertreter des Projektträgers am Karlsruher Institut für Technologie KIT teil.

In dem Projekt sollen neben Arbeiten mit schnellen Neutronen u.a. auch Targets zur Untersuchung der neutroneninduzierten Spaltung an radioaktiven Aktiniden entwickelt werden sowie eine Compton-Kamera zur orts- und energieauflösenden Detektion von Gammastrahlung, mit der man radioaktive Stoffe sehr empfindlich nachweisen kann. Ein wichtiger Bestandteil des Projektes sind außerdem Graduiertenseminare, mit denen der Kompentenzerhalt in der kernphysikalischen Grundlagenforschung gefördert werden soll. Das erste Seminar findet im September 2010 an der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt in Braunschweig zum Thema „Konzepte und Anlagen zur Transmutationsforschung“ statt.