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Das HZDR ist der "Charta der Vielfalt" beigetreten, einer Unternehmensinitiative zur Förderung von Vielfalt in Unternehmen und öffentlichen Einrichtungen. Die Bundesregierung unterstützt diese Initiative und die Bundeskanzlerin ist Schirmherrin der Charta.

10 Jahre Kompetenzverbund Kerntechnik

Nachricht aus dem FZD vom 01.04.2010

Am 30. März 2010 feierte der Kompetenzverbund Kerntechnik im Rahmen einer Sitzung am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) seinen 10. Geburtstag. Er wurde im Jahr 2000 gegründet, um zu einer verbesserten bundesweiten Abstimmung der kerntechnischen Forschungs- und Entwicklungsarbeiten beizutragen und darüber hinaus gezielt den wissenschaftlichen Nachwuchs zu fördern. Der Kompetenzverbund unterstützt durch seine Arbeit die staatliche Vorsorgepflicht für den sicheren Betrieb kerntechnischer Anlagen und die Sicherheit der Entsorgungswege.

Der Kompetenzverbund Kerntechnik setzt sich in besonderem Maße für Aktivitäten der Studenten- und Doktorandenausbildung ein. Kolloquien wie "Perspektiven in der Kerntechnik", in denen sich die angehenden Akademiker mit Vertretern der kerntechnischen Branche über attraktive und sichere kerntechnische Arbeitsplätze informieren konnten, haben inzwischen einen so starken Zulauf, dass Interessenten auf die Folgekurse verwiesen werden müssen. Die Entwicklung der Zahl an kerntechnischen Professuren, die noch 2002 für das Jahr 2010 mit fünf Professuren prognostiziert worden war, hat sich durch die Arbeit und die vielfältigen Initiativen des Kompetenzverbunds Kerntechnik umgekehrt. Allein in den vergangenen drei Jahren wurden in Deutschland 15 neue kerntechnische Professuren besetzt - derzeit durchlaufen weitere das Ausschreibungsverfahren. Der regelmäßige Austausch von Fachleuten aus Forschung, Politik und Industrie im Kompetenzverbund Kerntechnik hat auch bewirkt, dass die Industrie die Lehraktivitäten an deutschen Hochschulen zunehmend aktiv unterstützt. Beispiele dafür sind die 2009 gegründete AREVA Nuclear Professional School des KIT oder die 2010 ausgeschriebende AREVA-Stiftungsprofessur an der TU Dresden in Kooperation mit dem Forschungszentrum Dresden-Rossendorf. Alle Maßnahmen sind die wesentlichen Bausteine, um den inzwischen außerordentlich gestiegenen Personalbedarf der Industrie und Gutachterorganisationen befriedigen zu können.

Die Intensivierung der Kooperation mit den Hochschulen hat auf regionaler Ebene vier "Tochterverbünde" des Kompetenzverbunds Kerntechnik entstehen lassen: das Kompetenzzentrum Ost (2004), den Südwestdeutschen Forschungs- und Lehrverbund Kerntechnik (2007), den Kompetenzverbund Strahlenforschung (2007) und das Forum Kerntechnik West (2009).

Auch die Abstimmung von Forschungsarbeiten wurde durch den Kompetenzverbund gestärkt, zum Beispiel durch regelmäßigen Informationsaustausch über aktuelle Forschungsergebnisse und Trends in den kerntechnischen Arbeitsgebieten. Dies wird bestätigt vom internationalen Renommee der deutschen nuklearen Sicherheitsforschung, bei der etwa die innerhalb der Helmholtz-Gemeinschaft durchgeführten Forschungsarbeiten regelmäßig als international führend bewertet werden.

Auf der gestrigen Jubiläumssitzung des Kompetenzverbunds stand zum einen der Rückblick auf die Vergangenheit auf dem Programm. Hierzu waren viele Persönlichkeiten eingeladen, die wesentlichen Anteil an der erfolgreichen Arbeit gehabt haben. Zum anderen wurden die strategischen Ziele des Verbunds konsequent weiterverfolgt, um für die Gesellschaft einen Beitrag zum verantwortungsvollen Umgang mit der Kerntechnik zu leisten.