futureSAX Nominierten-Porträt über Prof. (em.) Jörg Steinbach vom HZDR und Jens Junker von ROTOP

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Technologietransfer in bewegten Bildern

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Unsere Transfer-Highlights und Ausgründungen

Technologietransfer ─ Innovationen mit Wirkung

Das Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf hat das Ziel, langfristig ausgerichtete Spitzenforschung in gesellschaftlich relevanten Gebieten wie Energie, Materie und Gesundheit zu leisten. In strategischen Kooperationen mit Forschungs- und Industriepartnern werden neue, für die moderne Industriegesellschaft drängende Themenfelder bearbeitet. Gründungen aus der Forschung gehören zu den anspruchsvollsten Formen des Technologietransfers. Hier entstehen aus wissenschaftlichen Erkenntnissen marktfähige Produkte, Dienstleistungen und Geschäftsmodelle. Der Weg von der Idee zum erfolgreichen Unternehmen erfordert nicht nur exzellente Forschung, sondern auch unternehmerisches Denken, den Schutz geistigen Eigentums, Zugang zu Finanzierung sowie den Aufbau leistungsfähiger Teams und Netzwerke.

HZDR Startup Pitch-Day im Innovation Campus Radeberg: Forschung trifft auf Investoren

Foto: 240626 Startup PitchDay8 ©Copyright: HZDR/M.Giebel

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Premiere geglückt: Beim ersten Startup Pitch-Day des HZDR präsentierten sich sieben vielversprechende Ausgründungsteams auf dem Innovation Campus in Radeberg einem Publikum aus Investoren, Business Angels und Mentoren. Trotz hochsommerlicher Temperaturen von über 30 Grad herrschte in der Halle vor allem eines: Aufbruchsstimmung.

Mehr als 20 Vertreterinnen und Vertreter aus der Investorenszene nutzten die Gelegenheit, die Gründungsteams kennenzulernen und sich ein Bild von den innovativen Technologien und Geschäftsideen zu machen, die den Weg aus der Forschung in den Markt finden sollen.

Neben den Pitch-Präsentationen gab Nikolaus Vollmer vom High-Tech Gründerfonds in einem Impulsvortrag Einblicke in die Finanzierung von DeepTech-Startups. Beim anschließenden Speed-Dating konnten die Teams in persönlichen Gesprächen wertvolles Feedback erhalten, Kontakte knüpfen und mögliche Kooperations- und Finanzierungspartner kennenlernen.

Auf ihren Auftritt vorbereitet wurden die Gründungsteams durch die HZDR Innovators School sowie den Gründungsservice dresden|exists, die sie sowohl im Vorfeld als auch während des Pitch-Days intensiv begleiteten.

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Neugierig, wer sich gerade auf den mutigen Weg macht, aus der Forschung ein Business aufzubauen? Wir stellen die Technologien und Team vor.


Aktuelle Projekte auf dem Weg zur Gründung

Siderogain: Metallrückgewinnung aus Industrieabwässern

Das Team von Siderogain des Helmholtz-Institut Freiberg für Ressourcentechnologie (HIF) bietet ein patentiertes Verfahren für das Recycling von Metallen mittels Biosorption. Biomoleküle, sogenannte Siderophore, binden an die kritischen Metalle wie Gallium, Indium oder Germanium und können damit aus Abwässern etwa der Waferproduktion nahezu 100 Prozent zurückgewonnen werden. 

Team:

  • Dr. Rohan Jain
  • Dr. Jonathan Engelhardt
  • Dr. Peter Boelens
  • Aratrika Ghosh
  • Kontakt: siderogain@hzdri.de

WEEEficient: Elektroschrott-Recycling

Das zweite Ausgründungsvorhaben des HIF adressiert die Rückgewinnung von Technologiemetallen aus Elektroschrott und möchte dafür innovative Technologien entwickeln. Mehr als 5 Millionen Tonnen Elektroschrott fallen jährlich in der EU an, doch die Recyclingquoten vieler sogenannter Hochtechnologiemetalle sind gering. Das möchte das Team um den HIF-Doktoranden Ali Hassan ändern und mit umweltfreundlichen effizienten Technologien die Menge an kritischen Rohstoffen, die in den Kreislauf zurückgeführt werden, deutlich steigern.

Team:

  • Ali Hassan
  • Emma Pustlauk
  • Zahra Nourizenouz
  • Himanshu Kachroo
  • Lakshmi Kanth Viswamsetty
  • Dominic Illing
  • Kontakt: a.hassan@hzdr.de

OreBridge Therapeutics – Plattform für die Translation radiopharmazeutischer Innovationen

OreBridge Therapeutics ist ein gemeinsames Gründungsvorhaben der ROTOP Pharmaka GmbH und des HZDR-Instituts für Radiopharmazeutische Krebsforschung. Ziel des Joint Ventures ist es, vielversprechende radiopharmazeutische Innovationen aus der Forschung systematisch in klinisch relevante und lizenzierungsfähige Entwicklungsprogramme zu überführen. Durch die Kombination der wissenschaftlichen Exzellenz des HZDR mit der langjährigen Entwicklungs-, GMP- und Translationsexpertise von ROTOP entsteht eine einzigartige Plattform für die frühe Entwicklung radiopharmazeutischer Wirkstoffe – von der Wirkstoffidentifikation über die präklinische Entwicklung bis zur Vorbereitung erster klinischer Studien (First-in-Human). OreBridge Therapeutics verfolgt das Ziel, eine nachhaltige Pipeline innovativer Radiopharma-Assets aufzubauen und damit den Transfer wissenschaftlicher Erkenntnisse in die klinische Anwendung sowie die internationale Gesundheitswirtschaft nachhaltig zu beschleunigen.

Management-Team:

  • Dr. Thu Hang Lai
  • Jens Junker
  • Francisco Arroyo-Ecobar

Volumetric Engineering: Neue Methode für interaktives Mikroskopieren in 3D

Um Experimente mit komplexen Lebendproben besonders aussagekräftig vornehmen zu können, hat das Team von Dr. Ulrik Günther eine Software entwickelt, mit der fluoreszenzmikroskopische Aufnahmen in die erweiterte oder virtuelle Realität (AR/VR) geholt und menschliche Aktionen von dort direkt wieder zurück in das Mikroskopie-System eingespeist werden können. Mittels eines Apple Vision Pro AR-Headsets und der Software, die auf dem Steuerungs-PC des Mikroskops läuft, wird so eine Schnittstelle geschaffen, die die Möglichkeiten der Mikroskopie enorm erweitert.

Team:

  • Dr. Ulrik Günther
  • Jan Tiemann
  • Krishnan Chandran
  • Kontakt: https://volumetric.engineering
  • in Kooperation mit der TU Dresden und dem Max-Planck-Institut für molekulare Zellbiologie und Genetik (MPI-CBG)

MAGNOLHIA: Magnetische Kühlung ermöglicht dezentrale Wasserstoff-Verflüssigung

Flüssig lässt sich Wasserstoff deutlich effizienter transportieren als gasförmig – ein Tankwagen ersetzt bis zu sechs Druckgasfahrzeuge. Das Problem: Die Verflüssigung erfordert eine Abkühlung auf -253°C. Mit Großanlagen ist das über Hochdruckkompression effizient möglich. Diese Technologie skaliert allerdings schlecht, so das dezentrale Anlagen für Mengen bis 1000kg pro Tag nicht wirtschaftlich arbeiten. Das Projekt MAGNOLHIA entwickelt einen Ausweg: eine Verflüssigungstechnologie auf Basis magnetokalorischer Kühlung, die ohne Hochdruckkompression auskommt und im kleinen Leistungsbereich besser skaliert als konventionelle Verfahren. Ziel ist ein Kleinverflüssiger als Containerlösung für dezentrale Wasserstoffproduzenten mit einem angestrebten Energieverbrauch für die Verflüssigung von 8 bis 10 Kilowattstunden pro Kilogramm, vergleichbar mit der Effizienz von Großanlagen. Damit werden die Vorteile von flüssigem Wasserstoff auch für dezentrale Wasserstoffproduzenten erschlossen. 

Team:

  • Dr. Tino Gottschall
  • Thomas Platte
  • Dr. André Bucht
  • Tina Grüning
  • Kontakt: a.bucht@hzdr.de

DBanD: Kostengünstiger optischer Dualband-Sensor

Der DBanD-Sensor ist ein Dualband-Optikelement, das eine nahtlose Erkennung vom sichtbaren (VIS) bis zum kurzwelligen Infrarotspektrum (SWIR) ermöglicht – alles in einem einzigen, kostengünstigen CMOS-kompatiblen Bauteil. Dieser Sensor wurde am Institut für Ionenstrahlphysik und Materialforschung speziell für eine Vielzahl von Anwendungen entwickelt und bietet dank seiner niedrigen Produktionskosten eine kompakte und leistungsstarke Sensorlösung. Er wurde für den Betrieb bei Raumtemperatur entwickelt, ist RoHS-konform und lässt sich einfach in bestehende Systeme integrieren.

Team:

  • Dr. Yonder Berencen
  • Dr. Viktor Begeza
  • Dr. Shengqiang Zhou
  • Dr. Vladimir Voroshnin
  • Dr. Yi Li
  • Kontakt: dband@hzdri.de

FlexiSens: Flexible druckbare Temperaturüberwachung

Eine präzise Temperaturüberwachung ist in vielen Bereichen unverzichtbar – von Energiespeichern und Photovoltaikanlagen bis hin zu industriellen Prozessen und Smart Devices. Im Helmholtz Innovation Lab FlexiSens am HZDR wurden innovative gedruckte Temperatursensoren entwickelt, die auf unterschiedlichen Substraten wie Polymerfolien, Glas oder Textilien hergestellt und einfach in bestehende Systeme oder gedruckte Elektronik integriert werden können. Die auf dem thermoelektrischen Effekt basierende Sensortechnologie ermöglicht zudem eine zuverlässige Temperaturmessung auch unter mechanischer Verformung und eröffnet damit vielfältige Einsatzmöglichkeiten.

Team:


Industriekooperationen


Mit der richtigen Wellenlänge auf Erfolgskurs: Dr. Richard Gloaguen mit Sächsischem Transferpreis ausgezeichnet

Aussichtsreiche Forschungsergebnisse in die Anwendung bringen, das zeichnet erfolgreichen Transfer aus. Dr. Richard Gloaguen, Wissenschaftler am Helmholtz-Institut Freiberg für Ressourcentechnologie (HIF), einer Einrichtung des Helmholtz-Zentrums Dresden-Rossendorf (HZDR), ist dies mit seinem Team gelungen. Die Forschenden entwickelten neuartige, digitale Kartierungsverfahren für die nachhaltige Rohstofferkundung und -gewinnung. Mit ihrer Ausgründung TheiaX bieten sie die Technologien seit fast zwei Jahren mit stetig steigender Nachfrage am Markt an. Das Start-up ist mittlerweile der führende Innovationstreiber im Bereich der Spektralexploration. Für den erfolgreichen Transferprozess wurde der französische Forscher mit dem zweiten Platz beim Sächsischen Transferpreis ausgezeichnet. Als herausragender Technologiemittelnder erhielt TheiaX-Geschäftsführer Christian Christesen einen Transfer-Sonderpreis.

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Ausgründungen


Foto: Team Biconex ©Copyright: Jan Gutzeit

Unsere Ausgründungen

Damit ihre Ideen in der Wirt­schaft zum Einsatz kommen, werden Forscher zu Unternehmern. Das HZDR unterstützt die Wissen­schaftler auf vielfältige Weise bei ihren Ausgründungs­vorhaben. Neben der HZDR Innovation GmbH als Tochterfirma für den Techno­logietransfer konnte das For­schungs­zentrum bereits eine Reihe erfolgreicher Spin-offs realisieren. Spin-offs dienen dazu, For­schungs­ergebnisse über neue Produkt- und Serviceangebote wirt­schaftlich nutzbar zu machen.
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Transfer-Erfolge


Foto: PET-Untersuchung ©Copyright: HZDR

Bessere Krebsdiagnostik mit ROVER

Die Software ROVER dient der quantitativen Auswer­tung von PET-Daten und kommt weltweit zum Einsatz.

Die Posi­tronen­-Emissions-Tomographie (PET) kann Stoffwechselprozesse sichtbar machen. Für die einfache und schnelle Verarbei­tung der PET-Daten entwickelten Forscher am HZDR die leis­tungs­starke Software ROVER. Das Programm zielt vor allem auf die quantitativen Auswer­tung der Bil­der ab, ermöglicht es aber außerdem, PET-Bil­der mit Daten aus der Computer-Tomographie (CT) und Magnetresonanz-Tomographie (MRT) zu kombinieren. Die Wissen­schaftler passen ROVER stetig an laufende Entwick­lungen an. Vertrieben durch die Firma ABX advanced biochemical compounds im sächsischen Radeberg, wird die Software weltweit in Kliniken und in der klinischen For­schung genutzt.
Foto: Code für mehr Sicherheit DYN3D ©Copyright: HZDR

DYN3D - Software für mehr Sicherheit

Mit dem Simulations­programm DYN3D lassen sich Kernkraftwerke analysieren.

Schon ende der 1980-er-Jahre entwarfen Rossendorfer Wissen­schaftler die Software DYN3D, mit der sich Störfälle in einem Kernreaktor anhand dreidimensionaler Modelle simulieren lassen. Seither entwickeln sie den Code zusammen mit den Partnern in ganz Europa ständig wei­ter und passen ihn an den neuesten Stand von For­schung und Technik an. Vor allem im osteuropäischen Raum nutzen Aufsichtsbehörden und wissen­schaftliche Einrich­tungen den Code für Sicherheits­analysen. Das Thema bleibt auch nach dem deutschen Atomausstieg relevant, vor allem weil Nachbarlän­der Deutschlands den Neubau von Reaktoren planen und innovative Reaktorkonzepte entwickeln.

Wissenstransfer


Foto: Thereda Actiniden-Schema ©Copyright: AVANGA

THEREDA - Basisdaten für die Endlager­for­schung

HZDR-Forscher bauen gemeinsam mit Partnern die zentrale Datensamm­lung THEREDA auf. Bei der Suche nach einem nuklearen Endlager liefert sie wictige Informa­tionen für geochemische Modellrechnungen. Wertvoll ist die frei zugängliche Datenbank auch bei der Altlastensanie­rung oder der Ausle­gung von Mülldeponien.

In die Samm­lung fließen sowohl Daten aus der Literatur als auch aktuelle For­schungs­ergebnisse des HZDR und der Partner-Institu­tionen ein. Die zentrale Datensamm­lung ist öffentlich und frei zugänglich: Ob Bundesbehörde, Wissen­schaftler, Ingenieurbüro, Umwelt­verband oder Privatperson - nach einfacher Registrie­rung kann jeder darauf unentgeltlich zugreifen. Zwar wird THEREDA bereits genutzt, die große Zeit der Datenbank kommt aber erst noch, wenn bei der Endlagersuche eine Vorauswahl getroffen und die genaue Zusammensetzung des Wirtgesteins bekannt ist. Dann werden Geochemiker die Daten abrufen, um zu untersuchen, welcher Standort die höchste Sicherheit bietet.
Foto: Schülerlabor DeltaX - Illustration ©Copyright: HZDR/K.Zheynova

Schülerlabor DeltaX

Naturwissen­schaften werden für Schüler­*innen erlebbar: wir bieten einen einzigartigen und authentischen Lernort, der zum Entdecken, Staunen und Verstehen einlädt und Teil eines internationalen For­schungs­zentrums ist. Unsere Angebote richten sich an Kin­der und Jugendliche sowie an Lehrer­*innen mit Fort- und Weiterbildungen.
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