Abteilung Erkundung

Wertschöpfungskette Rohstoffe - Erkundung

Die Abteilung Erkundung entwickelt neue und effiziente Technologien für die Erkundung von mineralischen Rohstoffen. Ihre Forschungsschwerpunkte sind: der Einsatz von unbemannten Luftfahrzeugen in Kombination mit unterschiedlichen Sensoren und Erkundungsmethoden, die multi- und hyperspektrale Fernerkundung, die strukturgeologische Lagerstättenanalyse, die tektonische Geomorphologie sowie die Lithogeochemie und deren Korrelation mit skalenübergreifenden In-situ-Daten. Außerdem werden die laserinduzierte Fluoreszenz- und Lumineszenzspektroskopie von Mineralen erforscht.

Forschungsgebiete

Foto: Landsat-8-Satellitenaufnahme aus der Gegend um Mount Isa, Queensland, Australien. Das Falschfarbenbild macht spektrale Unterschiede zwischen verschiedenen Gesteinen sichtbar, die mit Echtfarben so nicht zu sehen wären. ref ©Copyright: HZDR/ Sandra Jakob

Geologische Fernerkundung

In der geologischen Fernerkundung nutzen Wissen­schaftler berüh­rungs­freie Messtechniken, um die spektralen Eigen­schaften unterschiedlicher Material­ien an der Erdoberfläche in digitalen Bildern aufzuzeichnen. Das Ziel ist es, ihre räumliche Vertei­lung und Ausdehnung zu erfassen. Die Stärke der Abtei­lung Erkundung liegt vor allem darin, Daten mit unterschiedlichen Auflö­sungen (multi-scale) und von unterschiedlichen Sensoren (multi-source) zu einem Gesamtmodell zu ­verknüpfen, um das Potenzial von Lagerstätten einzuschätzen.
Weiterlesen
Foto: Laser Detailbild ©Copyright: HZDR/ Detlev Müller

Laserinduzierte Fluoreszenz­spek­tro­skopie

Bei der Laserinduzierten Fluoreszenz­spek­tro­skopie (LIF) entsteht durch Anre­gung einer Probenoberfläche mit einem Laser ein spezifisches Leuchten. Das auf diesem physikalischen Phänomen basierende ­spek­tro­skopische Mess­verfahren wird dazu genutzt, um Material­ien beziehungs­weise deren Bestandteile schnell und präzise zu identifizieren. Die Abtei­lung setzt die LIF-Methodik ein, um wirt­schaftskritische Metalle wie Seltene Erden, Vanadium, Chrom, Wolfram oder Molybdän in natürlichen Gesteinen zu erkunden.
Weiterlesen
Foto: Rohstofferkundung mit Drohnen ©Copyright: HZDR

Lagerstättenerkundung mit Drohnen

Unbemannte Luftfahrtsysteme (UAS) - umgangssprachlich Drohnen - nutzt die Abtei­lung Erkundung, um wenig invasive und hochauflösende Methoden für die Erkundung mineralischer und metallischer Rohstoffe zu entwickeln. Zu den eingesetzten Methoden zählen die Photogrammetrie, die multi- und hyperspektrale Fernerkundung sowie auch geophysikalische Verfahren. Die Daten, die mithilfe der Drohnen gewonnen werden, nutzen die Wissen­schaftler sowohl in der geologischen Fernerkundung, als auch in der 3D-Modellie­rung, um die ­struk­turelle Kontrolle und die Ausbrei­tung mineralisier­ter Fluide zu ­verstehen.
Weiterlesen
Foto: Messhubschrauber und Flugsonde der BGR. ©Copyright: BGR/ Bernhard Siemon

Geophysikalische Erkundung im Erzgebirge

Moderne Verfahren zu testen und weiterzuentwickeln, mit denen sich Rohstoffe bis in eine Tiefe von 500 Metern aufspüren lassen, ist Ziel dieses Projekts. Forscher kombinieren geologische Basisdaten mit geophysikalischen Messmethoden. Sie erkunden eine etwa 100 Quadratkilo­meter große Fläche um die Stadt Geyer im Erzgebirge, um schließlich ein hochaufgelöstes, dreidimensionales geologisches Modell zu erstellen.
Weiterlesen