Aktuelle Veranstaltungen

Die Technologie-Plattform des Verbunds DRESDEN-concept.

Internationale Kooperationen

Das HZDR nimmt eine bedeutende Rolle in mehreren europäischen Forschungsnetzwerken ein. Es betreibt zudem eine eigene Beamline am Europäischen Synchrotron ESRF im französischen Grenoble. Am European XFEL entsteht derzeit im Rahmen eines internationalen Konsortiums die Helmholtz International Beamline for Extreme Fields (HIBEF). Gemeinsam mit dem Weizmann Institute of Science baut das HZDR das Weizmann-Helmholtz Laboratory for Laser Matter Interaction (WHELMI) zur Erforschung der Laser-Teilchenbeschleunigung auf.


Das Logo der ESRF in Grenoble/Frankreich

Das Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf betreibt als einzige deutsche Einrichtung eine eigene Beamline am Europäischen Synchrotron ESRF in Grenoble, Frankreich. An dieser Rossendorf Beamline stehen zwei Messplätze für radiochemische Experimente zur Verfü­gung.

HIer können Wissenschaftler*innen des HZDR-Instituts für Ressourcenökologie ebenso wie Messgäste von Hochschulen und Forschungsinstituten aus aller Welt Grundlagenforschung zur Chemie der f-Elemente, zur Entsorgung radioaktiver Abfälle und im Bereich Umweltchemie betreiben.

Zwei Drittel der Strahlzeit an der Rossendorf Beamline vergibt das Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf direkt ("HZDR beamtime"), das verbleibende Drittel wird von der ESRF verwaltet. ("ESRF beamtime").

Weitere Informationen zur Bewerbung um Strahlzeit


European XFEL

Logo European XFEL

Am stärksten Röntgenlaser der Welt, dem European XFEL, betreibt das HZDR gemeinsam mit dem Deutschen Elektronensynchrotron DESY die Helmholtz International Beamline for Extreme Fields (HIBEF). Dieses Extremlabor stattet die XFEL-Station für Experimente bei hohen Energiedichten – „High-Energy Density Science Instrument“, HED – mit wesentlicher Instrumentierung aus. Die Kombination des European XFEL als Analysewerkzeug mit höchsten Magnetfeldern oder den Experimentiermöglichkeiten mit verschiedenen optischen Lasersystemen verfolgt das Ziel, neue Erkenntnisse zu bisher verborgenen Vorgängen in Materie und Materialien zu gewinnen.

Ab 2019 sollen mit HIBEF Untersuchungen unter extremen Bedingungen wie hohen Drücken, Temperaturen oder elektromagnetischen Feldern möglich sein. Prof. Thomas Cowan, Direktor des HZDR-Instituts für Strahlenphysik, ist Leiter des internationalen Nutzerkonsortiums.


WHELMI-Labor

Das Weizmann-Helmholtz Laboratory for Laser Matter Interaction (WHELMI) wurde 2017 ins Leben gerufen. Dieses gemeinsame Labor von Weizmann Institute of Science in Rehovot, Israel, und HZDR dient der Erforschung der Teilchenbeschleunigung mit hochintensiven Laserstrahlen. WHELMI ist das erste durch die Helmholtz-Gemeinschaft mitfinanzierte Labor auf dem Campus eines ausländischen Partners.

Link zur Pressemeldung vom 26. April 2017


LEAPS-Initiative

Logo LEAPS ©Copyright: LEAPS

16 Organisationen, die insgesamt 19 Lichtquellen in Europa betreiben, haben sich in der LEAPS-Initiative (League of European Accelerator-based Photon Sources) mit dem Ziel zusammengeschlossen, ihre Zusammenarbeit zu verstärken. Neben der Förderung einer kollektiven Strategie an allen europäischen Einrichtungen einschließlich der Entwicklung von Spezialisierungen an einzelnen Einrichtungen zielt LEAPS auch darauf ab, eine integrierende Rolle für Länder mit weniger entwickelten Gemeinschaften und Infrastrukturen für Forschung und Innovation in Europa und darüber hinaus zu spielen.


CALIPSOplus

CALIPSOplus logo

Das vom HZDR koordinierte EU-Projekt CALIPSOplus bündelt Lichtquellen, die von Beschleunigern angetrieben sind. Dazu zählen die Synchrotron-Anlagen und die Freie-Elektronen-Laser. Europa hat hier eine Vorreiterrolle inne, wovon alle interessierten Wissenschaftler*innen und Unternehmen profitieren sollen. Am Projekt sind insgesamt 19 Partner beteiligt.

Link zur Pressemeldung vom 18. Mai 2017


ERF AISBL

Logo ERF-AISBL ©Copyright: ERF-AISBL

Der ERF-Verbund (Association of European-level Research Infrastructure Facilities) wurde 2007 ins Leben gerufen. National geförderte Einrichtungen wie das HZDR, die große Forschungsinfrastrukturen betreiben und diese für Messgäste aus aller Welt zugänglich machen, wollen in diesem Verbund enger zusammenarbeiten. Jedes Jahr nutzen mehr als 20.000 Wissenschaftler*innen aus Forschung und Industrie den Pool der Großgeräte.


RADIATE

Logo Radiate ©Copyright: HZDR

Im EU-Projekt RADIATE (Research And Development with Ion Beams – Advancing Technology in Europe) werden Ionenstrahlen als Werkzeug eingesetzt, um Materialoberflächen gezielt zu verändern oder zu analysieren. Die insgesamt 18 Partner aus Wissenschaft und Industrie wollen einen flexiblen und einfachen Zugang zu den wichtigsten Ionenstrahlzentren Europas ermöglichen, darunter auch zum leistungsstärksten Ionenstrahlzentrum des Kontinents, das am HZDR in Betrieb ist. Daneben sollen Software-Programme entwickelt werden, die für alle interessierten Nutzer frei verfügbar sind. Damit wollen die Partner auch Forscher erreichen, die bisher keine Ionenstrahl-Technologien in ihrem Portfolio haben. Außerdem stehen Nachwuchsförderung und Weiterbildung auf der Agenda. Das HZDR koordiniert das Projekt.


ELI – Extreme Light Infrastructure

ELI LogoDer Verbund von 40 Forschungseinrichtungen aus dreizehn europäischen Ländern zum Netzwerk ELI (Extreme Light Infrastructure) hat das Ziel, Wechselwirkungen von Materie und Laserlicht zu untersuchen und Anwendungen zu entwickeln. Dafür sollen vier hochmoderne Labore in Osteuropa entstehen. Das Projekt steht auf der ESFRI-Liste (European Strategy Forum on Research Infrastructures).


EIT RawMaterials

Logo des EIT Raw Materials ©Copyright: EIT Raw Materials

Das Europäische Innovations- und Technologieinstitut (EIT) hat ein internationales Konsortium beauftragt, im Jahr 2014 eine sogenannte Knowledge and Innovation Community (KIC) für den Rohstoffsektor zu entwickeln. Die Koordination dafür übernahm das HZDR gemeinsam mit der Fraunhofer-Gesellschaft. Das EIT RawMaterials vernetzt mehr als 100 europäische Einrichtungen aus dem Rohstoffsektor und wurde im Dezember 2016 planmäßig als eigenständige Organisation ausgegliedert. Ziel ist es, die Versorgung der europäischen Industrie mit dringend benötigten Rohstoffen zu sichern und Ausbildung, Forschung und Innovation in diesem wichtigen Bereich zu verbessern.


EMFL

Logo EMFLDie vier führenden Hochfeld-Magnetlabore in Europa (das HZDR-Institut Hochfeld-Magnetlabor Dresden sowie seine Pendants in Nijmegen, Toulouse & Grenoble) haben sich zum European Magnetic Field Laboratory mit dem Ziel zusammengeschlossen, Wissenschaftler*innen aus aller Welt erstklassige Infrastrukturen im Bereich hoher Magnetfelder zur Verfügung zu stellen. Das Projekt steht auf der ESFRI-Liste (European Strategy Forum on Research Infrastructures).


Universität Breslau

Logo CASUS ©Copyright: CASUS

Die Uniwersytet Wrocławski (Universität Breslau) gehört zu den wichtigen Partnern des Forschungszentrums CASUS (Center for Advanced Systems Understanding) in Görlitz. Mit dem vom HZDR koordinierten Aufbau von CASUS soll ein Zentrum für digitale interdisziplinäre Systemforschung in Deutschland entstehen. Die Uniwersytet Wrocławski trägt durch die Erforschung der Interaktion autonomer Fahrzeuge mit ihrer Umwelt bei. Das betrifft vor allem die Vernetzung mit der Umgebung sowie die Vorhersage des Verhaltens anderer Verkehrsteilnehmer. Hierbei sollen neue Algorithmen und KI-Methoden helfen.


ARIEL

Logo ARIEL ©Copyright: HZDR

Das EURATOM-Koordinierungs- und Unterstützungsprojekt "Accelerator and Research reactor Infrastructures for Education and Learning" (ARIEL) startete 2019 und vereint modernste europäische Neutronenstrahl-Laboratorien, die die gesamte Bandbreite an Neutronenquellen von hochenergetischen Protonensynchrotrons bis hin zu Forschungsreaktoren nutzen.

Trotz des deutschen Engagements für einen schrittweisen Ausstieg aus der Kernenergie ist die Reaktorsicherheit nach wie vor auch in Deutschland ein wichtiges Thema. Die Teilnahme an der laufenden internationalen Diskussion setzt voraus, dass die Kompetenz auf diesem Gebiet erhalten und ausgebaut wird.

Für die weitere Verbesserung der Sicherheit heutiger und künftiger kerntechnischer Anlagen sind genaue und präzise nukleare Daten erforderlich. Die Erhebung dieser Daten ist ein komplexer Prozess, der sich auf Neutronenanlagen und hoch qualifizierte Kernphysiker*innen stützt. Im Rahmen von ARIEL arbeiten 23 Partner aus 14 europäischen Ländern für die Ausbildung und Schulung einer neuen Generation junger Wissenschaftler*innen und technischen Personals zusammen. Zur Infrastruktur trägt das HZDR mit seiner Strahlungsquelle im ELBE-Zentrum für Hochleistungsstrahlungsquellen bei. Das Portfolio wird durch langjährige Erfahrung und Kenntnisse in den Bereichen Kernspaltung, Streuung und Gesamtquerschnittsmessungen ergänzt.


Monash University Melbourne

Logo Monash University Melbourne ©Copyright: Monash University Melbourne

Die Zusammenarbeit von Wissenschaftler*innen der Monash University und des HZDR hatte 2007 mit der Entwicklung von Kupfer-markierten Radiopharmaka für die Bildgebung von Tumoren begonnen. Die Helmholtz-Gemeinschaft förderte den Fortgang der Arbeiten als Virtuelles Institut „NanoTracking“, das Gruppen aus Australien, Irland und Frankreich, aus Heidelberg, Potsdam und vom HZDR/OncoRay zusammenbrachte. Gemeinsame Forschung und Lehre, Publikationen und der Austausch junger Wissenschaftler*innen bilden den Kern einer Absichtserklärung zur vertieften Kooperation, die das HZDR mit der Monash University im Herbst 2018 in Melbourne unterzeichnet hat. Das Institut für Ionenstrahlphysik und Materialforschung ist ebenfalls beteiligt: Sensortechnologien könnten neben der Radiopharmazie das zweite Standbein der Zusammenarbeit werden.
Wissenschaftler*innen der Abteilung Magnetohydrodynamik des Instituts für Fluiddynamik engagieren sich darüber hinaus gemeinsam mit australischen Forschern um Prof. Hugh Blackburn im Bereich der numerischen Simulation präzessionsgetriebener Strömungen. Diese Arbeiten sind im Bereich des Zukunftsprojekts DRESDYN angesiedelt. Die Wissenschaftler*innen der Fakultät für Ingenieurwesen der Monash University entwickeln den Code, während ihre Dresdner Kolleg*innen die Anwendungsrechnungen durchführen.


Lightsources.org

Logo lightsources.org ©Copyright: lightsources.org

Lightsources.org ist das Ergebnis einer Zusammenarbeit der Sprecher*innen von Lichtquelleneinrichtungen auf der ganzen Welt. Diese Plattform vereint 22 Synchrotron- und 7 Freie-Elektronen-Laser (FEL)-Einrichtungen, die 24 Organisationen aus aller Welt repräsentieren - darunter das Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf, das seinen Beitrag leistet mit:

Lightsources.org bietet Informationen und Aktualisierungen zur Lichtquellenforschung sowie Möglichkeiten zur internationale Zusammenarbeit und für berufliche Karrieren. 


Laserlab-Europe AISBL

Logo Laserlab-Europa AISBL ©Copyright: Laserlab-Europa AISBL

Laserlab-Europe AISBL ist ein internationaler gemeinnütziger Verein, der führende europäische Laserforschungsinfrastrukturen zusammenführt. Gemeinsam koordinieren sie den Betrieb, um die Entwicklung von fortschrittlichen Lasern und laserbasierten Technologien zu erleichtern. Die Vereinigung fördert die effiziente Nutzung modernster Lasereinrichtungen durch Anwender aus Wissenschaft und Industrie. Die Mehrheit der Mitglieder bietet Wissenschaftlern aus der ganzen Welt freien Zugang zu ihren Einrichtungen, um Versuche in einer möglichst vielfältigen interdisziplinären Forschungsumgebung durchzuführen. Die Experimente decken dabei die fortgeschrittene Laserwissenschaft und Anwendungen in den meisten Bereichen von Forschung und Technologie gleichermaßen ab.


Universität Lettlands

Logo Universität Lettlands ©Copyright: Universität Lettlands

Das HZDR und das Institute of Physics der Universität Lettlands verbindet eine langjährige Zusammenarbeit auf dem Gebiet der Magnetohydrodynamik. Das Rigaer Dynamo-Experiment gehört zu den großen Natrium-Experimenten, die der Untersuchung der magnetischen Selbsterregung in leitfähigen Fluiden gewidmet sind. Die dort gewonnenen Erfahrungen fließen am HZDR in das Infrastrukturprojekt DRESDYN ein. Mit der am Institut für Fluiddynamik entstehenden Experimentalanordnung soll geklärt werden, ob und unter welchen Bedingungen Präzession eine mögliche Ursache planetarer Dynamos ist. Die Zusammenarbeit zwischen beiden Instituten wird vom European Research Council gefördert.


HESEB

Die Beamline HESEB wird als Helmholtz-SESAME Beamline von den Helmholtz-Zentren DESY (Koordinator), Forschungszentrum Jülich, Helmholtz-Zentrum Berlin (HZB), Karlsruher Institut für Technologie sowie dem HZDR am SESAME Synchrotron in Jordanien aufgebaut. Sie ist die fünfte Beamline und wird "weiches“ Röntgenlicht im Energiebereich zwischen 70 eV und 1800 eV erzeugen. Dieses eignet sich unter anderem zur Untersuchung von Ober- und Grenzflächen, zur Beobachtung bestimmter chemischer und elektronischer Prozesse sowie zur zerstörungsfreien Analyse von Kunstgegenständen.