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Bent M. Babel
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Erforschung von Partikeloberflächen mittels Rasterkraftmikroskopie

Der Schlüssel zu einer erfolgreichen Partikeltrennung ist eine selektive Hydrophobierung der anzureichernden Minerale. Dafür ist es zum einen notwendig, die Oberflächeneigenschaften einzelner Mineralphasen zu kennen, anderseits muss man auch wissen, wie verschiedene Flotationsreagenzien die Wechselwirkungskräfte in der Flotationszelle verändern.

Abbildung einer Partikeloberfläche im Mikrobereich
Abbildung einer Partikeloberfläche im Mikrobereich

Mit der Rasterkraftmikroskopie (engl.: atomic force microscopy, AFM) hat die Abteilung Aufbereitung die Möglichkeiten, solche Mineralphasen im Mikro- und Nanobereich zu untersuchen. Dies ist vor allem für die zunehmend im Erz feinst verteilten Minerale notwendig.

Zudem können die Wissenschaftler noch teilweise unerforschte Mikroprozesse wie zum Beispiel die Partikel-Blasen-Interaktionen genauer analysieren, um bestehende Prozessmodelle zu verbessern.

Ein neuer Forschungsansatz, der gemeinsam mit der TU Bergakademie Freiberg verfolgt wird, ist die Kombination von Rasterkraftmikroskopie und Ramanspektroskopie. Damit können für einen Punkt auf der Probe gleichzeitig chemische und mineralogische Informationen ermittelt werden sowie lokale Wechselwirkungen. Dies ist derzeit nur eingeschränkt möglich.


Ausgewählte Publikationen

  • Rudolph M.; Peuker, U. A.
    "Mapping Hydrophobicity combining AFM and Raman Spectroscopy", Minerals Engineering 66-68(2014), 181-190
    DOI-Link: 10.1016/j.mineng.2014.05.010