Rohstoffe selbst erkunden, untersuchen und aufbereiten

Sommer-Workshops mit Freiberger Forschern in der terra mineralia

Medieninformation vom 23. Juni 2017

Was ist zu tun, um aus rohem Erz Metalle herauszuholen? Dieser Frage gehen die gemeinsam von der Terra Mineralia und dem Helmholtz-Institut Freiberg für Ressourcentechnologie (HIF) veranstalteten Workshops nach.

Was ist zu tun, um aus rohem Erz Metalle herauszuholen? Dieser Frage gehen die gemeinsam von der Terra Mineralia und dem Helmholtz-Institut Freiberg für Ressourcentechnologie (HIF) veranstalteten Workshops nach.

Foto: HZDR/ Detlev Müller

Für alle, die gemeinsam mit Freiberger Wissenschaftlern Rohstoffe erkunden und untersuchen sowie Metalle anreichern wollen, veranstaltet die Mineralienausstellung terra mineralia in Freiberg eine neue Reihe von Sommer-Workshops; sie werden in Kooperation mit dem Helmholtz-Institut Freiberg für Ressourcentechnologie (HIF), das zum Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf gehört, und weiteren Partnern durchgeführt. Teilnehmen können kleine und große Rohstofffreunde ab 12 Jahren. Der erste Workshop findet am Mittwoch, 28. Juni 2017, statt.

Wissenschaftler der Beak Consultants GmbH, des HIF und der TU Bergakademie Freiberg laden dazu ein, mit ihnen in den kommenden Wochen auf die Suche nach sächsischen Rohstoffen zu gehen. In den Sommer-Workshops geht es zudem um die Arbeitsschritte und Technologien, die nötig sind, um aus Roherz tatsächlich Metalle herauszuholen. Die Teilnehmer werden ganz nah dran sein an der Forschung. Bei jedem Workshop lernen sie ein anderes Projekt aus der aktuellen Fördermaßnahme „r4 – Innovative Technologien für Ressourceneffizienz – Bereitstellung wirtschaftsstrategischer Rohstoffe“ des Bundesministeriums für Bildung und Forschung kennen. Am Ende soll die Erkenntnis stehen, wie anspruchsvoll es ist, metallische Rohstoffe zu gewinnen, die wir in unserer Alltagswelt in Form von Euro-Münzen, in Batterien oder in Autos ganz selbstverständlich verwenden.

Erster Workshop: Minerale in der Hightech-Analyse (28.6. und 1.7. um 15 Uhr)

Ein Lichtmikroskop kennen sicher viele. In der Forschung kommen zudem viel größere und komplexere Geräte zum Einsatz, um Rohstoffe zu untersuchen. Im ersten Workshop erfahren die Teilnehmer, wie man Erze dafür präpariert, und ebenso, welche Informationen die moderne Analytik liefert. Sie machen mit bei einem Quiz über die Lagerstätte Pöhla im Erzgebirge und besuchen ein Forschungslabor. Denn nur wenn die genauen Eigenschaften der Minerale bekannt sind, lassen diese sich später besser abbauen und verarbeiten.

Zweiter Workshop: Erze schürfen im Erzgebirge (12. und 15.7. um 9 Uhr)

Was Bäche über Erzvorkommen verraten, lernen Teilnehmer beim Workshop

Was Bäche über Erzvorkommen verraten, lernen die Teilnehmer beim Workshop "Erze schürfen im Erzgebirge".

Foto: Beak Consultants GmbH

Der zweite Workshop findet im freien Gelände statt. Die Teilnehmer können wie Geologen arbeiten und Rohstoffe selbst erkunden. Sie lernen, was Bäche über Erzvorkommen verraten und bekommen die Grundlagen der sogenannten Bachsedimentbeprobung vermittelt. Sie können ihr Geschick und geologisches Wissen beim Schürfen, also dem Heraussieben von Wertstoffen aus Bachsedimenten, selbst testen. Um zu wissen, wo geschürft wird, legen die Teilnehmer anhand einer topographischen Karte selbst Einzugsgebiete fest. Um die spätere Analyse der Proben geht es in dem Workshop ebenfalls.

Dritter Workshop: Die virtuelle Welt der Geologen (26. und 29.7. um 15 Uhr)

Der dritte Workshop richtet sich an alle, die wissen wollen, wie Rohstofflagerstätten entstehen und wie diese Erkenntnisse bei der Erkundung neuer Vorkommen helfen. Dreidimensionale geologische Modelle sind dafür ein wichtiges Hilfsmittel. Mit der „X-Site Cave“ verfügt das Institut für Informatik der TU Bergakademie Freiberg über einen Raum, in den man solche Modelle und andere komplexe Umgebungen hineinprojizieren kann. Die Teilnehmer besuchen diesen Raum und können das Erzgebirge mit seinen Zinnlagerstätten dort virtuell erleben.

Vierter Workshop: Das Aschenputtel-Prinzip – So funktioniert Flotation (2. und 5.8. um 15 Uhr)

Das Ziel der Aufbereitung ist es, die Erzminerale von den unbrauchbaren Gangmineralen abzutrennen. Dafür wird häufig das Verfahren der Flotation eingesetzt. Grundlagen und Funktionsprinzip werden anhand von Vorführungen erklärt. Die Teilnehmer können auch selbst experimentieren. Beim „Seifenbootrennen“ lernen sie beispielsweise die Bedeutung von Oberflächeneigenschaften für die Flotation kennen und wie man diese beeinflussen kann. Zum vierten Workshop gehört außerdem das Computerspiel SMoOMaP: Hier geht es darum, wie die Forscher Minerale voneinander zu trennen.


Anmeldung und Teilnehmer

Jeder der vier Themen-Workshops dauert ca. 2 Stunden und findet zweimal, jeweils mittwochs und samstags, statt. Beginn ist jeweils um 15 Uhr. Der Workshop „Erze schürfen im Erzgebirge“ wird im freien Gelände veranstaltet und beginnt daher um 9 Uhr. Alle Veranstaltungen sind kostenfrei. Interessierte melden sich bitte an der Infotheke der terra mineralia an (03731 394654 oder fuehrungen@terra-mineralia.de).

Die Workshops richten sich an alle ab 12 Jahren. Die maximale Teilnehmerzahl liegt bei 15 Personen. Es müssen mindestens 5 Teilnehmer angemeldet sein, damit der Workshop stattfinden kann. Anmeldeschluss ist jeweils dienstags für den Workshop am Mittwoch und donnerstags für den Workshop am Samstag. Genaue Informationen zum Treffpunkt erhalten die Teilnehmer nach der Anmeldung.


Die Workshops im Überblick

Workshop

Mittwoch

Samstag

Uhrzeit

Wo

Minerale in der Hightech-Analyse 28. Juni 1. Juli 15 Uhr

terra mineralia
Schloss Freudenstein
Schloßplatz 4
09599 Freiberg

Erze schürfen im Erzgebirge 12. Juli


 15. Juli  9 Uhr

Genauer Ort wird nach
Anmeldung bekannt gegeben

Die virtuelle Welt der Geologen  26. Juli  29. Juli  15 Uhr

TU Bergakademie Freiberg
Institut für Informatik
Humboldt-Bau
Bernhard-von-Cotta-Straße 2
09599 Freiberg

Das Prinzip Aschenputtel -
So funktioniert Flotation
 2. August  5. August  15 Uhr

terra mineralia
Schloss Freudenstein
Schloßplatz 4
09599 Freiberg


Weitere Informationen:

Tina Schulz | Helmholtz-Institut Freiberg für Ressourcentechnologie am HZDR
Tel.: +49 351 260–4423 | E-Mail: t.schulz@hzdr.de

Infotheke terra mineralia
Tel: +49 3731 39–4654| E-Mail: fuehrungen@terra-mineralia.de

Medienkontakt:

Anja Weigl | Pressereferentin | Helmholtz-Institut Freiberg für Ressourcentechnologie am HZDR
Tel. +49 351 260–4427| E-Mail: a.weigl@hzdr.de