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Vorwort des Vorstands – Online-Jahresbericht 2016

Liebe Leserinnen und Leser,

Vorstand des HZDR

HZDR-Vorstand Prof. Roland Sauerbrey (li.) und Prof. Peter Joehnk (Foto: NCT Dresden/Philip Benjamin)

viele wichtige Forschungsergebnisse und vorzeigbare Erfolge zeichneten das Jahr 2016 am Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf aus. Eine Auswahl stellen wir Ihnen in diesem Online-Jahresbericht vor. An erster Stelle stehen die wissenschaftlichen Höhepunkte aus unseren drei Forschungsbereichen Energie, Gesundheit und Materie sowie bedeutende Auszeichnungen wie etwa der Walter-Schottky-Preis der Deutschen Physikalischen Gesellschaft, der erste Preis der Behnken-Berger-Stiftung oder der Preis für den besten Berufsabschluss zum Physiklaboranten. Außerdem informieren wir Sie über neue Forschungsprojekte ebenso wie über Bau- oder Infrastrukturprojekte und Erfolge im Technologietransfer. So ging das HZDR im vergangenen Jahr strategische Kooperationen mit Industriepartnern aus unterschiedlichen Branchen ein.

Im Juni 2016 bezog unser Helmholtz-Institut Freiberg für Ressourcentechnologie seinen eigenen Forschungsstandort. Die dortigen Labore können auch von Wissenschaftlern und Studierenden der TU Bergakademie Freiberg genutzt werden; der Bau eines Technikums ist in Planung. Dank neuer gemeinsamer Berufungen gelang es, die Zusammenarbeit mit den Technischen Universitäten in Dresden, Chemnitz und Freiberg zu vertiefen. Zudem erlangten im letzten Jahr insgesamt mehr als 50 talentierte Nachwuchsforscher mit ihrer am HZDR angefertigten Promotionsarbeit den Doktortitel von einer der sächsischen Universitäten.

Gefreut haben wir uns über die weitere Verstetigung des Zentrums für Innovationskompetenz OncoRay durch Mittel des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF). Am 1. Oktober 2016 startete das Kooperationsprojekt SONO-RAY des Innovationszentrums für computerassistierte Chirurgie der Universität Leipzig und des OncoRay – Nationales Zentrum für Strahlenforschung in der Onkologie in Dresden. Die Forscher wollen durch die Kombination von Strahlentherapie und fokussiertem Ultraschall Tumorerkrankungen in Zukunft effektiver behandeln. Wie wichtig das von der Universitätsmedizin Dresden und vom HZDR getragene OncoRay-Zentrum für den hiesigen Krebsforschungsstandort ist, unterstrich der Besuch der Bundesforschungsministerin Prof. Johanna Wanka im August 2016. Mit dem Zentrum für Radiopharmazeutische Tumorforschung (ZRT) will das HZDR einen großen eigenen Beitrag zur internationalen Krebsforschung leisten. Es handelte sich um unser größtes Bauprojekt der vergangenen Jahre; nach der Fertigstellung beziehen nun die wissenschaftlichen Nutzer ihre Labore.

Mit dem Ausbau und der Entwicklung unserer beiden Hochleistungslaser DRACO und PENELOPE haben wir eine führende Plattform für die Erforschung kompakter plasmabasierter Teilchenbeschleuniger etabliert. Zentrales Anwendungsziel sind alternative Quellen für die Partikeltherapie von Krebserkrankungen. Zwar ist immer noch viel Forschungs- und Entwicklungsarbeit zu leisten, doch mit dem neuen Leistungsrekord von DRACO – er erreichte 2016 die Marke von einem Petawatt – sowie dem diodengepumpten und damit energieeffizienten Lasersystem PENELOPE werden erste Versuche am Tiermodell möglich sein. Eine besondere Form der Materie – warme dichte Materie, wie sie etwa im Inneren von Planeten oder Sternen vorkommt – steht im Fokus der geplanten Forschungsaktivitäten an der Helmholtz International Beamline for Extreme Fields (HIBEF). Erste Experimente in diesem "Extremlabor" am stärksten Röntgenlaser der Welt, dem European XFEL, stehen 2018 auf der Agenda.

Auf europäischer Ebene sind die vom HZDR koordinierten und in sehr kompetitiven Verfahren eingeworbenen EU-Projekte „Ions4Set“ zu zukünftigen Nano-Bauteilen zu nennen sowie TRANSPIRE (Terahertz RAdio communication using high aNistropy SPIn torque Resonators), das durch das europäische Zukunftstechnologie-Programm „Future and Emerging Technologies – Open” (FET Open) gefördert wird. Erwähnung finden soll hier auch, dass das European Magnetic Field Laboratory (EMFL), an dem unser Hochfeld-Magnetlabor Dresden maßgeblich beteiligt ist, den Landmark-Status in der Roadmap des Europäischen Strategieforums für Forschungsinfrastrukturen (ESFRI) erhalten hat. Damit tragen unsere Wissenschaftler stetig zur internationalen Sichtbarkeit unserer Arbeiten bei.

Wir wünschen Ihnen viel Freude bei der Online-Lektüre unseres Jahresberichts 2016. Auf Anfrage kann auch der ausführlichere Zentrumsfortschrittsbericht des vergangenen Jahres eingesehen werden.

Prof. Roland Sauerbrey (Wissenschaftlicher Direktor) & Prof. Peter Joehnk (Kaufmännischer Direktor)