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Schlaglichter – Online-Jahresbericht 2016

  • Januar: Extremlabor zieht Forscher aus Fernost nach Dresden

Interessensbekundung zwischen CAEP und HZDR zur zukünftigen Zusammenarbeit an der Helmholtz International Beamline for Extreme Fields (HIBEF) am 29.01.2016 unterzeichnet

Interessensbekundung zwischen CAEP und HZDR am 29.01.2016 unterzeichnet

Foto: Axel Heimken

Mit einem Besuch am Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf unterstreichen Vertreter der China Academy of Engineering Physics (CAEP) ihr Interesse an einer konkreten Kooperation bei der Helmholtz International Beamline For Extreme Fields (HIBEF). Im Chinesischen Generalkonsulat unterzeichnen der Vorstand des HZDR, Prof. Roland Sauerbrey und Prof. Peter Joehnk, zusammen mit dem CAEP-Vizepräsidenten des Komitees für Wissenschaft und Forschung, Dr. Qiang Wu, dafür ein Memorandum of Understanding. HIBEF wird am Europäischen Röntgenlaser XFEL in Hamburg ab 2018 Materie-Untersuchungen unter extremen Bedingungen wie hohen Drücken, Temperaturen oder elektromagnetischen Feldern ermöglichen.


  • Februar: Stromsparende Minicomputer

Nano-Welten erforschen

Nano-Welten erforschen

Foto: HZDR/Oliver Killig

In dem neuen EU-Projekt „Ions4Set“, das am 1. Februar 2016 startete, wollen HZDR-Forscher mit Partnern aus fünf europäischen Ländern einen neuartigen Transistortyp kreieren, der Informationen mit einem einzigen Elektron schalten kann. Das würde den Stromverbrauch der Nano-Bauteile, die für das sogenannte Internet der Dinge benötigt werden, deutlich verringern. Bisherige Konzepte dieser Einzelelektronen-Transistoren funktionieren nur bei tiefen Temperaturen. Außerdem sind sie nicht passfähig zu den gängigen Herstellungsprozessen in der Mikroelektronik. Das Vorhaben, das über einen Förderzeitraum von vier Jahren mit vier Millionen Euro gefördert wird, will dafür Lösungen entwickeln.


  • März: Zusammenschluss europäischer Magnetlabore erhält Landmark-Status

Hochfeld-Magnetlabor Dresden

Hochfeld-Magnetlabor Dresden

Das Europäische Strategieforum für Forschungsinfrastrukturen (ESFRI) nimmt das European Magnetic Field Laboratory (EMFL) in seiner Roadmap als Landmark auf. Nach Einschätzung des ESFRI zählt es damit zu den 29 Infrastrukturen in Europa, die Wissenschaftlern Forschung auf Weltklasse-Niveau ermöglichen. Die Grundidee hinter dem EMFL war es, die vier führenden, europäischen Hochfeld-Einrichtungen zu vernetzen. Gründungsmitglieder des EMFL sind das Hochfeld-Magnetlabor Dresden des HZDR, das französische Centre National de la Recherche Scientifique sowie die Radboud Universität Nijmegen und die niederländische Stiftung zur Grundlagenerforschung der Materie (FOM).


  • April: DeltaX durchbricht fünfstellige Besuchermarke

10.000ster Besucher im Schülerlabor

10.000 im Schülerlabor DeltaX

Fünf Jahre nach seiner Gründung empfängt das HZDR-Schülerlabor Ende April den 10.000sten Gast. Im DeltaX schlüpfen Schüler ab der fünften Klasse für einen Tag in die Rolle von Forschern. Das Labor bietet spezielle Experimentiertage zu den Themen Magnetismus, Licht und Farbe sowie Radioaktivität und Strahlung an. Aber auch Lehrer können sich am DeltaX einmal pro Jahr zu aktuellen Entwicklungen in der Forschung fortbilden. 2016 strömten rund 3.000 Schüler an das HZDR – nicht nur aus Dresden und Umgebung, sondern auch aus anderen Teilen Sachsens und aus Südbrandenburg. Seit seinen Anfängen vor fünf Jahren konnte DeltaX somit seine Besucherzahlen mehr als verdoppeln.


  • Mai: Tag des offenen Labors lockt viele Besucher nach Rossendorf

Tag des offenen Labors 2016 76

Am Tag des offenen Labors

Bei strahlendem Sonnenschein werfen am Tag des offenen Labors rund 3.400 Gäste einen Blick hinter die Kulissen moderner Forschung. An über 100 Stationen zeigen die drei Veranstalter HZDR, VKTA – Strahlenschutz, Analytik & Entsorgung sowie die ROTOP Pharmaka GmbH ihre wissenschaftlichen Entdeckungen. So reicht in den HZDR-Laboren die Themenvielfalt von der Entwicklung radioaktiver Arzneimittel für die Krebstherapie über einzigartige Konzepte für Beschleuniger und Laser bis hin zur Astroteilchen-Forschung. Beim VKTA stehen Fragen zum Rückbau kerntechnischer Anlagen sowie zur Entsorgung radioaktiver Abfälle im Fokus. Die ROTOP Pharmaka GmbH klärt über die Herstellung von Arzneimitteln für die Nuklearmedizin auf.


  • Juni: Rohstoff-Forschung der Zukunft

Hauptgebäude HIF

Foto: BBF Baubüro Freiberg GmbH

Mitte Juni weiht die Sächsische Wissenschaftsministerin Dr. Eva-Maria Stange den neuen Standort des Helmholtz-Instituts Freiberg für Ressourcentechnologie ein. Seit dem Frühjahr 2014 wurde das denkmalgeschützte Gebäude über Mittel des Bundes, des Freistaats Sachsen und der Stadt Freiberg saniert. Den Wissenschaftlern stehen nun einzigartige Labore für die Forschung entlang der gesamten Rohstoffkette zur Verfügung. Ihr Ziel: Neue Wege für die Erkundung, Aufbereitung und das Recycling von Hightech-Metallen zu finden. Das Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf und die TU Bergakademie Freiberg haben das Institut im Jahr 2011 gemeinsam gegründet.


  • Juli: BioMetals lockt Experten aus aller Welt nach Dresden

Der Chemiker Dr. Gerhard Geipel ist Experte für spektroskopische Methoden. Er richtet in Dresden die BioMetals-Konferenz 2016 aus. Foto: HZDR/O.Killig

Dr. Gerhard Geipel organisierte die Biometals in Dresden
Foto: HZDR/O.Killig

Zusammen mit der International BioMetals Society organisiert das HZDR vom 10. bis 15. Juli eine Konferenz zur Wechselwirkung von Metallen in biologischen Systemen. Bei dem Treffen, das alle zwei Jahre stattfindet, diskutieren die rund 120 Forscher über ein weites Themenspektrum: Angefangen bei der Regulation und Aufnahme von Metallen in Organismen über die Wechselwirkung von Metallen mit Pflanzen und Mikroorganismen bis hin zu Fragen zu Toxizität und Schutzmechanismen. Ein besonderer Fokus liegt zudem auf dem Verhalten von Radionukliden – einer der Forschungsschwerpunkte am HZDR.


  • August: Startschuss für neue Azubis

Neue Auszubildende 2016
Azubi-Gemeinschaft am HZDR

Für acht junge Menschen beginnt Anfang August am Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf das Berufsleben. Damit steigt die Gesamtzahl der Auszubildenden auf 42. Bei der traditionellen Lehrjahreseröffnung wurden gleichzeitig die Absolventen verabschiedet. Den Preis für die „Beste Auszubildende" – diesen Preis vergibt das HZDR seit dem Jahr 1999 – erhielt 2016 die Physiklaborantin Stefanie Sonntag. Das Zentrum bildet in insgesamt neun Berufen aus. Außerdem bietet es duale Studiengänge zu Wirtschaftsinformatik, Strahlen- sowie Informationstechnik an. Seit 16 Jahren in Folge zeichnet die Industrie- und Handelskammer Dresden das HZDR als vorbildlichen Ausbildungsbetrieb aus.


  • September: Technikerakademie erhält Innovationspreis Weiterbildung

Kollegen lernen von Kollegen. Das Konzept der HZDR-Technikerakademie wurde mit dem Innovationspreis Weiterbildung des Freistaates Sachsen ausgezeichnet.

Foto: HZDR/Matthias Rietschel

„Kollegen lernen von Kollegen“ – unter diesem Motto steht die Technikerakademie des HZDR. Dieses Weiterbildungsprogramm richtet sich speziell an die technischen Mitarbeiter des Forschungszentrums. Praxisnah geben dabei Operateure, Techniker und Laboranten ihr Know-how an Kollegen weiter, um einerseits das durch die Erstausbildung vermittelte Fachwissen aktuell zu halten und es andererseits durch Fach- und Sachbezüge anzureichern. Dieses Konzept, das das HZDR zusammen mit der Sächsischen Bildungsgesellschaft für Umweltschutz und Chemieberufe Dresden mbH entwickelt hat, zeichnet das Sächsische Staatsministerium für Kultus Ende September mit dem Innovationspreis Weiterbildung aus.


  • Oktober: Wissenschaft unter freiem Himmel

Logo Tag der Deutschen Einheit 2016

Logo: SMWK

Zum Bürgerfest für den Tag der Deutschen Einheit präsentiert das HZDR vom 1. bis 3. Oktober auf der Wissenschaftsmeile rund um die Dresdner Frauenkirche Aspekte seiner Forschung. So beleuchten Forscher des Zentrums zusammen mit Kollegen des Universitätsklinikums Carl Gustav Carus und der Medizinischen Fakultät der TU Dresden das Potential der Protontherapie zur Krebsbehandlung. Außerdem erklären die Wissenschaftler aus Rossendorf, wie sich Teilchen per Laserkraft beschleunigen oder mit Hilfe einer Nebelkammer sichtbar machen lassen. Insgesamt strömen über 450.000 Besucher auf das Bürgerfest.


  • November: EU fördert Sprung in die Gigabit-Gesellschaft

Prototyp-Anlage TELBE mit zwei parallel betriebenen Terahertz-Quellen: ein Diffraktionsstrahler (rechts) und eine Undulator-Quelle (mit orangefarbenen Kühlschläuchen).

TELBE-Anlage am HZDR

Foto: HZDR/F. Bierstedt

Mit 4,4 Millionen Euro unterstützt die Europäische Union das Entwicklungsprojekt TRANSPIRE (Terahertz RAdio communication using high aNistropy SPIn torque Resonators) im Zukunftstechnologie-Programm „Future and Emerging Technologies – Open” (FET Open). Forscher des HZDR wollen darin gemeinsam mit Kollegen aus Dublin, Trondheim und Lausanne neuartige Sender entwickeln, die Informationen hundert-, vielleicht sogar tausendmal schneller per Datenfunk übertragen können als heutige WLAN-Netze. Die Federführung für das Gesamtprojekt liegt beim Trinity College in Dublin und der irischen Wissenschaftsstiftung AMBER. Vom Dresdner Zentrum sind insgesamt zwei Gruppen an dem Vorhaben beteiligt. Das Projekt ist auf vier Jahre angelegt


  • Dezember: Wege zur CO2-freien Energieversorgung

Wissenschaftlerin montiert eine Temperaturmesslanze am Kühlwasserrohr der TOPFLOW-Anlage (Foto: HZDR/Rainer Weisflog)

Thema am HZDR: Energie in industriellen Prozessen einsparen

Foto: HZDR/Rainer Weisflog

Um die verschiedenen Kompetenzen auf dem Gebiet der Energieforschung innerhalb der Helmholtz-Gemeinschaft besser zu kombinieren, treffen sich Anfang Dezember Experten aus sieben Helmholtz-Zentren – darunter Wissenschaftler des HZDR – in Berlin. Bei der Diskussion geht es um die Frage, welchen Beitrag die Helmholtz-Forscher zur Energiewende und zur Dekarbonisierung der Energieversorgung leisten können. Die Expertinnen und Experten sind sich dabei einig, dass dies nur mit innovativen und flexiblen Systemlösungen gelingen kann, die den komplexen Bedürfnissen der Energielandschaft gerecht werden.