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Prof. Christiane Scharf
Head of Metallurgy and Recycling Department

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CHROMIC

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Eine gesicherte Versorgung mit Chrom, Vanadium, Molybdän und Niob ist für die europäische Industrie von strategischer Bedeutung, insbesondere für die Wettbewerbsfähigkeit des verarbeitenden Gewerbes und das Innovationspotenzial von Hochtechnologiebranchen. Aufgrund der Importabhängigkeit Europas, ist die sichere Versorgung jedoch stark gefährdet. Gleichzeitig geht ein großer Teil dieser Metalle in Industrieabfällen verloren oder verbleibt in Anwendungen, bei denen ihr intrinsischer Wert nicht voll genutzt werden kann.

Daher entwickeln Spezialisten im Projekt CHROMIC chemische und physikalische Verfahren zur Rückgewinnung von Chrom, Vanadium, Molybdän und Niob aus Schlacken und zwar durch intelligente Kombinationen bestehender und neuer Methoden. Die Verfahren werden unter dem Gesichtspunkt der nachhaligen Extraktion von wertvollen und strategisch kritischen Metallen validiert und getestet - also unter wirtschaftlichen, ökologischen und sozialen Kriterien.

Die Verfahren werden für zwei Modellströme (Edelstahlschlacken und Ferrochromschlacken) entwickelt, die sich auch für andere industrielle Wertschöpfungsketten in Europa eignen sollen. Ziel ist es, für Chrom, Vanadium, Molybdän und Niob eine "Kreislaufwirtschaft" zu schaffen, in der die Produkte jederzeit ein höchstmögliches Niveau an Funktionalität und Wert erreichen.

Durch die Einführung neuer Rückgewinnungsstragien von (Neben-)Metallen soll das Projekt dazu beitragen, Treibhausgasemissionen aus der Metallproduktion sowie die Umweltauswirkungen durch Industrieabfällen zu reduzieren. Der europäischen Industrie kommt zugute, dass Abfall wieder in ein Produkt mit einem Marktwert umgewandelt wird. Mit CHROMIC wird außerdem die Abhängigkeit Europas für Metalle aus ausländischen Quellen verringert. Die CHROMIC-Partner planen über die gesamte Projektlaufzeit hinweg, die Öffentlichkeit in die Entwicklung der neuen Verfahren einzubeziehen, um so  den direkten Weg für die Umsetzung zu ebnen.


Projekttitel: effiCient mineral processing and Hydrometallurgical RecOvery of byproduct Metals from low-grade metal contaIning seCondary raw materials (CHROMIC)

Offizielle Webseite: http://www.chromic.eu/

Projektpartner:

Laufzeit: 01.11.2016 - 31.10.2020

Fördersumme: 4.870.000 €

Fördernummer: 730471

Förderprogramm: Horizon 2020

 

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