Adapter CAR-basierte Immuntheranostika zur individualisierten Tumortherapie und Diagnose
Durch genetische Modifikation können Immuneffektorzellen (wie z. B. NK-Zellen und T-Zellen) mit artifiziellen chimären Antigenrezeptoren (CARs) ausgestattet werden. CARs bestehen aus einer extrazellulären Antigenbindungsdomäne, einer Transmembrandomäne sowie intrazellulären Signaldomänen. Mit Hilfe dieser artifiziellen Rezeptoren können CAR-armierten Immunzellen gezielt Tumorzellen erkennen und zerstören. Bislang hat die CAR-T-Zell-Therapie beeindruckende Erfolge gegen Blutkrebserkrankungen erzielt, was zur Zulassung einiger CAR-T-Zell-Produkte geführt hat. Diese lebenden Arzneimittel können allerdings auch schwere bis lebensbedrohliche Nebenwirkungen verursachen.
Um die Verträglichkeit von CAR-T-Zell-Therapien zu verbessern, haben wir die modularen UniCAR und RevCAR Plattformen entwickelt. Im Gegensatz zu konventionellen CARs können UniCARs/RevCARs Tumorzellen nicht direkt erkennen. UniCAR/RevCAR-T-Zellen benötigen ein zusätzliches tumorspezifisches Targetmodul (TM) zur Tumorerkennung. In Abhängigkeit von der Verfügbarkeit der TMs kann die Aktivität der UniCAR/RevCAR-T-Zellen reversibel ein- oder ausgeschaltet werden, um Nebenwirkungen kontrollieren zu können. Das UniCAR System wir derzeit in klinische Phase I Studien getestet. Bemerkenswert ist, dass erste Patienten, der CD123 Studie, sehr vielversprechende Phase I Studien.
Um die CAR-T-Zell-Therapie noch gezielter gegen Tumorzellen auszurichten und damit sicherer zu machen, haben wir ein Dual-RevCAR System für wahres kombinatorisches AND gate Tumortargeting entwickelt. Dabei müssen Dual-RevCAR T-Zellen zwei Tumorantigene erkennen, um vollständig aktiviert zu werden.
Neben Killerimmunzellen können auch regulatorische T-Zellen (Tregs) mit UniCAR/RevCARs ausgestattet werden und so gegen Entzündungs-, Infektions- oder Autoimmunerkrankungen therapeutische Anwendung finden.
Referenzen: