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Frankfurt (Oder) und Cottbus vom 29.05.-31.05.2017

Findlinge und Tagebau - Spuren von Eiszeit und Industrie

Die diesjährige Azubi-Exkursion führte uns über den Findlingspark Nochten nach Frankfurt (Oder) sowie nach Cottbus. Der Findlingspark besteht aus sieben verschiedenen Parkbereichen: Steingarten, Teichgarten, Heidegarten, Heidemoor, Waldsee, Felsengarten und Klein-Skandinavien und ziert über 7.000 Findlinge, die von Gletschern der Eiszeit aus Nordeuropa in die Lausitz verfrachtet worden sind. Der Park erstreckt sich auf einer Gesamtfläche von ca. 20 ha und stellt ein schönes Beispiel der Nachnutzung von Tagebaugebieten dar. Nach einer Führung durch den Park fuhren wir weiter in Richtung Tagebau Nochten. In diesem werden bis zu 18 Mio. Tonnen Braunkohle jährlich gefördert. Wir besichtigten den Tagebau und seine beeindruckende Technik, die von der LEAG (Lausitz Energie Bergbau AG) betrieben wird.

Am nächsten Tag waren wir im Leibniz-Institut für innovative Mikroelektronik, kurz IHP, in Frankfurt (Oder) zu Besuch. Das IHP betreibt Forschung und Entwicklung zu siliziumbasierten Systemen, Höchstfrequenz-Schaltungen und Technologien für die drahtlose und die Breitbandkommunikation. Nach einer kurzen Unternehmenspräsentation hatten wir die Gelegenheit, das IHP und seine Reinräume mit der Waferproduktion zu besichtigen. Natürlich erhielten wir keinen Zutritt, doch wir hatten die Möglichkeit, die Wissenschaftler von außen bei ihrer Arbeit zu beobachten. In einem Reinraum werden spezielle Messungen und Experimente durchgeführt, welche eine extrem geringe Partikelbelastung der Luft voraussetzen. In einem weiteren Vortrag zum Thema „Drahtlose Sensornetze retten Leben“ erfuhren wir, wie zum Beispiel eingenähte Sensoren in der Kleidung von Feuerwehrleuten funktionieren, welche die Vitalwerte wie Puls, Blutdruck, Herzfrequenz etc. messen können. Diese Werte werden dann an den zuständigen Einsatzleiter weitergeleitet. Dadurch kann der physische Zustand der Einsatzkräfte zu jedem Zeitpunkt kontrolliert werden und auf Gefahrensituationen besser reagiert werden. Im Anschluss hatten wir noch die Gelegenheit, uns mit den Ausbildern und Azubis des IHPs auszutauschen. Danach machten wir uns auf den Weg nach Cottbus, wo wir zuerst das IKMZ (Informations-, Kommunikations- und Medienzentrum) der Brandenburgischen TU besichtigten. Danach ging es weiter zum Zentrum für Energietechnologie der BTU, in dem uns aktuelle Projekte vorgestellt wurden. Sehr interessant war die Verstärkung von Blechen mithilfe einer Wabenstruktur, wodurch die Tragfähigkeit um ein Vielfaches erhöht werden kann. Im Anschluss daran besichtigten wir das Staatstheater Cottbus, in dem wir eine Führung mit historischem Hintergrund erhielten. Wir erfuhren viel über die architektonischen Besonderheiten des Gebäudes, welches im Jugendstil erbaut wurde und die verschiedenen Arbeiten, die an einem Theater vor und hinter den Kulissen verrichtet werden. Wir nahmen u. a. in der Loge Platz und für einen kurzen Moment standen wir selbst im „Rampenlicht“ auf der Bühne, wo sonst nur die Darsteller stehen. Aus dieser Perspektive hatten wir einen fantastischen Blick in den Zuschauerbereich und konnten das Theater in voller Schönheit betrachten.

Am letzten Tag fuhren wir zum Senftenberger See. Wir überquerten den Senftenberger See und durchfuhren eine Schleuse, um auf den Geierswalder See zu gelangen. Beide Seen sind Teil des Lausitzer Seenlands. Dieses entwickelt sich derzeitig zur größten von Menschenhand geschaffenen, zusammenhängenden Wasserlandschaft Europas. Durch die Flutung früherer Tagebaue entsteht dort eine spektakuläre Wasserwelt von 23 Seen mit einer Gesamtfläche von 14.000 ha. Diese werden zukünftig alle durch schiffbare Kanäle und Schleusen miteinander verbunden sein.

Wir bedanken uns recht herzlich bei allen Beteiligten, insbesondere bei Herrn Prof. Joehnk und Frau Runow, die diese Fahrt ermöglichten. Adriana Knaak danken wir für das Planen und Organisieren dieser abwechslungsreichen und informativen Exkursion.

Luisa Böhme und Janek Thode (Technische Produktdesigner, 2. Ausbildungsjahr)


Azubi-Exkursion 2017

Azubi-Exkursion 2017

Foto: Jens Steiner

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