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Prof. Markus Reuter erhält Ehrendoktorwürde der Stellenbosch University

Presseinformation vom 8. Dezember 2017

Professor Markus Reuter

Professor Markus Reuter

Foto: HZDR

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Mit der heutigen Verleihung des Titels „Doktor-Ingenieur“ ehrt die Stellenbosch University Reuters herausragende wissenschaftliche und technologische Beiträge für die Produktion und das Recycling von Metallen sowie seinen besonderen Einsatz bei der Umsetzung akademischer Forschung in die Praxis. Der Metallurgie- und Recyclingexperte ist seit 2015 Direktor am Helmholtz-Institut Freiberg für Ressourcentechnologie (HIF), das zum Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf gehört, sowie Honorarprofessor für Systemintegrierte Werkstofferzeugung an der TU Bergakademie Freiberg.

Markus Reuters Engagement auf den Gebieten Recycling, recyclingfreundliche Produktgestaltung und Ressourceneffizienz trägt zu einer nachhaltigeren Gesellschaft bei. Durch seine Arbeit und Vorträge erreicht und inspiriert er wichtige Akteure auf der ganzen Welt. Nachwuchsingenieuren, Industrievertretern und Politikern verhilft er zu informierten Entscheidungen, um die knapper werdenden Rohstoffe schonender einzusetzen, erklärt die Stellenbosch University weiter.

Der Forscher wurde in Stellenbosch, Südafrika, geboren. Er studierte und promovierte an der Stellenbosch University und wurde an der RWTH Aachen habilitiert. Er erhielt bereits die Ehrendoktorwürde der Universität Lüttich, Belgien, sowie mehrere weitere Auszeichnungen. Im Jahr 2013 war er Hauptautor des Recycling-Reports, den das Umweltprogramm der Vereinten Nationen (UNEP) herausgegeben hat.

Wissenschaftler und Industrieexperte

Markus Reuter hat seit 1996 an Universitäten in sechs Ländern gelehrt. Er war tätig als Professor an der TU Delft, Niederlande, und in Südafrika. Gegenwärtig wirkt er als Professor an der University of Melbourne, Australien, sowie als Honorar- und außerordentlicher Professor in China, Finnland und Deutschland. Er hat 130 Studenten und Doktoranden betreut, mehr als 200 Artikel in begutachteten Fachzeitschriften veröffentlicht und über 200 Beiträge in ebenfalls begutachteten Konferenzberichten publiziert.

Reuter arbeitete außerdem neun Jahre lang als Technologiemanager und technischer Leiter bei dem finnischen Unternehmen Outotec bzw. Ausmelt, das weltweit führend ist auf dem Gebiet des Anlagenbaus für die Erzaufbereitung und die Metallurgie. Im Jahr 2015 wurde er an das Helmholtz-Institut Freiberg für Ressourcentechnologie berufen, wo er sich mit ressourcen- und energieeffizienten Stoffkreisläufen sowie optimierten Recyclingprozessen von Metallen beschäftigt. Zusammen mit Dr. Antoinette van Schaik führte er die erste wissenschaftliche Studie zur Recycelbarkeit eines Smartphones durch, die sich auf eine Simulationssoftware unter industrienahen Bedingungen stützt.


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