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In 2006, the city of Dresden carried the title "City of Science", and founded the network Dresden - City of Science, which has been active ever since. One popular event supported by the network partners in Dresden is the Dresden Long Night of Sciences.


"Charter of Diversity"

HZDR is a member of the "Charter of Diversity", an initiative encouraging diversity in business companies and public institutions. It is supported by the German federal government, the chancellor of Germany being its patron.

Nachricht vom 27. Juni 2019

Teilchenbeschleuniger-Experten treffen sich in Dresden

HZDR organisiert Internationale Konferenz zur Hochfrequenz-Supraleitung

Vom 30. Juni bis 5. Juli kommen mehr als 300 Wissenschaftler aus aller Welt auf Einladung des Helmholtz-Zentrums Dresden-Rossendorf (HZDR) zur 19. Internationalen SRF-Konferenz nach Dresden. Die Abkürzung steht für Superconducting Radiofrequency (Hochfrequenz-Supraleitung-) – das Herzstück moderner Teilchenbeschleuniger-Anlagen. Die Bandbreite der Themen reicht von den physikalischen Grundlagen über Materialfragen bis zum technologischen Design. So diskutieren die Konferenzteilnehmer aktuelle Erkenntnisse der Grundlagenforschung und neue Materialkonzepte, tauschen sich über Technologie und Weiterentwicklung bestehender Großanlagen aus. Weitere Sessions widmen sich dem Design von Hochfrequenz-Resonatoren und speziellen Anwendungsfragen.

Die Elektronenkanone (SRF-Gun) an der Strahlungsquelle ELBE des HZDR. ©Copyright: HZDR/O.Killig

Die Elektronenkanone (SRF-Gun) an der Strahlungsquelle ELBE des HZDR. Foto: HZDR/O.Killig Download

„Die Erforschung und technologische Nutzung von Hochfrequenz-Technologien auf Basis von Supraleitern hat in den letzten Jahrzehnten enorme Fortschritte gemacht“, so der Chairman der Konferenz, Prof. Peter Michel (HZDR-Institut für Strahlenphysik). „Weltweit verzeichnen wir eine wachsende Zahl an Forschungsanlagen nach diesem Prinzip. Hochfrequenz-Supraleitung ist eine Schlüsseltechnologie für große Teilchenbeschleuniger. Für deren Weiterentwicklung haben wir zwei Bereiche im Blick: Einerseits geht es darum, Verluste noch weiter zu minimieren. Andererseits wollen wir möglichst hohe elektrische Felder erreichen.“ Denn die Feldstärke entscheidet darüber, auf welche Energien die elektrisch geladenen Teilchen – beispielsweise Elektronen – beschleunigt werden können.

Anlagen ohne Supraleitung haben physikalische Grenzen: „Die Verlustenergie führt zu einer enormen Erwärmung, weshalb solche Anlagen nur gepulst betrieben werden können“, fügt Michel hinzu: „Beschleuniger auf Basis der Hochfrequenz-Supraleitung hingegen liefern einen quasi-kontinuierlichen Teilchenstrahl.“ Hochleistungs-Lichtquellen auf dieser Basis sind in der Forschung, vor allem in der Kern- und Teilchenphysik, unverzichtbar.

In guter Tradition hat das HZDR zudem im Vorfeld des Kongresses ein SRF-Tutorial organisiert. Rund 100 junge Wissenschaftler und Techniker haben diese Chance genutzt, neu oder wieder in das komplexe Fachgebiet einzusteigen. Im dreitägigen Intensivkurs vom 27. bis 29. Juni konnten sie sich am HZDR aus erster Hand über wissenschaftlich-technische Grundlagen der Teilchenbeschleunigung auf Basis supraleitender Radiofrequenz-Technologie informieren. Die Referenten und Tutoren kamen von Großforschungseinrichtungen aus aller Welt, darunter vom CERN (Conseil européen pour la recherche nucléaire, Europäische Organisation für Kernforschung), vom japanischen Forschungszentrum für Hochenergiephysik KEK und vom Deutschen Elektronen-Synchrotron DESY.


Zum Programm: www.srf2019.org


Kontakt:

Prof. Peter Michel | Institut für Strahlenphysik am HZDR | Conference Chairman SRF 2019
Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf | Bautzner Landstraße 400 | 01328 Dresden
Tel. +49 351 260-3259 | Email: p.michel@hzdr.de