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Nachricht vom 15. Juli 2021

Strahlender Sieger dank strahlender Idee

Sächsischer Transferpreis für Prof. (em.) Jörg Steinbach vom Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf

Der erste Platz des alle zwei Jahre vergebenen Sächsischen Transferpreises ehrt Prof. (em.) Jörg Steinbach vom Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf (HZDR) für seine modellhafte Transferleistung im Projekt „GMP-Herstellung für Iod-123 markierte Radiopharmaka zur Diagnostik von Parkinson“. Dies gab das Sächsische Staatsministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr bekannt. 
 

Prof. Jörg Steinbach ©Copyright: NCT Dresden/Philip Benjamin

Prof. Jörg Steinbach

Foto: NCT Dresden/Philip Benjamin

Parkinson gilt nach Demenz als die zweithäufigste Nervenerkrankung. Bei frühzeitiger Diagnose bestehen inzwischen jedoch gute Therapiemöglichkeiten zur Linderung der Symptome. Das HZDR produziert seit gut neun Monaten das Radionuklid Iod-123, Ausgangsstoff für ein Radiopharmakon zur gezielten nuklearmedizinischen Diagnostik von Parkinson. Das eigentliche Medikament wird in einem zweiten Schritt in der ROTOP Radiopharmacy GmbH synthetisiert, einem in unmittelbarer Nachbarschaft angesiedelten Unternehmen. Initiiert hatte diesen Transfer der inzwischen pensionierte HZDR-Wissenschaftler Prof. (em.) Jörg Steinbach, der bis September 2018 Direktor am Institut für Radiopharmazeutische Krebsforschung war.

Transferpreis-Jurorin Dr. Susanne Ebitsch von der Universität Leipzig lobt seine Idee: „Mit der Etablierung einer Public Private Partnership an einem Forschungsinstitut ist Prof. em. Jörg Steinbach ein besonderer, kreativer Weg des Transfers gelungen.“

Ziel des Transferprojektes war es, die technologischen Voraussetzungen für ein Herstellungsverfahren des Radionuklids Iod-123 zu entwickeln. Das HZDR stellt im Ergebnis routinemäßig das Radionuklid als Ausgangsstoff für das ROTOP-Medikament her, das zur gezielten nuklearmedizinischen Diagnostik des Parkinson-Syndroms eingesetzt wird.

Prof. Sebastian M. Schmidt, Wissenschaftlicher Vorstand des HZDR, sieht mit der Auszeichnung die Bedeutung enger Kooperationen mit der Industrie bestätigt: „Das Radiopharmakon ist das beste Beispiel dafür, dass wir gemeinsam Ziele erreichen, die wir allein nicht schaffen können. Mit dem Kooperationsmodell der Public Private Partnership beschreitet das HZDR in der Zusammenarbeit mit der Wirtschaft neue Wege. Wissens- und Technologietransfer ist am HZDR gelebte Mission.“


Medienkontakt:

Simon Schmitt | Leitung und Pressesprecher
Abteilung Kommunikation und Medien
Tel.: +49 351 260 3400 | E-Mail: s.schmitt@hzdr.de