Pressemitteilungen des Instituts für Ressourcenökologie der letzten 5 Jahre
Jason Ross erhält Roy-G.-Post-Stipendium für Forschung zur Entfernung radioaktiver Stoffe aus dem Körper
Pressemitteilung vom 10.03.2026
Auf dem Waste Management Symposium 2026 in Phoenix (Arizona, USA) wird HZDR-Gastwissenschaftler Jason Ross für seine herausragenden Beiträge im deutsch-französischen Forschungsprojekt ActiDecorp ausgezeichnet. Das Projekt verfolgt ein ambitioniertes Ziel: die Entwicklung neuartiger Wirkstoffe, die radioaktive Actinide effizient aus dem menschlichen Körper entfernen können.
Wie Uran aus dem Bergbau in die Umwelt gelangt: Studie untersucht Belastung von Kindern in der Umgebung südafrikanischer Goldminen
Pressemitteilung vom 29.01.2026
Seit Jahrzehnten leben Familien in Gemeinden rund um Johannesburg in der Nähe riesiger Abraumhalden von Goldminen. Für viele Anwohner ist der dort freigesetzte Staub Teil des Alltags – doch er kann natürliche Uranverbindungen enthalten, die mit dem abgebauten Gestein an die Oberfläche gelangen. Eine neue Studie in der Fachzeitschrift Environmental Geochemistry and Health (DOI: 10.1007/s10653-025-02874-2) zeigt, wie sich diese Belastung im Haar von Kindern widerspiegelt.
Wie gesund sind Paranüsse wirklich? Neue Studie klärt über Spurenelemente in der Schalenfrucht auf
Pressemitteilung vom 22.12.2025
Paranüsse gelten als wahre „Selen-Bomben“ und werden gern als natürliche Nahrungsergänzung konsumiert. Doch sie enthalten nicht nur den lebenswichtigen Nährstoff, sondern auch Spuren potentiell problematischer Metalle wie Barium und radioaktives Radium. Forschende des Helmholtz-Zentrums Dresden-Rossendorf (HZDR) und des VKTA – Strahlenschutz, Analytik & Entsorgung Rossendorf e.V. haben nun erstmals systematisch untersucht, wie viel dieser Elemente beim Verdauungsprozess tatsächlich in den Körper gelangen können.
Internationales Forschungsteam klärt auf, wie Kieselalgen mit Uran interagieren
Pressemitteilung vom 07.08.2025
Uran kommt in Mineralen im Boden vor, löst sich in Bergbauwässern, gelangt zusammen mit Phospatdünger auf die Felder: In Deutschland ist das Schwermetall Uran vor allem in Sachsen und Thüringen verbreitet, weitere Vorkommen gibt es in Süddeutschland. In Kooperation mit französischen Forschenden haben Fachleute des Helmholtz-Zentrums Dresden-Rossendorf (HZDR) nun aufgeklärt, wie Uran chemisch mit Kieselalgen wechselwirkt.
Von schnellsten Protonen bis Bakterien im Endlager: Helmholtz zeichnet zwei HZDR-Forscher mit Promotionspreisen aus
Pressemitteilung vom 10.07.2025
In gleich zwei von sechs Forschungsbereichen konnten frühere Doktoranden des HZDR mit ihren Abschlussarbeiten die Jury des Helmholtz-Promotionspreises 2024 überzeugen. Dr. Stephan Hilpmann erhielt für seine Dissertation zur Endlagerung hochradioaktiver Abfälle die Auszeichnung im Bereich Energie. Auf dem Feld Materie hat Deutschlands größte Forschungsorganisation den Preis an Dr. Tim Ziegler für seine Doktorarbeit zu kompakten, laserbasierten Plasma-Beschleunigern verliehen. In den vergangenen drei Jahren ging damit insgesamt fünf Mal der Promotionspreis der Helmholtz-Gemeinschaft an das HZDR.
Gemeinsame Berufung über Landesgrenzen hinweg
Nachricht vom 02.07.2025
Dem Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf (HZDR) die Treue halten und gleichzeitig zu neuen Ufern aufbrechen: Seit dem 1. Mai 2025 ist der HZDR-Wissenschaftler Moritz Schmidt Professor für Koordinationschemie mit Schwerpunkt Radionuklide am Institut für Materialchemie der Fakultät für Umwelt- und Naturwissenschaften der Brandenburgischen Technischen Universität Cottbus-Senftenberg (BTU). Bei Schmidts Professur handelt es sich um eine gemeinsame Berufung mit dem HZDR, die über die Landesgrenzen von Sachsen und Brandenburg hinweg erfolgte.
Radioaktivität rettet Leben: Forschungsmagazin „entdeckt“ gibt Einblicke in die moderne radiopharmazeutische Krebsforschung
Nachricht vom 17.03.2025
Die neue Ausgabe des Magazins beleuchtet, wie sich radioaktive Substanzen präzise und gezielt in der Diagnose und Therapie von Tumoren nutzen lassen, um neue Wege im Kampf gegen den Krebs zu eröffnen. Darüber hinaus gibt es wie gewohnt auch Einblicke in andere Bereiche der aktuellen Forschung an unserem Zentrum.
Rohstoffe aus Atommüll: EU-Projekt „MaLaR“ startet unter Federführung des HZDR
Pressemitteilung vom 13.01.2025
Ist die Endlagerung die einzige Strategie, mit radioaktiven Abfällen umzugehen? Prof. Kristina Kvashnina vom Helmholtz-Zentrum-Dresden-Rossendorf (HZDR) sagt nein. Mithilfe einer neuen EU-Förderung will sie Möglichkeiten erforschen, Teile von Atommüll durch neuartige Trennverfahren zu recyceln.
Nuklearchemie: HZDR doppelt ausgezeichnet
Nachricht vom 05.12.2024
Die Fachgruppe Nuklearchemie der Gesellschaft Deutscher Chemiker (GDCh) hat in diesem Jahr gleich zwei Wissenschaftler, die am HZDR ihre Doktorarbeit erfolgreich abgeschlossen haben, mit Promotionspreisen geehrt. Dr. Stephan Hilpmann vom Institut für Ressourcenökologie und Dr. Fabian Krutzek, ehemals Institut für Radiopharmazeutische Krebsforschung des HZDR, nahmen die Auszeichnung auf der Jahrestagung der Gruppe Anfang November 2024 in Karlsruhe entgegen. Die GDCh-Promotionspreise sind mit 500 Euro dotiert. Die Preisträger erhielten darüber hinaus die Gelegenheit, ihre Arbeiten in Fachvorträgen zu präsentieren.
Von der Erkundung der Tiefen komplexer Elektronenschalen
Pressemitteilung vom 05.09.2024
Das Schwermetall Uran ist nicht nur für seine Radioaktivität bekannt, sondern auch für seine komplizierte Chemie und sein vielfältiges Bindungsverhalten. Jetzt haben Forschende Synchrotronlicht an der Rossendorf Beamline (ROBL) genutzt, um die einzigartigen Eigenschaften von niederwertigen Uranverbindungen zu studieren, wie sie im Fachjournal Nature Communications (DOI: 10.1038/s41467-024-50924-7) berichten.
Zellgifte unter der Lupe: Forschende beleuchten Wechselwirkungen von Radionukliden mit Nierenzellen
Pressemitteilung vom 04.07.2024
Gelangen Radionuklide in unseren Organismus, beispielsweise durch Einatmen, Verschlucken oder über Wunden, sind sie ein potentielles Gesundheitsrisiko. Viele bisherige Studien zur Radionuklid-Belastung konzentrierten sich hauptsächlich auf Tierversuche. Daten zur Toxizität auf Zell- und Molekülebene sind dagegen selten. Nierenzellen sind hierbei von besonderem Interesse, da sie bei Säugetieren eine zentrale Rolle bei der Entgiftung von zwei-, drei- und sechswertigen Radionukliden und anderen Schwermetallen über die Urinausscheidung einnehmen.
Cornelius Fischer zum Leipziger Universitätsprofessor berufen
Nachricht vom 08.05.2024
Die Universität Leipzig hat Dr. Cornelius Fischer vom Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf (HZDR) im April zum Professor berufen. Im Fokus der neu geschaffenen Professur mit dem Titel „Radiochemie und Radioökologie“ steht die Erforschung der Wechselwirkung radioaktiver Nuklide mit synthetischen Materialien und der Umwelt. Gemeinsam mit seiner Abteilung der HZDR-Forschungsstelle Leipzig forscht Fischer schon seit vielen Jahren auf diesem Gebiet, insbesondere an Radiotracern – das sind radioaktiv markierte Sonden, die Rückschlüsse auf die Geschwindigkeit von chemischen Reaktionen oder Transportprozesse in Gesteinsformationen erlauben. Mit den neuen Möglichkeiten der Professur möchte er nun sein Fach sowohl im Bereich der Forschung als auch in der Lehre weiter voranbringen.
Uranimmobilisierende Bakterien im Tongestein: Mikrobielle Reduktion verringert Mobilität von Uranverbindungen
Pressemitteilung vom 16.04.2024
Bei der Konzeption von Endlagern für hochradioaktive Abfälle in tiefen geologischen Schichten müssen verschiedene Faktoren sorgfältig berücksichtigt werden, um ihre langfristige Sicherheit zu gewährleisten. Unter anderem können natürliche Lebensgemeinschaften von Mikroorganismen das Verhalten der Abfälle beeinflussen, insbesondere, wenn sie in Kontakt mit Wasser geraten. Die Mikroorganismen interagieren mit freigesetzten Radionukliden und beeinflussen deren Mobilität. Forschende des Helmholtz-Zentrums Dresden-Rossendorf (HZDR) haben sich einen Mikroorganismus genauer angeschaut, der in der Umgebung eines möglichen Endlagers vorkommt.
Besondere Anerkennung für herausragende Forschung
Pressemitteilung vom 15.03.2024
Zwei HZDR-Forscherinnen haben parallel den wohl wichtigsten Schritt in ihren akademischen Karrieren geschafft: Die Physikerinnen Prof. Kristina Kvashnina und Dr. Larysa Baraban sind von ihren jeweiligen Partnerhochschulen in Kooperation mit dem HZDR auf Professuren berufen worden.
Magnetbakterien: Filigrane Klärwerke
Pressemitteilung vom 09.05.2023
Einem Forschungsteam des Helmholtz-Zentrums Dresden-Rossendorf (HZDR) ist es gelungen, uranhaltiges Wasser mittels einer besonderen Art von Bakterien zu reinigen – den sogenannten magnetotaktischen Bakterien, die ihren Namen der Fähigkeit verdanken, auf Magnetfelder reagieren zu können. Sie sind in der Lage, in Lösung befindliche Schwermetalle in ihre Zellwand einzubauen. Die Forschungsergebnisse (DOI: 10.1016/j.jhazmat.2022.129376) werfen auch ein neues Licht auf die Wechselwirkungen von Uran mit Bioliganden.
Nukleare Sicherheitsforschung: FENABIUM II untersucht Wechselwirkungen radioaktiver Substanzen mit biologischen Systemen
Pressemitteilung vom 02.05.2023
Im Verbundprojekt FENABIUM II untersuchen Forschende der TU Dresden, des Helmholtz- Zentrums Dresden-Rossendorf (HZDR) sowie der Universität Leipzig die Wechselwirkungen der sogenannten f-Elemente mit Biomolekülen. Ziel des Grundlagenforschungsprojekts ist es, aus den gewonnenen Erkenntnissen, Struktur-Wirkprinzipien abzuleiten, die im Falle einer Verbreitung dieser Elemente in Geo- und Biosystemen zum Tragen kommen. Damit soll eine Risikoeinschätzung, insbesondere auch im Hinblick auf den Eintrag in die Nahrungskette ermöglicht werden. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung fördert das Verbundprojekt mit einer Gesamtsumme von knapp 2,9 Millionen Euro.
Nina Huittinen wird Professorin an FU Berlin
Nachricht vom 25.04.2023
Die FU Berlin hat Dr. Nina Huittinen vom HZDR zur Professorin für anorganische Chemie ernannt. Die Wissenschaftlerin vom Institut für Ressourcenökologie hat ihre neue Stelle zum Beginn des Sommersemesters im April 2023 angetreten. Bei der Professur handelt es sich um eine Vertretungsposition mit einer Laufzeit von zunächst eineinhalb Jahre.
Erfolgreiche Röntgen-Kombi: Raffinierter Methodenmix ermöglicht bessere Kristallstrukturanalysen
Pressemitteilung vom 20.02.2023
Mitunter muss die Wissenschaft feststellen, dass eine Methode, mit der sie seit Jahren erfolgreich experimentiert, unter gewissen Umständen doch nicht so gut funktioniert. Dann gilt es, die Mängel akribisch zu analysieren und anschließend auszubügeln. Genau das gelang nun einer Arbeitsgruppe der Universität Regensburg, der Universität Durham und des Helmholtz-Zentrums Dresden-Rossendorf (HZDR) mit der Röntgenbeugung, einer verbreiteten Methode zur Enträtselung von Kristallstrukturen.
Pilz ist nicht gleich Pilz: Wie feine unterirdische Geflechte Schwermetall-Kontaminationen beheben könnten
Pressemitteilung vom 02.01.2023
Heimische Pilzsammler wissen: Viele Speisepilze in unseren Wäldern sind als Folge der Reaktorkatastrophe von Tschernobyl 1986 immer noch mit Radionukliden belastet. Weniger bekannt ist, dass Pilze auch andere Schwermetalle akkumulieren können. Ein Team des Helmholtz-Zentrums Dresden-Rossendorf (HZDR) hat nun die Besonderheiten der Wechselwirkung von vier verschiedenen Pilzarten mit Europium als nicht radioaktives und chemisches Pendant für bestimmte Actinoide und andere Vertreter der Seltenerd-Elemente erforscht (DOI: 10.1016/j.scitotenv.2022.158160). Damit entschlüsseln die Wissenschaftler*innen das Migrationsverhalten von Radionukliden in der Umwelt: Details, die sowohl für eine Gefährdungsbeurteilung als auch für die Entwicklung industrieller Sanierungs- oder Gewinnungsverfahren unverzichtbar sind.
Verborgene Wechselwirkungen unter der Lupe: Neue BMBF-Nachwuchsgruppe erforscht Technetium in der Umwelt
Pressemitteilung vom 14.09.2022
Mit einer Halbwertszeit von etwa 210.000 Jahren spielt das radioaktive Isotop Technetium-99 (99Tc), das in Kernreaktoren durch die Spaltung des Uranisotops 235U entsteht, eine zentrale Rolle bei der Frage der sicheren Endlagerung radioaktiver Stoffe. Trotzdem ist es bislang weitgehend ungeklärt, wie sich Technetium nach der Freisetzung in der Umwelt verhält. Eine neue Nachwuchsgruppe mit dem Namen „TecRad“ um Dr. Natalia Mayordomo Herranz vom Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf (HZDR) will diese Lücke nun mit einer Vielzahl von fortschrittlichen Methoden schließen. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) finanziert das Projekt in den kommenden fünf Jahren mit 1,87 Millionen Euro.
Gerüstbau mit Exoten: Forschungsteam gelingt Herstellung neuartiger metallorganischer Netzwerke
Pressemitteilung vom 09.09.2022
Die vor 25 Jahren entdeckten metallorganischen Gerüstverbindungen (MOFs – metal-organic frameworks) umgab aufgrund ihrer besonderen Eigenschaften schnell der Nimbus eines „Wundermaterials“, da ihre großen inneren Oberflächen und einstellbaren Porengrößen verbesserte Anwendungen beispielsweise in der Stofftrennung oder bei der Gasspeicherung ermöglichen. Während bisherige Vertreter hauptsächlich auf Übergangsmetallen wie Kupfer und Zink basieren, hat sich ein Team vom Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf (HZDR) an exotischerer Stelle im Periodensystem der Elemente umgesehen: Sie erforschen analoge Verbindungen, bei denen sie als anorganischen Teil Actinoide einbauen. Auf diese Weise leisten sie unter anderem einen Beitrag zur sicheren Endlagerung radioaktiver Stoffe.
„Gute Frage“ - Gute Antworten von HZDR-Wissenschaftlern
Highlight vom 11.05.2022
In der neuen Ausgabe des Videoformats „Gute Frage“ der TU Dresden geht es um das Thema Kernenergie. Kein Wunder, dass hier gleich zwei Wissenschaftler vom Institut für Ressourcenökologie des HZDR ausführlich zu Wort kommen: Prof. Thorsten Stumpf wurde zu Endlagerung von Atommüll befragt, Dr. Sören Kliem zum Thema Reaktorsicherheit und welche Rolle die Wissenschaft künftig auf diesem Gebiet noch spielen kann, wenn es in Deutschland kaum noch Atomkraftwerke gibt.
Schwermetallgehalt in Haarproben bestimmen
Pressemitteilung vom 09.05.2022
In Südafrika befindet sich das größte bekannte Goldvorkommen der Erde, die Witwatersrand-Lagerstätte unweit von Johannesburg. Beim Abbau des begehrten Edelmetalls gelangt auch gesundheitsschädlicher, giftiger und radioaktiver Bergbauabfall als Nebenprodukt an die Oberfläche. Ein internationales Forschungsteam, an dem Wissenschaftler*innen des Helmholtz-Zentrums Dresden-Rossendorf (HZDR) beteiligt sind, trägt dazu bei die Uranbelastung zu ermitteln und herauszufinden, welche Bevölkerungsgruppen besonders gefährdet sind. Die Dresdner Forscher*innen analysieren dazu einzelne Haarproben.

