Nachricht vom 28. August 2025
Drei Besuche von Politiker*innen in einer Woche
Am Dienstag, Mittwoch und Donnerstag konnte das Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf (HZDR) Gäste aus der Bundes- und Landespolitik empfangen. An verschiedenen Instituten konnten sich die Politiker*innen ein Bild von den Forschungsprojekten des HZDR in den Bereichen Energie, Gesundheit und Materie machen.
Am Dienstag besuchten Teilnehmer*innen einer Delegationsreise das HZDR-Institut Center for Advanced Systems Understanding (CASUS) in Görlitz. Thema der Reise war der Strukturwandel durch Wissenschaft im Lausitzer- und Mitteldeutschen Revier. An dem Besuch nahmen neben der Sächsischen Staatsministerin für Infrastruktur und Landesentwicklung, Regina Kraushaar, und der Staatssekretärin im Sächsischen Wissenschaftsministerium, Heike Graßmann, auch Mitglieder des Deutschen Bundestages, des Sächsischen Landtages, der Sächsischen Staatsregierung sowie ausgewählte Wissenschaftler*innen teil.
Sachsens Wirtschaftsminister Dirk Panter (Mitte) zeigte sich beeindruckt vom Helios Lab, in dem an der Charakterisierung von Rohstoffen in Elektroschrott geforscht wird. Abteilungsleiter Dr. Richard Gloaguen (rechts) erläuterte das Prinzip im Beisein von der kaufmännischen Direktorin des HZDR Dr. Diana Stiller.
Bild: HZDR/A. Jentzsch
Am Mittwoch empfing das Helmholtz-Institut Freiberg für Ressourcentechnologie (HIF) des HZDR Sachsens Wirtschaftsminister Dirk Panter. Vor Ort überzeugte er sich über den aktuellen Stand der am HIF entwickelten Technologien für eine nachhaltigere Nutzung von mineralischen und metallhaltigen Rohstoffen, um einer realen Kreislaufwirtschaft ein Stück näher zu kommen. Er informierte sich zunächst über die Aufbereitungs- und Recyclingstrategie des Instituts. Anschließend folgte ein Rundgang durch das Metallurgie-Technikum, in dem sich eine der ersten Pyrometallurgie-Forschungsanlagen in Europa befindet: der Plasmaofen. Mit dem Schmelzofen mit Plasmabrenner können neue Recyclingtechnologien entwickelt und bestehende optimiert werden. Minister Dirk Panter zeigte sich beeindruckt: „Mit innovativen Ideen forschen die Wissenschaftler am Helmholtz-Institut Freiberg für Ressourcentechnologie daran, wie die Versorgung mit mineralischen und metallhaltigen Rohstoffen zu sichern ist, Rohstoffe effizienter und umfassender genutzt und umweltfreundlich recycelt werden können. Die Nutzung des vorhandenen Potentials und der verantwortungsvolle Umgang mit einheimischen Roh- und Sekundärrohstoffen sind damit wichtig für die Zukunftsfähigkeit der sächsischen Wirtschaft. Das HIF ist deswegen bei der Umsetzung der Rohstoffstrategie ein wichtiger Partner.“
Dr. Josefine Metzkes-Ng (rechts) erklärt dem Bundestagsabgeordneten Lars Rohwer (Mitte) und Dr. Diana Stiller die Funktionsweise des Hochleistungslasers DRACO.
Bild: HZDR / A. Grützner
Am Donnerstag empfing das HZDR den Bundestagsabgeordneten Lars Rohwer. Er interessierte sich vor allem für die Themen Kernfusion und Herstellung von Radiopharmaka. Nach einer kurzen Einführung durch den Wissenschaftlichen Direktor des HZDR, Prof. Sebastian M. Schmidt, und die Kaufmännische Direktorin, Dr. Diana Stiller, zu neuesten Entwicklungen und Zukunftsplänen am Forschungszentrum überzeugte sich Lars Rohwer am Zentrum für Hochleistungs-Strahlenquellen ELBE über die Hochleistungslaser, die als Nutzeranlage weltweit gefragt sind. Zum Abschluss konnte er sich am Zentrum für Radiopharmazeutische Tumorforschung (ZRT) einen Einblick in die Herstellung radiopharmazeutischer Arzneimittel verschaffen. „Mein heutiger Besuch am Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf hat mir eindrucksvoll gezeigt, mit welch hoher Innovationskraft hier an den großen Herausforderungen unserer Zeit gearbeitet wird. Die neuesten Entwicklungen und Zukunftspläne, die mir die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler vorgestellt haben, verdeutlichen, welche Schubkraft die Spitzenforschung in Dresden entfalten kann. Besonders faszinierend war es für mich, die Fusionsforschung und deren Potentiale für Anwendungen in der Zukunft zu sehen. Dieser Besuch hat einmal mehr verdeutlicht, wie wichtig es ist, dass Politik und Forschung eng zusammenarbeiten. Nur wenn wir die richtigen Rahmenbedingungen schaffen, können die hier entwickelten Erkenntnisse in konkrete Innovationen und Anwendungen münden. Das HZDR leistet mit seiner Arbeit einen entscheidenden Beitrag zur Zukunft von Energie, Gesundheit und Technologie – und damit zu einer lebenswerten und nachhaltigen Gesellschaft", fasste Lars Rohwer seinen Besuch zusammen.
