Nachricht vom 1. Dezember 2025
Gemeinsam für mehr Sichtbarkeit: HZDR beteiligt sich erneut an „Positively Purple“
Aktionstag macht auf Chancen und Potenziale von Menschen mit Behinderungen aufmerksam
Das Eingangsgebäude des HZDR ist am Abend in ein violettes Licht getaucht. Mit der Beleuchtung beteiligt sich das HZDR an einer internationalen Aktion, die jedes Jahr am 3. Dezember auf die Belange von Menschen mit Behinderung aufmerksam macht.
Bild: HZDR / T. Bayer
Am 3. Dezember 2025, dem Internationalen Tag der Menschen mit Behinderungen, setzt das Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf (HZDR) erneut ein sichtbares Zeichen für Inklusion. Für die weltweite Initiative „Positively Purple“ wird der Eingangsbereich des Forschungszentrums am Abend in leuchtendem Lila erstrahlen. Bereits zur Mittagszeit lädt die Schwerbehindertenvertretung im Betriebsrestaurant zum Austausch ein und informiert über ihre Angebote.
„Der Aktionstag bietet eine gute Gelegenheit, über die Situation von Menschen mit Behinderungen bei uns am Zentrum zu sprechen – und mit Missverständnissen aufzuräumen“, sagt Wissenschaftler Frank Bok, der gemeinsam mit Emely Haase und Jörg Konheiser die Interessen schwerbehinderter Beschäftigter am HZDR vertritt. „Derzeit haben rund 2,8 Prozent unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter eine Schwerbehinderung angezeigt. Wir möchten diese Quote erhöhen und darauf aufmerksam machen, dass eine anerkannte Behinderung Vorteile bringen kann, etwa besonderen Kündigungsschutz oder die Möglichkeit, abschlagsfrei früher in Rente zu gehen.“
Dass Inklusion auch dem Arbeitgeber zugutekommt, zeigt die interne Statistik des HZDR, ergänzt Bok. „Unsere schwerbehinderten Kolleginnen und Kollegen sind ausgesprochen engagiert: Im Durchschnitt arbeiten sie sogar mehr Stunden pro Woche als nichtbehinderte Beschäftigte. Das ist ein starkes Signal und macht deutlich, welche Potenziale im vielfältigen Miteinander liegen.“
Gleichzeitig betont die Schwerbehindertenvertretung, dass viele Beschäftigte – gerade internationale Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter – Hemmungen haben, eine bestehende Behinderung anzuzeigen oder Leistungen zu beantragen. „Mit dieser Aktion möchten wir zeigen, dass das HZDR ein offenes und unterstützendes Umfeld bietet“, erläutert Bok. „Wer Fragen hat oder Unterstützung benötigt, kann sich jederzeit vertrauensvoll an uns wenden.“
Weitere Informationen: Schwerbehindertenvertretung am HZDR (intern)
Die Kampagne „Positively Purple“, die 2017 im Vereinigten Königreich ins Leben gerufen wurde, macht weltweit auf die Bedeutung der Inklusion von Menschen mit Behinderungen aufmerksam. Unterstützt wird sie in Deutschland von der „Charta der Vielfalt“, deren Selbstverpflichtung zur Wertschätzung und Einbeziehung von Vielfalt in der Arbeitswelt auch das HZDR unterzeichnet hat.
Kontakt:
Dr. Frank Bok | Vertrauensmann
Schwerbehindertenvertretung am HZDR
Tel.: +49 351 260 3551 | E-Mail: sbv@hzdr.de
