Nachricht vom 5. Dezember 2025
Neue Podcast-Folge auf detektor.fm: Woher kommt der Sternenstaub?
In einer neuen Podcast-Folge des detektor.fm-Forschungsquartetts spricht Prof. Anton Wallner vom Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf (HZDR) über die Spuren vergangener Supernova-Explosionen und darüber, wie sich diese kosmischen Ereignisse noch heute auf der Erde nachweisen lassen.
Riesenmosaik des Krebsnebels, zusammengesetzt aus Hubble-Bildern
Bild: NASA/ESA/J. Hester and A. Loll (Arizona State Univ.)
Mit hochsensitiven Methoden wie der Beschleuniger-Massenspektrometrie lassen sich seltene Isotope nachweisen, die hier auf der Erde nicht natürlich vorkommen und deshalb eindeutig einen kosmischen Ursprung haben. Besonders spannend sind dabei die extrem seltenen Isotope Eisen-60 und Plutonium-244, die bei Sternexplosionen oder anderen astrophysikalischen Prozessen entstanden sein müssen und Millionen Jahre später schließlich unsere Erde erreicht haben.
Wallners Team der Abteilung Beschleuniger-Massenspektrometrie und Isotopenforschung am Institut für Ionenstrahlphysik und Materialforschung am HZDR untersucht solche Spuren mithilfe der neuen Massenspektrometrie-Anlage HAMSTER (Helmholtz Accelerator Mass Spectrometer Tracing Environmental Radionuclides), die empfindlich genug ist, um selbst einzelne Atome aus dem interstellaren Raum zu identifizieren. Ihr Ziel ist es herauszufinden, wann diese Isotope entstanden sind, wo sie gebildet wurden und welche Prozesse dafür verantwortlich waren.
Aus diesen Messungen lassen sich wichtige Schlussfolgerungen ziehen: wie häufig nahe Supernovae in der Umgebung unseres Sonnensystems auftreten, wie sie die Bildung schwerer Elemente beeinflussen und ob bestimmte kosmische Ereignisse vielleicht sogar Auswirkungen auf die Erde oder das Klima zeigen. Im Gespräch zwischen Anton Wallner und dem detektor.fm-Team mit Redakteur Johannes Schmidt und Moderatorin Karolin Breitschädel wird deutlich, welche Geheimnisse sich aus winzigen Spuren von Sternenstaub über vergangene Supernovae entschlüsseln lassen.
Zum Podcast: detektor.fm Forschungsquartett | Woher kommt der Sternenstaub?
Weitere Podcasts und Radiobeiträgen mit HZDR-Forschenden
Kontakt:
Prof. Anton Wallner
Abteilungsleiter Beschleuniger-Massenspektrometrie und Isotopenforschung,
Institut für Ionenstrahlphysik und Materialforschung am HZDR
Tel.: +49 351 260 3274 | E-Mail: anton.wallner@hzdr.de
Medienkontakt:
Simon Schmitt | Leitung und Pressesprecher
Abteilung Kommunikation und Medien am HZDR
Tel.: +49 351 260 3400 | E-Mail: s.schmitt@hzdr.de

