Kontakt

Dr. Martin Rudolph

Lei­ter Aufberei­tung
Lei­ter Grenzflächen
m.rudolphAthzdr.de
Tel.: +49 351 260 4410

Dr. Duong Huu Hoang

Research Associate (recomine re_pNEU Project)
Aufberei­tung
d.hoangAthzdr.de

Infrastruktur für Aufbereitung am HIF

Erfolgreiche Aufbereitungstechnologien gehen über reine Machbarkeitsstudien im Labor hinaus – sie müssen validiert und skalierbar sein.

Unser Institut betreibt eigene Upscaling-Infrastrukturen, um die Lücke zwischen Laborforschung und industrieller Anwendung in der Aufbereitung und im Recycling zu schließen. Mit Pilotreaktoren, modularen Verarbeitungseinheiten, modernen Steuerungssystemen und integrierter Analytik bewerten wir die Prozessleistung unter realitätsnahen technischen Bedingungen.

Diese Infrastrukturen ermöglichen:

  • Kontinuierliche und chargenweise Prozessskalierung
  • Prüfung der Prozessstabilität und Reproduzierbarkeit
  • Validierung der Massen- und Energiebilanz
  • Automatisierung und Digitalisierung
  • Technologie-Reifegrades (TRL) - Entwicklungen

 

Beispiele TRL 8

Foto: L Ro-Star ©Copyright: HIF

Ultrafeines Mahlen 12 L Ro-Star

Beschreibung:

Vertikale Rührwerksmühle mit einem Mahlkammervolumen von 12 Litern zur ultrafeinen Nassmahlung von Mineralslurries. Sie ist speziell für die Erzeugung extrem feiner Partikelgrößen ausgelegt, die deutlich unter denen liegen, die mit konventionellen Mühlen wie Kugelmühlen erreicht werden können.

  • Volumen: 12 l
  • Zufuhrrate: 100-300 l/h
  • Betriebsmodus: Laborcharge und Rückführung
Foto: Laboratory pneumatic ImhoflotTM V-018 cell ©Copyright: HIF Labor-Pneumatikzelle

Beschreibung:

Pneumatische Imhoflot V-Cell im Labormaßstab für die hochintensive Trennung von feinen und ultrafeinen Mineralien. Ermöglicht kontrollierte Tests, Reagenzienoptimierung und zuverlässige Datengenerierung für die Prozessentwicklung und Skalierung.

  • Zellenvolumen: 8 l
  • Durchsatz: 100-300 l/h
  • Betriebsmodus: Rückführung und kontinuierlich
  • Mehr Informationen: Hassanzadeh et al. 2024.
Foto: Automatisierte Flotationszelle im Pilotmaßstab ©Copyright: HIF

Pilot-Imhoflot FF800

Beschreibung:

Pilot-Pneumatik Imhoflot G-Cell für die hochintensive Trennung von feinen und ultrafeinen Mineralien. Ermöglicht kontrollierte Tests, Reagenzienoptimierung und zuverlässige Datengenerierung für die Prozessentwicklung und Skalierung.

  • Zellenvolumen: 300 l
  • Durchsatz: 2-4 m3
  • Betriebsmodus: Rückführung und kontinuierlich
  • Mehr Informationen: Hoang et al. 2022.
Foto: REFLUX™ flotation cell​ ©Copyright: HIF

REFLUXTM Flotationszelle (RFC)

Beschreibung:

Der RFC im Labormaßstab besteht aus drei Hauptkomponenten: einem oberen Bereich mit Blasengenerator (poröses Rohr mit Fallrohr), einem fluidisierten Waschwassersystem sowie geneigten Kanälen im unteren Bereich. Die Aufgabe-Slurries werden von oben eingeleitet und über das poröse Rohr belüftet. Dabei entstehen Blasen im Submillimeterbereich, die sich besonders gut für die Abscheidung feiner Partikel eignen.

  • Zellenvolumen: 16 l
  • Durchsatz: 0.02 m3
  • Betriebsmodus: Rückführung und kontinuierlich
  • Mehr Informationen: Tholan et al. 2026.
Foto: Mini Pilot Plant Froth Flotation ©Copyright: HIF

Eriez® CPT Mini-Pilot-Anlage für Flotation

Beschreibung:

Das Gerät ermöglicht metallurgische Machbarkeitsstudien, indem es Anlagenkreisläufe simuliert und eine schnelle Bewertung verschiedener Kreislaufkonfigurationen, Mahlgrößen und Reagenzchemien ermöglicht. Am HIF wurde das System eingesetzt, um Reagenzsysteme vor Beginn der industriellen Kampagnen zu optimieren.

  • Zellenvolumen: 12 × 1,7 l
  • Durchsatz: 10-15 kg/h Erz-Slurry
  • Betriebsmodus: Rückführung und kontinuierlich
  • Mehr Informationen: Ben Said et al. 2025.

Beispiel TRL 5

Foto: FrothPiping prototype ©Copyright: HIF

FrothPiping - Prototyp zur mehrstufige Abscheidung von Feinpartikeln

Beschreibung:

Das Gerät ermöglicht die mehrstufige, selektive Trennung feiner (< 200 µm), sehr feiner (< 50 µm) und ultrafeiner (< 20 µm) Partikel, wobei die Schaumphase als aktives Trennmedium dient.

Der mit Partikeln beladene Schaum strömt dabei horizontal durch eine Rohrleitung mit Zu- und Abflusskanälen, in der die einzelnen Partikelfraktionen gezielt abgetrennt werden. Optionale Module wie Ultraschall, Temperaturregelung oder elektromagnetische Felder erhöhen zusätzlich die Selektivität des Verfahrens.

  • Zellenvolumen: 4L
  • Durchsatz: 4 kg/h
  • Betriebsmodus: Halbkontinuierlich
  • Mehr Informationen: Deutscher Patentantrag DE 10 2025 118 050.4