Nachricht vom 23. Januar 2026
Mit IDEAS in die Zukunft
Sächsische Forschungsakteure bündeln Kräfte in neuer Helmholtz-Graduiertenschule
Im Januar 2026 ist mit IDEAS eine neue Graduiertenschule der Helmholtz-Gemeinschaft gestartet. Sie bietet Doktorand*innen eine exzellente, interdisziplinäre Ausbildung an der Schnittstelle von Data Science sowie Umwelt-, Lebens- und Gesundheitswissenschaften. Ziel ist es, junge Forschende darauf vorzubereiten, große und komplexe Datensätze zu analysieren und datenbasierte Lösungen für zentrale gesellschaftliche Herausforderungen zu entwickeln. Träger der Initiative sind das Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung (UFZ) und das Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf (HZDR) in enger Zusammenarbeit mit der Universität Leipzig und der TU Dresden.
IDEAS bietet Promotionsmöglichkeiten in einer breiten Themenpalette – von Bioinformatik über Klimafolgenforschung und Biodiversität bis hin zu Toxikologie, Nachhaltigkeits- und Krebsforschung.
Bild: Detlev Müller
Viele Fragen in den Umwelt- und Lebenswissenschaften beruhen auf großen, heterogenen Datenmengen, deren Auswertung jedoch komplex und oft mit Unsicherheiten verbunden ist. IDEAS – die Helmholtz School for Integrated Data Science in Environmental and Life Sciences – setzt genau hier an: Sie kombiniert moderne Data-Science-Methoden mit Fachwissen aus den jeweiligen Disziplinen, um neue, belastbare Ansätze für gesellschaftlich relevante Forschungsfragen von den Herausforderungen des Klimawandels bis zur medizinischen Bildanalyse zu entwickeln.
Im Fokus stehen unter anderem die Verknüpfung datenbasierter Verfahren mit physikalisch und biologisch fundierten Modellen, der Umgang mit unstrukturierten Daten sowie die Entwicklung robuster und nachvollziehbarer KI-Ansätze. Die Promovierenden erwerben diese Kompetenzen in einem interdisziplinären Promotionsprogramm: In jedem Projekt werden sie von mindestens zwei Wissenschaftler*innen aus unterschiedlichen Institutionen betreut – in der Regel gemeinsam von einem Helmholtz-Zentrum und einer Universität.
„In einer Zeit, in der wir enorme Datenmengen erzeugen und gleichzeitig vor globalen Krisen stehen, brauchen wir genau diese Brückenbauerinnen und Brückenbauer“, sagt Sandra Hille, IDEAS-Koordinatorin am UFZ. „Menschen, die Data Science und Fachwissen verbinden und mit neuen Methoden konkrete Lösungen entwickeln – in der Forschung, in der Anwendung und mit Blick auf gesellschaftliche Entscheidungen.“
„Die IDEAS School gibt unserer Forschung einen weiteren digitalen Methodenschub“, ergänzt Prof. Guido Juckeland, Leiter der Abteilung Computational Science am HZDR. „Herausragende Talente haben hier die Möglichkeit, digitale Fragestellungen und Themen aus unseren Bereichen Energie, Gesundheit und Materie interdisziplinär zu bearbeiten. Gleichzeitig freuen wir uns, die Zusammenarbeit mit dem KI-Kompetenzzentrum ScaDS.AI in Dresden und Leipzig zu vertiefen, das uns bei der Betreuung der Promovierenden unterstützt.“
Zum Start sind acht Promotionsprojekte ausgeschrieben, die den Auftakt für die erste IDEAS-Kohorte bilden. Die Themen reichen von Umweltbelastungen und Biodiversitätsforschung über Text- und Citizen-Science-Analysen bis hin zu erklärbaren und vertrauenswürdigen KI-Methoden, etwa in der Toxikologie.
Weitere Informationen zu IDEAS sowie zum Bewerbungsverfahren für die Promotionsstellen finden Sie auf der IDEAS-Website.
Weitere Informationen:
Prof. Guido Juckeland
Computational Science am HZDR | Leiter
Tel.: +49 351 260 3660 | E-Mail: g.juckeland@hzdr.de
Anne Pidt
IDEAS-Koordinatorin am HZDR
Tel.: +49 351 260 4716 | E-Mail: a.pidt@hzdr.de
