Kathrin Nebe

Strahlenschutzbeauftragte am HZDR-Institut für Ressourcenökologie


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Kathrin Nebe

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Was ist für dich das Besondere an deinem Beruf? Was begeistert dich daran?

Das Besondere an meinem Beruf ist, dass ich jeden Tag mit Begeisterung meiner Tätigkeit nachgehe. Ich kann von Herzen sagen, dass ich genau das Richtige für mich gefunden habe. Und genau dieses Gefühl ist meiner Meinung nach etwas ganz Besonderes.

Natürlich fasziniere ich mich für den Umgang mit radioaktiven Stoffen. Ich finde es spannend, diese im Einsatz in der Wissenschaft zu erleben und bin beeindruckt, dass auch nach zehn Jahren kein Tag wie der andere ist. Jeder Tag bringt neue und Überraschungen und teilweise unerwartete Aufgaben, die mich immer wieder darin bestätigen, dass mein Beruf toll und sehr abwechslungsreich ist und mit Sicherheit auch bleiben wird.

Wie kam es zu deiner Entscheidung für die Wissenschaft?

Ich habe damals in der zwölften Klasse an einer Studienberatung teilgenommen. Meine Entscheidung war klar, ich wollte etwas Naturwissenschaftliches studieren. Als mir der Studiengang Strahlentechnik vorgeschlagen wurde, war ich sofort begeistert. Mir war klar, das ist ein Studiengang, der nicht alltäglich ist.

Wer oder was hat dich in deiner Karriere besonders gefördert?

Ehrlicherweise empfinde ich es nicht so, dass ich eine klassische Karriere absolviert habe. Trotzdem habe ich im Strahlenschutz an unserem Institut eine wichtige und verantwortungsvolle Rolle. Dieser immer gerecht zu werden, ist natürlich eine große Herausforderung. Ich persönlich kann behaupten, dass dies weitestgehend nur durch die Unterstützung von meinem Mann möglich war und ist. Für ihn ist es selbstverständlich gewesen, dass er ebenfalls jeweils sieben Monate Elternzeit übernommen hat. So konnte ich bei beiden Kindern bereits nach einem halben Jahr nach den Geburten wieder entspannt arbeiten gehen. Auch im Alltag ist er eine große Stütze und übernimmt Kinderkrankentage, Hausaufgabenbetreuung und vieles mehr.

Was ist deiner Meinung nach nötig, um mehr junge Frauen für die naturwissenschaftlichen Berufe zu begeistern?

Junge Frauen sollten schon sehr zeitig in ihrem Interesse für Naturwissenschaften unterstützt und vor allem bestätigt werden. Es sollten in Schulen mehr praktische Einsatzmöglichkeiten in diesem Feld angeboten werden. Man muss die Schülerinnen darin bestärken, dass alle es schaffen können, darin erfolgreich zu werden, wenn sie Freude daran haben.

Welche Ziele oder Wünsche hast du für die Zukunft?

Beruflich wünsche ich mir, dass alles so bleibt wie es ist. Ich bin sehr zufrieden mit der enormen Abwechslung, den Herausforderungen und dem kollegialen Umfeld.

Und ich hoffe, dass es in Zukunft zahlreiche junge Erwachsene geben wird, die mit vollem Selbstbewusstsein und großer Freude den Strahlenschutz bereichern werden.