Lakshmi Bhaskaran
Projektmanagerin, Internationale Zusammenarbeit und Forschungsförderung
Dr. Lakshmi Bhaskaran
Bild: HZDR
Was ist für dich das Besondere an deinem Beruf? Was begeistert dich daran?
Was meinen Job wirklich besonders macht, ist die großartige Möglichkeit, die Wissenschaft voranzubringen, indem ich die brillanten Köpfe dahinter unterstütze. Als Projektmanagerin im Bereich Wissenschaft dreht sich meine Arbeit um Menschen! Ich liebe es, gemeinsam mit ihnen Herausforderungen anzugehen, kreative Lösungen zu finden und für eine bessere Zukunft zu planen. Die Spannung entsteht durch die zwischenmenschliche Kommunikation, die Zusammenarbeit mit Experten aus verschiedenen Institutionen und den Umgang mit unterschiedlichen Persönlichkeiten. Außerdem ermöglicht mir mein wissenschaftlicher Hintergrund ein tieferes Verständnis und Einfühlungsvermögen für die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler und ihre Arbeit. Es ist diese perfekte Mischung aus Zusammenarbeit, Problemlösung und wissenschaftlichem Verständnis, die meinen Job so spannend und einzigartig macht.
Was war deine Entscheidung für die Wissenschaft?
Seit ich mich erinnern kann, interessierten mich die Naturwissenschaften, insbesondere mein Lieblingsfach Physik. Diese Leidenschaft wurde durch hervorragende Lehrer und Mentorinnen gefördert, die mich dazu ermutigten, an zusätzlichen Aktivitäten wie Tagen des offenen Labors, Seminaren im Planetarium, Experimentier-Wochenenden in Forschungsinstituten, und vielem mehr, teilzunehmen. Daher war die Entscheidung für eine Karriere in der Wissenschaft nie eine Frage, die ich mir zweimal überlegen musste – es war die einzig richtige Wahl! Der Übergang von einem konventionellen akademischen Weg zum Wissenschaftsmanagement war jedoch eine Reise der Selbstfindung für mich. Dabei galt es, persönliche Zweifel und gesellschaftliche Erwartungen zu überwinden, die mit einer jahrzehntelangen Karriere in der Grundlagenforschung verbunden waren. Dieser neue Weg hat sich als unglaublich lohnend erwiesen, weil er das Beste aus beiden Welten vereint: meine wissenschaftliche Neugier und meine Leidenschaft für Planung und Teamarbeit.
Wer oder was hat dich in deiner Karriere besonders gefördert?
Meine berufliche Laufbahn wurde durch die Unterstützung meiner Familie, meiner Freunde und Kolleginnen geprägt. Den größten Einfluss auf meine berufliche Entwicklung als Projektmanagerin im wissenschaftlichen Bereich hatte jedoch das Career Center am HZDR. Die umfassende Unterstützung durch das Career Center, von der Ermutigung über die Beratung bis hin zum Coaching, hat mir dabei geholfen, mein Potenzial über die konventionelle akademische Laufbahn hinaus zu entdecken und mich schließlich zu einer Karriere im Wissenschaftsmanagement geführt, die mich erfüllt.
Was ist deiner Meinung nach nötig, um mehr junge Frauen für die naturwissenschaftliche Berufe zu begeistern?
Die Frage sollte nicht lauten, wie man das Interesse junger Frauen wecken kann, denn sie bringen von Natur aus Neugier und Begabung für die Wissenschaft mit. Die eigentliche Herausforderung besteht darin, sie für MINT-Fächer zu begeistern und zu fördern. Es ist entscheidend, dass alle angehenden Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, unabhängig vom Geschlecht, sich wertgeschätzt und unterstützt fühlen, damit sie ihr Potenzial voll ausschöpfen können. Die Förderung muss universell und individuell sein und damit beginnen, dass wir uns mit unseren Vorurteilen und Stereotypen auseinandersetzen. Die Schaffung eines inklusiven Umfelds, das Hervorheben weiblicher Vorbilder und die Bereitstellung von Unterstützungsangeboten sind für die Förderung wissenschaftlicher Laufbahnen von entscheidender Bedeutung.
Welche Ziele oder Wünsche hast du für die Zukunft?
Ich freue mich auch zukünftig darauf, mit vielfältigen Teams an Projekten zu arbeiten, die einen bedeutenden Einfluss auf die Gesellschaft haben, sowie an Initiativen, die die Grenzen wissenschaftlicher Erkenntnisse erweitern und wichtige gesellschaftlichen Herausforderungen angehen.
