Nachricht vom 4. Juni 2026
Wenn sich Module zur Sonne drehen
Photovoltaik-Projekt am Standort Dresden-Rossendorf startet in die aktive Betriebsphase
Nach intensiven Planungs- und Bauphasen erreicht das Photovoltaik-Projekt am Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf (HZDR) einen weiteren wichtigen Meilenstein: Die Anlagen auf dem Forschungscampus Dresden-Rossendorf werden schrittweise bis Frühsommer 2026 in Betrieb genommen.
PV-Mover vor dem Eingangsgebäude in Dresden-Rossendorf: Im Gegensatz zu festinstallierten Solarmodulen richten sich die PV-Mover automatisch nach dem Sonnenstand aus.
Bild: HZDR/T.Bayer
Aktuell laufen die letzten Bauarbeiten sowie die technische Einbindung in die Energieinfrastruktur des Standorts. Die Inbetriebnahme erfolgt in mehreren klar definierten Schritten: Zunächst setzen Fachfirmen die PV-Anlagen technisch in Betrieb. Anschließend wird die Kommunikations- und Steuerungsstruktur eingerichtet und gemeinsam mit dem Energieversorger abgestimmt. Dies ist notwendig, um die Anlagen sicher ins Stromnetz und die bestehende Infrastruktur zu integrieren. Die endgültige Freigabe zur Stromerzeugung wird für den Frühsommer erwartet. Ab diesem Zeitpunkt liefern die Anlagen erstmals relevante Stromerträge.
Die Solaranlagen sollen jährlich etwa 1.400 Megawattstunden Energie erzeugen. Zum Vergleich: Das wäre genug, um rund 350 durchschnittliche Haushalte mit Strom zu versorgen. Bezogen auf den Gesamtenergiebedarf des Campus entspricht das einem klimaneutral erzeugten Anteil von sechs Prozent. So können jährlich etwa 600 Tonnen CO₂-Emissionen eingespart werden.
Sichtbare Energiewende am Campus Dresden-Rossendorf
Mit der fortschreitenden Inbetriebnahme wird das Projekt auch im Alltag sichtbar: Die sogenannten PV-Mover im Eingangsbereich richten ihre Module automatisch nach dem Sonnenstand aus und passen sich im Tagesverlauf dynamisch an. Das bewegliche System ist nicht nur ein technisches Highlight, sondern macht die Energieerzeugung für alle auf dem Campus unmittelbar erlebbar.
„Mit dem Start Betriebsphase sind wir besonders stolz darauf, dass ab diesem Jahr erneuerbare Energie direkt am Standort erzeugt wird“, sagt Marion Oelke, Leiterin der Abteilung Bau- und technisches Gebäudemanagement am HZDR. „Dies ist ein wesentlicher Schritt hin zu einer nachhaltigeren Energieversorgung unseres Forschungscampus und trägt unmittelbar zur Reduktion von CO₂-Emissionen bei.“
Gleichzeitig schafft das Projekt eine wichtige Grundlage für zukünftige Entwicklungen: Die lokale Erzeugung erneuerbarer Energie wird zunehmend zu einem zentralen Baustein für resiliente und klimafreundliche Forschungsinfrastrukturen.
Ausblick
Bis zur vollständigen Inbetriebnahme im Laufe des Jahres werden die Anlagen weiter optimiert und in den Regelbetrieb überführt. Schon jetzt zeigt sich: Das Projekt entwickelt sich wie geplant und wird einen spürbaren Beitrag zur nachhaltigen Transformation des Standorts leisten.
Weitere Informationen:
Marion Oelke
Abteilung Bau- und technisches Gebäudemanagement am HZDR | Leiterin
Tel.: +49 351 260 3506 | E-Mail: m.oelke@hzdr.de
