"Lichtlinien" in der Dresdner Innenstadt
Poster zur aktuellen Ausstellung "Lichtlinien" im COSMO-Wissenschaftsforum Dresden
Bild: HZDR Blaurock Markenkommunikation GmbH
Seit dem 9. Juni 2026 dreht sich im COSMO Wissenschaftsforum im Kulturpalast Dresden alles um das Thema „Lichtlinien“. Bei der Langen Nacht der Wissenschaften am 26. Juni und noch bis zum 18. August 2026 können Besucher*innen entdecken, wie sichtbares Licht und unsichtbare elektromagnetische Wellen unseren Alltag prägen - und wie Forschung und Technik sie nutzbar machen. Die vom Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf (HZDR) kuratierte Ausstellung präsentiert aktuelle Projekte aus dem Raum Dresden und lädt dazu ein, Licht aus wissenschaftlicher, technologischer und künstlerischer Perspektive zu erleben.
Warum sehen wir nur einen kleinen Teil des Lichts? Und welche Geschichten erzählen uns die Wellen, die für das menschliche Auge verborgen bleiben? Diesen Fragen geht die Ausstellung „Lichtlinien“ nach. Anhand von Exponaten, Experimenten und künstlerischen Arbeiten zeigt sie, wie Strahlung gemessen, genutzt und gestaltet wird - von Wärmebildern bis zur Analyse von Materialeigenschaften.
Die Ausstellung ist durchgängig interaktiv. Besucher*innen können an verschiedenen Stationen experimentieren und unterschiedliche Bereiche des elektromagnetischen Spektrums erkunden. Bei den „(un)sichtbaren Selfies“ wird sichtbar, wie Infrarotsensoren durch bestimmte Materialien „hindurchsehen“. Spektrale Objekte machen mit polarisiertem Licht verborgene Strukturen in Alltagsgegenständen sichtbar. Ergänzt wird die Ausstellung durch künstlerische Arbeiten aus einer Residency der Hochschule für Bildende Künste Dresden am HZDR sowie durch eine Camera obscura, die wissenschaftliche Beobachtung und kreative Interpretation miteinander verbindet.
Mineral unter UV-Licht
Bild: Sara Held
Ein besonderes Exponat stammt vom Helmholtz-Institut Freiberg für Ressourcentechnologie des HZDR: Fluoreszierende Minerale zeigen eindrucksvoll, wie ultraviolettes Licht Eigenschaften von Materialien sichtbar machen kann. Unter UV-Licht beginnen bestimmte Minerale zu leuchten und offenbaren Merkmale, die unter normaler Beleuchtung verborgen bleiben.
Hinter diesem faszinierenden Effekt steckt ein wichtiges Forschungsfeld: die bildgebende Spektroskopie. Forschende der Abteilung Erkundung am HZDR nutzen die spektralen Eigenschaften des Lichts - vom ultravioletten Bereich bis zum langwelligen Infrarot -, um neue Sensoren und Methoden zur präzisen Charakterisierung von Roh- und Sekundärstoffen zu entwickeln. Im COSMO können Besucher*innen selbst aktiv werden, UV-Lampen einschalten und beobachten, wie die Minerale in unterschiedlichen Farben aufleuchten. So wird erlebbar, wie Licht Informationen über die Zusammensetzung und Eigenschaften von Materialien liefert.
Mit der Ausstellung „Lichtlinien“ übernimmt das HZDR zum ersten Mal die Kuratierung einer COSMO-Ausstellung. Gemeinsam mit weiteren wissenschaftlichen Einrichtungen zeigt das HZDR aktuelle Forschungsprojekte und eröffnet neue Perspektiven auf Licht als Forschungsgegenstand, technologische Ressource und kulturelles Phänomen.
Die Ausstellung „Lichtlinien“ richtet sich an alle ab 14 Jahren und ist auf Deutsch und Englisch erlebbar. Der Eintritt ist frei. Begleitend finden Blitzführungen und Diskussionsveranstaltungen mit Forschenden für Erwachsene und Kinder statt.
Neben dem HZDR sind die Universität Rostock, die Technischen Sammlungen Dresden, das Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung, das Deutsche Zentrum für integrative Biodiversitätsforschung, die Ruhr-Universität Bochum, die Sternwarte Gönnsdorf, das Fritz-Haber-Institut der Max-Planck-Gesellschaft, das Schülerlabor DeltaX und das Helmholtz-Institut Freiberg für Ressourcentechnologie an der Ausstellung beteiligt.
„Lichtlinien“ lädt dazu ein, die sichtbaren und unsichtbaren Seiten des Lichts selbst zu entdecken und den vielfältigen Verbindungen zwischen Forschung, Technologie und Wahrnehmung nachzugehen.
Über das COSMO Wissenschaftsforum
COSMO – das ist ein interaktives Wissenschaftsforum im Kulturpalast Dresden, in dem aktuelle Forschung anhand verschiedener Veranstaltungsformate sowie interaktiver Exponate live erlebt werden kann. Betrieben wird das COSMO gemeinsam vom Barkhausen Institut, dem Department of Speculative Transformation der TU Dresden und dem Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf in Zusammenarbeit mit Partnereinrichtungen der Dresdner Wissenschaftsallianz DRESDEN-concept, der Dresdner Philharmonie und der Zentralbibliothek.
Medienkontakt:
Simon Schmitt | Leitung und Pressesprecher
Abteilung Kommunikation und Medien am HZDR
Tel.: +49 351 260-3400 | E-Mail: s.schmitt@hzdr.de
