Sechs Wochen Studium und Kultur in den USA

Foto: Jonas Noack ©Copyright: Jonas Noack

Jonas Noack, Physiklaborant im dritten Ausbildungsjahr, berichtet über seinen sechswöchigen Gastaufenthalt in den USA.

Über das Stipendium

Dank eines Stipendiums der Joachim Herz Stiftung hatte ich die Möglichkeit, vom 14. März bis 25. April 2026 gemeinsam mit 19 weiteren Auszubildenden sechs Wochen in den USA zu verbringen. Das Programm richtete sich an Auszubildende im Alter von 18 bis 27 Jahren aus Bayern, Berlin, Hamburg und Sachsen, die über gute Englischkenntnisse verfügten und bislang wenig oder keine Auslandserfahrung gesammelt hatten. Ziel unseres Aufenthalts war die Kennesaw State University in Kennesaw bei Atlanta im Bundesstaat Georgia. Für mich war diese Zeit eine einmalige Erfahrung, die mich sowohl fachlich als auch persönlich weitergebracht hat.

Leben und Lernen in Georgia

Während unseres Aufenthalts waren wir gemeinsam in einem Long-Stay-Hotel untergebracht. Dort lebten wir als Gruppe zusammen und konnten uns auch außerhalb des Unterrichts austauschen und gegenseitig unterstützen.

Unter der Woche hatten wir täglich Englischunterricht, um unsere Sprachkenntnisse zu verbessern und sicherer im Umgang mit der englischen Sprache zu werden. Da alle Stipendiaten unterschiedliche Ausbildungsberufe erlernen, konnten wir zusätzlich Universitätsmodule besuchen, die zu unserer jeweiligen Ausbildung passten. Ich entschied mich für die Fächer Physik und Chemie, wodurch ich spannende Einblicke in die amerikanische Hochschullehre erhalten habe.

Interkultureller Austausch mit den Peer-Buddies

Ein besonderes Highlight waren die interkulturellen Trainings, die jeden Dienstag und Donnerstag gemeinsam mit unseren sogenannten „Peer-Buddies“ stattfanden. Dabei handelte es sich um Studierende der Kennesaw State University, die Deutsch als Haupt- oder Nebenfach belegten.

In den Trainings haben wir viel über die amerikanische Kultur gelernt, während die amerikanischen Studierenden mehr über Deutschland erfahren konnten. Durch den offenen Austausch konnten viele Vorurteile auf beiden Seiten abgebaut werden. Unsere Peer Buddies unterstützten uns außerdem im Alltag, halfen uns bei Fragen rund um das Leben in den USA und organisierten zahlreiche gemeinsame Aktivitäten und Ausflüge.

Spannende Firmenbesuche und kulturelle Entdeckungen

Jeden Mittwoch stand ein Firmenbesuch auf dem Programm. Dabei erhielten wir interessante Einblicke in verschiedene Unternehmen und die amerikanische Arbeitswelt. Diese Besuche waren besonders wertvoll, da wir sehen konnten, wie unterschiedlich Unternehmen in den USA und Deutschland arbeiten.

Freitags standen kulturelle Exkursionen auf dem Plan. Dabei besuchten wir verschiedene Städte und Sehenswürdigkeiten in Georgia und lernten die Geschichte sowie die Kultur der Region besser kennen.

Freizeit und unvergessliche Erlebnisse

Auch an den Wochenenden wurde es nie langweilig. Unsere Peer-Buddies planten regelmäßig Freizeitaktivitäten und Ausflüge, an denen wir teilnehmen konnten. Dadurch konnten wir die USA aus einer ganz anderen Perspektive kennenlernen und viele neue Kontakte knüpfen.

Ein besonderes Erlebnis war ein spontaner Wochenendtrip nach Chicago. Gemeinsam mit vier weiteren Auszubildenden buchten wir kurzfristig einen Flug in die Millionenstadt. Die beeindruckende Skyline, die Architektur und die Atmosphäre der Stadt machten diesen Ausflug zu einem unvergesslichen Highlight meines USA-Aufenthalts.

Foto: Olympia Park Atlanta ©Copyright: Jonas Noack

Olympia Park Atlanta